Schwarzhofen
30.12.2024 - 13:54 Uhr
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Baugebiet und Schulsanierung: Was in Schwarzhofen 2025 geplant ist

Es gibt im Jahr 2024 Rückschläge und Erfolge. Bürgermeister Maximilian Beer fasst sie zusammen und lenkt den Blick auf die Herkulesaufgabe der Zukunft: die Schulhaussanierung.

Schwarzhofens Bürgermeister Maximilian Beer lässt in einem Rückblick das Jahr 2024 Revue passieren und nennt eine bittere Pille, die er in diesem Jahr schlucken musste.

"Leider mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Flur- und Dorferneuerung Zangenstein aufgrund der ablehnenden Haltung einer Reihe von Grundstückseigentümern nicht eingeleitet wird. Dies bedeutet für uns alle, dass dem Markt und der Bevölkerung von Zangenstein und Umgebung staatliche Fördermittel im sehr hohen Bereich von voraussichtlich weit mehr als einer Million Euro für die landwirtschaftliche und örtliche Infrastruktur verloren gegangen sind", bedauert Beer. "Ohne die staatlichen Fördermittel wird es dem Markt Schwarzhofen nicht möglich sein, mittelfristig die schlechten Straßen und Kanäle sowie die ehemalige Bahnbrücke und die anderen Brücken im Ortsteil Zangenstein zeitnah zu sanieren. Inwieweit sich die fehlende landwirtschaftliche Infrastruktur auf Dauer negativ auf die künftige Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen in der Gemarkung Zangenstein auswirken wird, wird sich zeigen".

Engagement der Bürger

Die geplante Flur- und Dorferneuerung Denglarn wurde seitens des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in eine reine Dorferneuerung überführt. Die Neugestaltung der Dorfmitte werde nun weiter vorangetrieben. In Zangenstein wurde der Spielplatz neu gestaltet und ausgestattet. "Durch vorbildliches Bürgerengagement konnte der finanzielle Aufwand des Marktes wesentlich minimiert werden" freut sich Beer. Das gleiche gelte für den Anbau an das Gerätehaus der Feuerwehr Haag. Das Kriegerdenkmal ist saniert und das Marktfest spiegelte das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürger.

Baustelle Grundschule

Im Zuge der Generalsanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule musste in diesem Jahr eine undichte Dachhälfte der Schulturnhalle erneuert werden. Des Weiteren wurden die Planungen für die weiteren erforderlichen Arbeiten detailliert fortgeführt. "Leider konnten keine weiteren größeren Aufträge vergeben werden, da aufgrund von Personalproblemen bei der Kommunalaufsicht des Landratsamtes Schwandorf weder der Haushalt 2024 noch der Nachtragshaushalt bearbeitet werden konnten". Ein genehmigter Haushalt und damit die Mittelbereitstellung sei für eine Auftragserteilung haushaltsrechtlich Voraussetzung. "Wir hoffen, dass im kommenden Jahr endlich die Generalsanierung fortgeführt werden kann", betont der Bürgermeister.

Anfang 2025 kann mit der Erschließung des Baugebiets „Am Kalvarienberg“ begonnen werden. Zwischenzeitlich konnten drei der fünf Bauparzellen veräußert werden. Zwei Parzellen sind reserviert.

Mit Breitband versorgt

Wichtiges Thema ist auch der Breitbandausbau in den 24 Gemeindeteilen. Nur Immobilien mit schnellem Internet seien auch entsprechend zu vermarkten. Durch entsprechende Förderverfahren ist laut Maximilian Beer gelungen, dass nunmehr fast alle Anwesen im gesamten Marktgebiet von einer Breitbandversorgung von mindestens 30 Mbit/s, in weiten Teilen der Gemeinde bereits von mehr als 100 Mbit/s, profitieren. "In zahlreichen Dörfern und Ortsteilen des Marktes wurde mittlerweile sogar jetzt schon Glasfaser bis ins Haus verlegt. Dies habe Investitionen der Gemeinde von etwa 1,8 Millionen Euro erfordert. Davon habe der Markt jedoch Zuschüsse von 90 Prozent in Anspruch nehmen können und so diese hohe Summe weitestgehend refinanziert.

"Zuletzt wurden nun in diesem Jahr alle Anwesen in Meischendorf, Altenhammer, Holzhof, Höfen bei Uckersdorf, Uckersdorf, Teile von Zangenstein und Girnitz, große Gewerbebetriebe in Girnitz und Zangenstein sowie das Einzelanwesen Demeldorf 1 mit Glasfaser erschlossen, ohne dass die Hauseigentümer etwas bezahlen mussten", fasst Beer zusammen.

Windkraft und Planungsverband

Den Marktgemeinderat beschäftigten das ganze Jahr hindurch die Planungen des Regionalen Planungsverbandes Oberpfalz Nord in Sachen Windkraft. Es wurde eine Fläche beim Haginger Berg als Vorrangfläche für Windkraft an den Regionalen Planungsverband gemeldet. "Der Markt hat 1,87 Prozent seines Marktgebietes als Vorrangfläche gemeldet. Leider ist der Regionale Planungsverband wesentlich vom Vorschlag des Marktes abgewichen." Die seitens des Marktes gemeldete Windvorrangfläche SAD 58 wurde auf 0,42 Prozent der Marktgebietsfläche verkleinert, dafür wurde neu die Windvorrangfläche SAD 16 „östlich Mitterauerbach“ mit einer Gesamtfläche von 299 Hektar, davon 200 Hektar auf Marktgebiet Schwarzhofen in die Planungen aufgenommen. Die tatsächliche Umsetzung der Regionalplanungen würde bedeuten, dass rund 6,96 Prozent des Marktgebietes als Windvorrangfläche verplant werden würden. "Mit diesen Planungen ist der Markt nicht einverstanden und hat sich mit zwei entsprechend ablehnenden Stellungnahmen an den Regionalen Planungsverband gewandt", erläutert Maximilian Beer den Sachstand.

Staatsstraße ausgebaut

Das wohl größte Thema, was alle als Verkehrsteilnehmer bewegt hat, ist der Ausbau der Staatsstraße 2040 von Schwarzhofen nach Neunburg vorm Wald. Das Projekt ist geschultert, "nun können wir wieder wesentlich verkehrssicherer direkt von Schwarzhofen nach Neunburg vorm Wald fahren", freut sich Bürgermeister Beer.

Nach der Erneuerung der Schwarzachbrücke in Schwarzhofen steht nun noch die Sanierung der verlandeten Schwarzach direkt unterhalb des historischen Altortes aus. Die Umsetzung ist nach dem Heimatfest im Jahr 2025 ins Auge gefasst.

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