15.10.2019 - 14:31 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Brandschutz bereitet Kummer

Die energetische Sanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule ist das eine. Die Erneuerung des Brandschutzes das andere. Diese Maßnahmen gestalten sich recht umfangreich. Aber dem Marktrat bleibt auch keine andere Wahl.

Hauptpunkt der Marktratssitzung am Montagabend war die Sanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule. Speziell ging es um erforderliche Brandschutzmaßnahmen.

Der Tagesordnungspunkt "Bauantrag auf Umbau, Umnutzung und Sanierung sowie Durchführung von Brandschutzmaßnahmen in der Dr.-von Ringseis-Grundschule" war das Schwerpunktthema in der Marktratssitzung am Montagabend im Rathaus. Rund 80 Minuten nahmen sich Bürgermeister Maximilian Beer und die Marktratskollegen dafür Zeit. Was alles auf die Kommune zukommt, stellten die Architekten Michael Steidl und Werner Höpfl, der auf das Thema "Brandschutz" spezialisiert ist, im Detail vor.

Umfangreiche Maßnahmen

Der Bereich "energetische Sanierung" ist planerisch weitgehend abgehandelt und auf den Weg gebracht. Michael Steidl informierte, dass hier teilweise schon die Ausschreibung vorbereitet wird. Wie wiederholt berichtet, wird die energetische Sanierung über das kommunale Investitionsprogramm (KIP) mit einem Zuschuss von rund 826 000 Euro gefördert. Am Montagabend war nun der Brandschutz das Hauptthema. Dazu muss man wissen, dass der Gebäudekomplex aus drei Abschnitten besteht: Der westliche Klassentrakt (Neubau) stammt aus dem Jahr 1990, der Gebäudetrakt II (Altbau) aus 1967 und die Turnhalle mit Verwaltung und Nebenräumen wurde 1987 erstellt.

Architekt Höpfl machte deutlich, dass hier grundsätzlich der Bestandsschutz greift. Aber eben nur soweit, wenn exakt nach den Plänen gebaut wurde und Leben und Gesundheit nicht gefährdet werden. Bei genauer Betrachtung hat sich laut Höpfl herausgestellt, dass es baulich insgesamt 26 Abweichungen von den Plänen (Höpfl: "Normal sind zwei bis drei") gibt. Hinzu komme, dass diese Veränderungen auch nicht genehmigt seien.

Für das Untergeschoss mit Turnhalle und Nebenräumen ist in erster Linie die Ertüchtigung der Rettungswege erforderlich. Im derzeitigen Zustand dürfen hier maximal 200 Personen untergebracht werden. Nach den geplanten Brandschutzmaßnahmen kann die Kapazität auf 800 Leute ausgeweitet werden. Zusätzliche Rettungswege sind auch das Hauptthema im Erdgeschoss. Hier werden unter anderem wie im Bereich der Bibliothek Zugänge nach Außen bzw. separate Zugänge (ehemaliger Physikraum) geschaffen. Ein zweiter Rettungsweg ist auch für die Pausenhalle und den Mehrzweckraum unabdingbar und die bestehenden Lichtkuppeln müssen künftig durchsturzsicher sein. Weil die Maße nicht stimmen bzw. unterschiedlich sind, empfehlen die Architekten, die Innentreppe zwischen Unter- und Erdgeschoss komplett neu aufzubauen.

Keine andere Wahl

Verbesserungen an den Rettungswegen, eine Erhöhung der Geländer auf 1,10 Meter und die Errichtung neuer WCs sind für das erste Obergeschoss erforderlich, wo jetzt die schulvorbereitende Einrichtung untergebracht ist. Weil im zweiten Obergeschoss keine Schulnutzung stattfindet und dieses Areal mehr den öffentlichen Bereich darstellt, sind hier die Anforderungen an den Brandschutz nicht so hoch. Unbedingt räumlich getrennt werden muss laut Höpfl der Archivbereich von der Unterbringung der Wechselrichter für die Photovoltaik.

Zudem ist für den gesamten Gebäudekomplex eine Brandmeldeanlage notwendig. "Begeistert" waren die Markträte von den erforderlichen Maßnahmen und den zusätzlichen, noch nicht bezifferbaren Kosten, natürlich nicht. Aber es war ihnen auch bewusst, dass es wohl keine Alternative gibt. Das gemeindliche Einvernehmen wurde einstimmig erteilt.

Dorferneuerung Denglarn: Kostenbeteiligung:

Zur Finanzierung der Vermessungen, der Wertermittlung und des laufenden Betriebs der Dorferneuerung Denglarn ist der Abschlusss einer Vereinbarung zwischen der Teilnehmergemeinschaft Denglarn und dem Markt erforderlich.

Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 11 351 Euro. Der Kostenanteil des Marktes beträgt 3 820 Euro (33 Prozent). Der Marktrat bevollmächtigte Bürgermeister Maximilian Beer einstimmig, die entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen.

Die Bestätigung des wieder gewählten Kommandanten der Feuerwehr Schwarzhofen, Stefan Schmid, war reine Formsache. Ebenso die Bestätigung seines Stellvertreters Thomas Fischer. Er muss allerdings noch die Lehrgänge "Leiter einer Feuerwehr" und "Gruppenführer" absolvieren. (kö)

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