12.03.2019 - 12:57 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Hin und Her um neue Kirchenuhr

Erneut stehen die Theaterfreunde auf den "Brettern, die die Welt bedeuten". Mit großem Beifall quittiert das Publikum die Premiere des neuen Stücks "Da Zeitb'scheißer". Dabei sind Metzger und Pfarrer im ständigen Widerstreit.

Ein Dorfplatz als Kulisse. Im idyllischen Urstädt spielt die Handlung des Stücks "Da Zeitb'scheißer" das bei den Theaterfreunde Premiere feierte. Die Darsteller heimsten jede Menge Beifall ein.
von Adolf MandlProfil
Pfarrer Unruh (Franz Süß, rechts) und "Gast" Karl-Gustav Wecker im Zwiegespräch.
Die Theaterfreunde Schwarzhofen präsentieren das Stück "Da Zeitb'scheißer".
Die Theaterfreunde Schwarzhofen präsentieren das Stück "Da Zeitb'scheißer".
Die Theaterfreunde Schwarzhofen präsentieren das Stück "Da Zeitb'scheißer".
Die Theaterfreunde Schwarzhofen präsentieren das Stück "Da Zeitb'scheißer".
Die Theaterfreunde Schwarzhofen präsentieren das Stück "Da Zeitb'scheißer".

Über ein ausverkauftes Pfarrheim durften sich die Mitwirkenden bei der Premiere freuen. Sie wurden damit für die mühevolle Vorbereitungszeit (rund 40 Proben und Bühneneinsätze) seit Oktober belohnt. Viel Zeit war auch in den Bühnenaufbau investiert worden, um Geschäfte und ein Postamt auf engem Raum als Kulisse unterzubringen. Regisseurin und Vorsitzende Melanie Heinrich eröffnete den Abend, hieß zahlreiche Ehrengäste, Vereinsvertreter und auswärtige Theatergruppe im Publikum willkommen. Sie dankte den Akteuren für ihren Einsatz sowie allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne.

Und dann hob sich bereits der Vorhang für den Dreiakter "Da Zeitb'scheißer" von Peter Landstorfer. Die Handlung spielt auf dem Dorfplatz der idyllischen Marktgemeinde Urstädt. Hier bemüht sich Pfarrer Unruh schon seit längerer Zeit vergeblich darum, dass seine "Schäfchen" für eine neue Kirchenuhr spenden. Allerdings denkt sich der örtliche Bräu und Metzger eine Lumperei nach der anderen aus, um den Geistlichen an seinem Vorhaben zu hindern – Don Camillo und Peppone lassen grüßen.

Einmal versucht der Wirt sogar, den Sonntagsgottesdienst mit Freibierausschank zu boykottieren. Aber auch der Herr Pfarrer ist bei weitem kein Unschuldslamm und „revanchiert“ sich auf manche Weise. In diese Hass-Liebe hinein platzt dann plötzlich ein Fremder: Karl-Gustav Wecker, ein Handlungsreisender in Sachen Zeit. Er wittert im Dorf gute Geschäfte, da hier nämlich "niemand Zeit hat". Er verfolgt, wie sich bald herausstellt, ganz eigene Ziele. Begleitet von zahlreichen, teilweise sehr überraschenden Wendungen, treibt die Handlung auf ihren Höhepunkt zu, und erst ganz zum Schluss stellt sich heraus, wer letztendlich der wirkliche „Zeitb‘scheißer“ ist.

Das lustige Stück kam beim Publikum sehr gut an, über zwei Stunden lang (einschließlich zweier Pausen, in denen für das leibliche Wohl gesorgt wurde) fesselte die Handlung. Die oft witzigen oder auch trockenen Pointen, Sprüche und Episoden riefen viele Lacher hervor und sorgten häufig auch für Szenenapplaus. Vor dem Stück und in den Pausen sorgten Michael Heinrich mit seinem Akkordeon für die musikalische Begleitung.

Weitere Aufführungen finden, jeweils um 20 Uhr im Pfarrsaal, statt am 15.,16., 22. und 23. März. Der Eintritt beträgt sechs Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder bis einschließlich 14 Jahren. Während die Aufführung am kommenden Samstag bereits ausverkauft ist, gibt es für die übrigen Termine noch Karten. Diese sind im Vorverkauf in „Angelikas Laden“ erhältlich. Eine telefonische Reservierung ist täglich ab 18 Uhr unter 0151/25774658 möglich.

Mitwirkende:

Günter Ruhland (Paul Poschenrieder, Metzger und Wirt); Inge Ruider (Berta Poschenrieder, Wirtin); Franz Süß (Pfarrer Unruh); Julia Grund (Maria Dorfleitner, Kramerin), Magdalena Fröhlich (Blumenliesl); Hans Maderer (Severin Scheitel, Friseur); Sabine Zimmermann (Kreszenz, Köchin von Graf Treuleben); Martin Ruider (Bleschl Anton, Postbeamter); Martin Brandstätter (Karl-Gustav Wecker, Gast); Matthias Süß (Franzl) Hannah Maderer (Kathi); Tamara Schindler (Resl); Monika Ruider (Maske); Reinhard Ruider, Christopher Heinrich (Technik). (mad)

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