18.09.2019 - 14:45 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Hügel schmeißt in Schwarzhofen hin

Sich tagtäglich neben der Arbeit noch für einen Verein zu engagieren, ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Schwarzhofens Vereinschef Rüdiger Hügel zieht jetzt wegen zunehmender Kritik Konsequenzen.

Rüdiger Hügel.
von Josef Maier Kontakt Profil

Da hat sich einiges angestaut: "Ich trete zur Wahl nicht mehr an", sagt Rüdiger Hügel. Am 2. November sind Neuwahlen beim SV Schwarzhofen, Hügel wird dann nicht mehr auf der Vorschlagsliste stehen. Zuletzt ist bei dem 44-Jährigen, der seit sechs Jahren die Geschicke des SVS leitet, der Entschluss gereift, nicht mehr anzutreten. "Der Frust über die ständige Kritik und das Desinteresse am Ehrenamt", seien ein entscheidender Grund für seine Entscheidung, sagt Hügel. Die Kritik bezieht er nicht auf die derzeitige Vorstandschaft. "Eine tolle Truppe", lobt er seine Mitstreiter. Aber aus dem Umfeld des Vereins hagele es immer wieder Kritik, diese Leute würden sich aber nicht in die Pflicht nehmen lassen. "Oft fühlen wir uns da im Vorstand auch alleine gelassen."

Über die Jahre hinweg habe sich eine gewisse Lethargie im Verein breitgemacht, sagt er zudem . "Die Bezirksliga ist hier anscheinend nichts Außergewöhnliches mehr." Dort zu spielen, werde anscheinend erwartet. Was für Anstrengungen aber dahinter stünden, werde von einigen nicht gesehen. Der Jugendkurs, der viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hevorbringe, stehe plötzlich auch in der Kritik.

Hügel ist seit 2005 im Verein ehrenamtlich tätig. Zweieinhalb Jahre zuvor war er als Spieler vom TSV Nittenau zum SV Schwarzhofen gekommen. In der Gemeinde wohnt er auch mit seiner Frau, einer Schwarzhofenerin, und den zwei Söhnen. D-Jugendtrainer beim SV will er weiterhin bleiben. "Mit Blick auf die letzten Jahre lobt er nochmals vor allem die "Frauenpower" im Team, viele Positionen würden von den Frauen gut ausgefüllt, "aber die Herren der Schöpfung beteiligen sich Nullkommanull".

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