19.02.2020 - 15:20 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Imker haben das neue Honigjahr im Blick

Es spricht für den Imkerverein Schwarzhofen und Umgebung, dass er immer wieder neue Mitglieder gewinnen kann. Mit einem Aufnahmeantrag, den der Vorsitzende bei der Hauptversammlung präsentiert, umfasst die Gruppe wieder 100 Personen.

Der Imkerverein Schwarzhofen bietet Schulungen für alle Interessierten im Bienengarten an. Dabei wird das Handwerkszeug für die Arbeit mit den Bienenvölkern vermittelt.
von Helga ProbstProfil

Dass diese Hürde der Mitgliederzahl erneut genommen werden konnte, freute Vorsitzenden Herbert Vogl bei der Jahresversammlung im Gasthaus Lacher in Bach. Die Vereinsangehörigen haben sich zum Wohle der Bienen zusammengeschlossen und pflegen einen regen Erfahrungsaustausch.

Ohne Gegenstimmen wurde die neue Datenschutzverordnung in die Satzung des Vereines aufgenommen, die gewährleistet, dass keine Angaben an Dritte weitergegeben werden. Eine weitere Änderung sei, dass bei Todesfällen von Mitgliedern zwei Messen bezahlt werden, anstelle Blumen am Grab niederzulegen. Das sei auch zuletzt schon praktiziert worden.

Ein Dankeschön richtete Herbert Vogl an Heiner Bauer, der seit 50 Jahren dem Imkerverein angehört. „Das ist eine Seltenheit“, lobte er. Es freute ihn besonders, dass ohne groß Werbung zu machen, immer wieder neue Mitglieder aufgenommen werden können. Alle vier Jahre seien Neuwahlen vorgeschrieben, und seit einem Jahr arbeite jetzt die neue Vorstandschaft gut zusammen. „Die jungen Mitglieder in dem Gremium haben sich bewährt“, betonte der Vorsitzende.

Mit fünf Schulungen im Bienengarten bei Schwarzeneck sei das Bienenjahr 2019 bewältigt worden, und das Ferienprogramm mit Andrea Hergenröther sei wieder ein großer Erfolg gewesen. Den Imkern wurde vergangenes Jahr auch ein Referat über Honigvermarktung von Wolfgang Gleißner und über die Desinfektion von Rähmchen und Beuten angeboten. Mit einer Weihnachtsfeier im Gasthaus Lacher endete das Vereinsjahr.

Die Termine für 2020 halten die Mitglieder schon wieder in Händen. Die Bienenzüchter sind gespannt, was das Honigjahr bringen wird. Am 22. März um 15 Uhr dreht sich im Vereinslokal alles um das Thema „Melezitosehonig“. Der Referent wird Fachwart Michael Völkl sein. „Das wird ein interessanter Vortrag, der viele Imker betrifft“, lud Vogl dazu ein. Bei diesem Treffen werden auch die Bestellungen für Futter- und Bekämpfungsmittel aufgenommen, informierte die Vorstandschaft. Der Verein übernimmt wieder die Kosten für die Winterbehandlung und veranstaltet eine Tombola. Dabei können die Mitglieder Bienenzubehör gewinnen. Über den Termin der Verlosung werden sie informiert.

Dritter Vorsitzender Josef Weinfurtner bat darum, alle vorhandenen Bienenvölker zu melden, damit die EU-Fördermittel dafür abgerufen werden können. Herbert Vogl zeigte in seinem Vortgrag, wie in den Beuten ein wohliges Mikroklima entstehen kann. Mit einem "Schied" aus Naturmaterialien, der den Brutraum einengt, könne der Imker erreichen, dass es die Bienen trocken haben. Neue Beuten seien Baumhöhlen nachempfunden, die noch immer die natürlichsten Behausungen für die fleißigen Honigsammler sind.

Termine der Imker:

22. März: Vortrag „Melezitosehonig“; 25. April: Frühjahrsarbeiten im Bienengarten; 1. August: Kinderferienprogramm (pko)

Vorsitzender Herbert Vogl referierte über die Verbesserung des Mikroklimas in Bienenstöcken
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