29.04.2019 - 17:23 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Keine Gegenstimme für das "Gemeinschaftswerk"

Ein Volumen von knapp 3,8 Millionen Euro umfasst der Haushaltsplan für den Markt Schwarzhofen. Geplante Vorhaben können aus eigener Tasche bezahlt werden. Und die Schulen gehen weiter zurück.

von Helga ProbstProfil

Einen großer Teil der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates nahmen die Finanzen der Gemeinde ein. Mit dem Investitionsprogramm und der Finanzplanung für die Jahre 2018 bis 2022 wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. „Der Haushaltsplan 2019 ist ein Gemeinschaftswerk“, betonte Bürgermeister Maximilian Beer. Er lobte die konstruktive Vorbesprechung, die keinen Bedarf für Diskussionen in der Sitzung übrig ließ. „Ein Glück, dass wir die Martina haben“, sagte Beer mit einem großen Lob für das von Kämmerin Martina Held hervorragend aufgestellte Zahlenwerk.

Zunächst rückte der Jahresabschluss 2017 für die gemeindlichen Photovoltaikanlagen in den Fokus. Dieser schloss mit der Bilanzsumme von 220 212 Euro und einem Jahresgewinn von 7555 Euro. Dann folgte die Bekanntgabe des Rechnungsergebnisses 2018, das im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 2,87 Millionen Euro abgeschlossen wurde. Das Volumen lag um rund 218 418 Euro über den Ansätzen. Es ergab sich eine höhere Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt in Höhe von 501 523 Euro durch Mehreinnahmen bei der Einkommens- und der Gewerbesteuer. Die Rücklagen waren zum Jahresende 2018 mit 29 449 Euro höher als die gesetzlich vorgeschriebene Mindestrücklage. Der Schuldenstand bewegte sich bei 2,1 Millionen Euro, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1476,19 Euro bedeutet.

Die größeren Posten im Investitionsprogramm für 2019 waren 83 500 Euro für das Baugebiet „Hennensteig II“ und 49 000 Euro für die Flurbereinigung Denglarn. 235 000 Euro fallen 2019 noch für den Ausbau der Ortsdurchfahrt mit Staatsstraße an. Hierfür werden vom Land und dem staatlichen Bauamt aber Zuweisungen in Höhe von 270 000 Euro erwartet. Für die Sanierung der Grundschule wurden heuer 30 000 Euro für Baunebenkosten eingestellt. Die Sanierung ist für 2020 geplant, und der Anbau des Kindergartens ist auf 2021 verschoben worden.

Der Haushaltsplan für 2019 hat ein Gesamtvolumen von rund 3,8 Millionen Euro. Davon entfallen 2,75 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 1,05 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Es ist eine Zuführung von 93 050 Euro eingeplant, so dass sich Ende des Jahres der Rücklagenstand auf rund 122 499 Euro erhöhen wird. Zur Finanzierung des Vermögenshaushalts ist keine Kreditaufnahme erforderlich. Unter Berücksichtigung der vorgesehenen Tilgungen in Höhe von insgesamt 137 800 Euro ergibt sich zum Jahresende ein Schuldenstand von 1,97 Millionen. Die Pflichtzuführung zum Vermögenshaushalt wird mit 263 300 Euro erreicht. Der Haushaltsplan für 2019 wurde durch das Gremium schließlich einstimmig beschlossen.

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