22.02.2019 - 12:11 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Millionenprojekt "Bodenäcker"

Im Krimlinger Weg, der Bodenäckerstraße und der dazu gehörenden Stichstraße rücken heuer die Baumaschinen an. Erneuert werden Wasserleitung, Kanal und Fahrbahn. Auch einen Erdgasanschluss wird es künftig geben.

Hier zwischen Hütberg und Weinberg soll (im Bild links vom Weg) ein Baugebiet "Am Kalvarienberg" mit fünf Parzellen ausgewiesen werden.

Doris Nerl-Pfeil vom beauftragten Planungsbüro "Preihsl &Schwan - Beraten und Planen" aus Burglengenfeld stellte in der jüngsten Marktratssitzung (wir berichteten) den umfangreichen Maßnahmenkatalog vor. Die Erneuerung der Wasserleitung ist Angelegenheit des Wasserzweckverbands Nord-Ost-Gruppe, während Kanalisation und Straße in den Aufgabenbereich des Marktes fallen.

Erhebliche Schäden

Bürgermeister Maximilian Beer informierte, dass das vorhandene Kanalsystem umfangreiche Schäden aufweist. Der alte Kanal wird zurückgebaut und ein neuer Mischwasserkanal errichtet; die Hausanschlüsse werden entsprechend an die neuen Leitungen angebunden. Die Verlegung erfolgt laut Ingenieurbüro in etwa auf gleichem Niveau (maximal zehn Zentimeter tiefer). Die Erdgeschosse können somit problemlos entwässern, nur für wenige Keller wird wie bisher ein Hebewerk erforderlich sein. Der Untergrund sei sehr felsig und ein Mehraufwand zur Tieferlegung finanziell nicht vertretbar, so der Bürgermeister.

Nach Aussage von Doris Nerl-Pfeil wird ein Fahrstreifen von 4,50 Metern (in der Stichstraße von 3,50 Metern) asphaltiert, der einen Frostschutzunterbau von 60 Zentimetern erhält. Statt des Gehwegs gibt es künftig einen gepflasterten Mehrzweckstreifen mit nur drei Zentimeter Höhenversatz. Vorgesehen ist auch die Verlegung einer Erdgasleitung. Für den reinen Straßenbau sind 515 000 Euro veranschlagt. Darin enthalten ist ein Ansatz für die Entsorgung von eventuell belastetem Erdaushub. Zudem 15 000 Euro für provisorische Parkplätze während der Bauphase und 25 000 Euro für das Herrichten eines Notweges.

Ursprünglich vorgesehen waren 20 Stellplätze. Nach längerer Diskussion einigte sich der Marktrat darauf, aus Kostengründen zunächst nur zehn Parkflächen anzulegen und beim Notweg nur den unbedingt erforderlichen Ausbau zu tätigen. Für die Erneuerung der Kanalisation sind 500 000 Euro veranschlagt. Bei einer Gegenstimme entschied der Marktrat, das Büro Preihsl & Schwan mit der Planung zu beauftragen und die Maßnahme auszuschreiben. Die Submission ist für den 27. März vorgesehen und die Vergabe der Bauarbeiten in der Haushaltssitzung am 15. April. Für den 23. April ist schließlich eine Informationsversammlung für die betroffenen Grundstückseigentümer terminiert. Das Vorhaben soll heuer noch abgeschlossen werden. Der Markt will weiterhin ausreichend Bauland bereithalten. Im Hennensteig stehen zwar noch Bauplätze zur Verfügung, aber bis die Baureife für neue Gebiete gegeben ist, braucht es einigen Vorlauf.

Fünf Bauparzellen

Bürgermeister Maximilian plädierte dafür, bereits jetzt tätig zu werden und vor allem auch dafür, markteigene Grundstücke zu nutzen. Er schlug vor, ein Bebauungsplanverfahren für das gemeindliche Areal am Kalvarienberg zwischen Hütberg und Weinberg (entlang des angelegten Notweges) auf den Weg zu bringen. Julia Forster vom Büro Preishl & Schwan stellte den Vorentwurf vor, der fünf Bauparzellen mit Flächen zwischen 700 und 900 Quadratmetern vorsieht. Die Ver- und Entsorgung würde über den Hütberg laufen und zum Weinberg hin wäre ein Wendehammer vorgesehen. Denkbar sind Einzelhäuser und Doppelhaushälften mit bis zu drei Vollgeschossen. Der Marktrat billigte die Planung und beschloss, das Bebauungsplanverfahren "Am Kalvarienberg" und parallel die Änderung des Flächennutzungsplans einzuleiten.

Der Vollausbau samt Erneuerung der Kanalisation und der Wasserleitung im Bereich Krimlinger Weg und Bodenäckerstraße wird derzeit ausgeschrieben. Für den 15. April ist die Vergabe der Maßnahmen geplant, die dann auch zeitnah beginnen sollen.
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