11.09.2018 - 12:44 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Pumpe kommt aufs Altenteil

"Nicht mehr einsatzfähig" so lautet das Urteil über die Tragkraftspritze der Feuerwehr Uckersdorf. Einstimmig haben die Markträte einen Neukauf beschlossen. Keine Notwendigkeit wird für einen Vollausbau der Oberviechtacher Straße gesehen.

von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Seit dem Jahr 1968 ist die Tragkraftspritze der Feuerwehr Uckersdorf in Betrieb und ist damit die älteste Spritze im Gemeindebereich. Doch nun macht das 50 Jahre alte Gerät schlapp: Die Aktiven hatten Bürgermeister Maximilian Beer Anfang September über "massive Probleme" mit der bisherigen Pumpe informiert. Wie der stellvertretende Kommandant Johann Ippisch in der Sitzung des Marktgemeinderats am Montag ausführte, dauere es mehrere Minuten bis das Gerät überhaupt anspringe. Der zuständige Kundendienst habe die Spritze bereits als "nicht mehr reparabel" eingeordnet.

Für das Gremium stand außer Frage, dass Geld für eine Ersatzbeschaffung locker gemacht wird, dafür wird mit Kosten von rund 14 000 Euro gerechnet. Als Förderung stehen 4700 Euro durch den Freistaat Bayern in Aussicht. Der Zuschussantrag war bereits im Vorfeld der Sitzung vorbereitet worden, nach dem positiven Beschluss wollte ihn Bürgermeister Beer gleich am Tag nach der Sitzung unterschreiben und absenden.

Das Bayernwerk plant vier Anwesen in der Oberviechtacher Straße an die Erdgasversorgung anzuschließen. Eine damit verbundene Option, den gesamten Straßenzug auf einer Länge von 310 Metern auszubauen und den Kanal zu erneuern, lehnte das Gremium ab. Andere Straße im Gemeindebereich seien deutlich maroder, argumentierten die Räte. Angesichts von berechneten Gesamtkosten von 397 000 Euro sei ein Vollausbau "finanziell nicht darstellbar".

Unter "Informationen" berichtete Bürgermeister Beer über den Einbau einer "halböffentlichen" Toilettenanlage im Leichenhaus am Friedhof. Diese soll zu Beerdigungen und Allerheiligen zugänglich sein. Im Baugebiet "Hennensteig II" beginnen Ende September die Grabarbeiten für die Erschließung, der erste Bauplatz sei hier bereits verkauft und der erste Bauantrag konnte im Freistellungsverfahren behandelt werden, da sämtliche Festsetzungen im Bebauungsplan eingehalten wurden.

Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt liege die beauftragte Firma Seebauer "extrem gut in der Zeit". Beer erwähnte das gute Miteinander zwischen Anliegern und Bauarbeitern, was auch Ratsmitglied Helmut Seebauer, Senior-Chef des Bauunternehmens, bestätigte: "Es vergeht fast kein Tag, an dem Anwohner nicht Kaffee und Kuchen auf die Baustelle bringen." Laut Beer wird die Feinschicht der Fahrbahn Mitte Oktober aufgetragen, Seebauer stellte den Abschluss der Arbeiten "bis Allerheiligen" in Aussicht.

Nachdem auf dem bereits ausgebauten Abschnitt der Ortsdurchfahrt die Unsitte einreißt, auf den Gehwegen zu parken, hat die Marktgemeinde die Überwachung des ruhenden Verkehrs durch den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit beschlossen. Aus nichtöffentlicher Sitzung informierte der Bürgermeister noch über den gemeinsamen Kauf einer Maschine zur Leerung der Sinkkästen durch die VG-Mitgliedsgemeinden sowie über den Beschluss zur Asphaltierung der Straße "Am Wiesengrund".

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