12.12.2019 - 18:16 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Bei Schulsanierung in den Startlöchern

„Sobald die Baugenehmigung vorliegt, legen wir mit den Ausschreibungen los“, schließt Bürgermeister Beer den Haupttagesordnungspunkt ab. Die Markträte geben bei der Schulhausmodernisierung einstimmig ihr Plazet zur Werkplanung.

Das Schulhaus soll zukunftsfähig gemacht und an die neuen Bestimmungen angepasst werden.
von Udo WeißProfil

Die Werkplanung und das weitere Vorgehen bei der Sanierung des Schulgebäudes bildeten den Schwerpunkt der letzten Marktgemeinderatssitzung dieses Jahres im Rathaus. "Es ist eine der prägenden Maßnahmen mit hohem Investitionsbedarf, die bis 2021 finanztechnisch abgewickelt sein muss", merkte Bürgermeister Maximilian Beer an. Es gelte, die Schule zukunftsfähig zu machen und an die vorgegebenen Bestimmungen anzupassen. Peu à peu wolle man die Immobilien, die der Marktgemeinde gehören, energetisch auf den neuesten Stand bringen.

Die Einzelmaßnahmen

Michael Steidl stellte dem Gremium die Planung seines Ingenieurbüros vor und erläuterte Details. Die neuen Fenster sind aus Kunststoff, größere Elemente werden aus Metall angefertigt. Die neueren Holzfenster in Teilen des Gebäudekomplexes werden, falls nötig, leicht ausgebessert und bleiben erhalten. Mit zwölf Zentimetern Dämmstärke wird der Vollwärmeschutz hergestellt, im Anbau ist die vorhandene Dämmung ausreichend. Die Turnhallenfenster werden vergittert, so dass es zu keinen Unfällen kommen kann. Da die vorhandenen Lichtkuppeln nicht durchsturzsicher sind, kommen netzartige Gitter drauf. Bei den vorgestellten Grundrissen wurden die Brandschutzmaßnahmen berücksichtigt. Hinter den Fliesen der Toiletten, die in einem Stockwerk neu angelegt werden, wird die Installation erneuert. Vorgesehen sind auch Räume zur Mittagsbetreuung und für Hausaufgaben. Fehlende Dämmung im Dachgeschoss wird eingebracht, die bereits vorhandene Dämmschicht wird auf ihre Funktion überprüft. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, wird ausgeschrieben.

"Brauchen Rechtssicherheit"

Der Tagesordnungspunkt "Erwerb der Hofstelle Anton Deinfelder", der in der nichtöffentlichen Sitzung behandelt werden sollte, wurde in die öffentliche vorgezogen. Bürgermeister Beer begründete dies damit, dass der Inhalt schon öffentlich behandelt wurde. Mit Anton Deinfelder wurde bereits eine schriftliche Vereinbarung bezüglich des Erwerbs der Hofstelle abgeschlossen, allerdings liegt kein notarieller Vorvertrag vor. Es gibt dazu keine Förderung, das Angebot ist fair. "Wir brauchen Rechtssicherheit", so Bürgermeister Beer. Deshalb wurde ein Beschluss abgesegnet, in dem der Markt Schwarzhofen das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz auffordert, bis Ende Januar 2020 eine rechtsverbindliche Erklärung des Anton Deindorfer zur Abgabe einer Teilfläche seines Grundstücks in der Gemarkung Haag zu den bereits im schriftlichen Vertrag vom 17. Dezember 2018 genannten Konditionen vorzulegen. Nach Ablauf der Frist wird der Markt nicht mehr die Teilfläche nebst Gebäudeteilen erwerben.

An Informationen gab der Bürgermeister bekannt, dass die zweite Phase des Breitbandausbaus mit Erhalt der letzten Förderrate abgewickelt sei. Bezüglich der Sanierung der Abwasserkanäle in der Bodenäcker Straße und im Krimlinger Weg fällt man in die Förderung hinein. Jeder Meter Abwasserkanal wird mit 540 Euro bezuschusst.

Architekt Michael Steidl (dritter von links) stellte in der letzten Marktgemeinderatssitzung des Jahres den Räten die Planungen für den Schulhausumbau vor und stand für Fragen zur Verfügung.
Info:

Gebühren neu kalkuliert

Da die Kalkulation der Benutzungsgebühren für die Abwasseranlage Demeldorf am 31. Dezember 2019 ausläuft, und das Abwasser eine kostendeckende Einrichtung sein muss, müssen die Gebühren für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2023 neu kalkuliert werden.

Die ablaufende Kalkulation schließt mit einem Fehlbetrag von 2 647 Euro, allerdings wurde in dieser Periode die Überdeckung aus den Jahren 2012 bis 2015 in Höhe von 8945 Euro gebührenmindernd berücksichtigt. Der durchschnittliche jährliche Aufwand liegt bei knapp 14 000 Euro, davon fielen in diesem Jahr 5000 Euro auf die Klärschlammentsorgung. Die kalkulierte Gebühr für den Zeitraum 2020 bis 2023 beträgt bei jährlicher Einleitungsmenge von 3000 Kubikmetern Abwasser 4,30 Euro pro Kubikmeter. Die geänderte Beitrags- und Gebührensatzung wurde einstimmig beschlossen.

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