Schwarzhofen
10.12.2025 - 14:27 Uhr
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Schwarzhofen verabschiedet Haushalt: Schul-Sanierung als größtes Projekt

Der Marktrat in Schwarzhofen verabschiedet einen Rekordhaushalt und setzt auf Investitionen. Große Summen fließen in die Sanierung der Schule, den Neubau einer Bauhofhalle und eine verbesserte Kläranlage – trotz steigender Schuldenlast.

Obwohl es bei der Sitzung des Marktrates Schwarzhofen um riesige Summen im Haushalt ging, konnte dieser in Rekordzeit verabschiedet werden, da er vorher intensiv beraten worden war. Der Marktgemeinderat beschloss das beiliegende Investitionsprogramm 2025 bis 2029, das die Grundlage für die Finanzplanung bildet. Finanzplanung und Investitionsprogramm sind Bestandteil des Beschlusses.

Dann ging es um die Haushaltssatzung für 2026. Der Haushaltsplan schließt im Verwaltungshaushalt mit 3.873.300 Euro und im Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1.855.000 Euro. Die Kreditaufnahmen betragen 200.000 Euro. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt wird auf 500.000 Euro festgelegt. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan liegt bei 500.000 Euro. Die Haushaltssatzung tritt am 1. Januar in Kraft.

Schulsanierung größter Posten

Bürgermeister Maximilian Beer erklärte, dass die Hauptkosten für die Sanierung der Schule anfallen. „Die Maßnahme Schule ist die größte in der Geschichte Schwarzhofens“, stellte Beer heraus. Er konnte aber auch erfreuliche Nachrichten vermelden. Der Markt erhält 280.000 Euro Stabilisierungshilfe und daher auch prozentual höhere Zuschüsse. „Das gibt uns etwas Luft“, sagte der Rathauschef.

Die wichtigsten Einnahmen im Ansatz sind die Grundsteuer A und B mit 167.000 Euro, die Gewerbesteuer mit 700.000 Euro, der Einkommensteueranteil mit 1.020.000 Euro, die Schlüsselzuweisung mit 470.000 Euro, die Benutzungsgebühren mit 297.000 Euro, Verkäufe mit 24.100 Euro, Zuweisungen mit 449.200 Euro, die Konzessionsabgabe mit 26.000 Euro und Erstattungen 82.850 Euro.

Pro-Kopf-Verschuldung 1687 Euro

Bei den Ausgaben sind folgende Beträge angesetzt: Personalausgaben 913.050 Euro, Betriebsaufwand 758.700 Euro, Zuweisungen 139.300 Euro, Zinsausgaben 63.050 Euro, Kreisumlage 890.800 Euro, VG-Umlage 425.000 Euro, Gewerbesteuerumlage 70.000 Euro, Zuführung zum Vermögenshaushalt 155.300 Euro. Der Schuldenstand beträgt rund 2.310.477 Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1.687 Euro. Im Vermögenshaushalt findet sich die Sanierung der Grundschule mit Sporthalle (Dach) mit 926.000 Euro, der Neubau einer Bauhofhalle mit 2.100.000 Euro und die Nachrüstung der Kläranlage in Zangenstein mit 100.000 Euro.

Beer gab die Beschlüsse aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Demnach wird keine Zelthalle für den Bauhof aufgestellt. Man hat jetzt ein Zeitfenster bis Juni 2026 und will eine feste Halle erstellen. Die anderen Beschlüsse betrafen die Generalsanierung der Dr.-von-Ringseis-Grundschule. „Der Marktrat ist einstimmig dafür, die Schule zu erhalten, sie ist Zukunft. Dafür müssen wir tief in die Tasche greifen“, führte Beer aus. Der Auftrag für die Abbruch- und Rückbaumaßnahmen geht an die Firma Abbruch- und Tiefbaumaßnahmen T. Bauer in Oberviechtach für 103.009 Euro. Die Baumeisterarbeiten übernimmt die Firma Hampel GmbH in Pösing, Auftragswert 586.836 Euro. Die Zimmerer-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten wird die Firma Kraus GmbH in Teunz zum Preis von 150.910 Euro übernehmen.

Nach der Sitzung schloss sich im Pfarrsaal die Weihnachtsfeier für alle Bediensteten des Marktes, den Marktrat, das Schulpersonal und verdiente Ehrenamtliche an. Beer blickte dabei auf ein besonderes Jahr zurück, in dem das Heimatfest im Mittelpunkt gestanden hatte. Er erwähnte auch die beiden Festleiter Christian Voith für die Feuerwehr Schwarzhofen und Andreas Immervoll für den SV Schwarzhofen sowie den Patenverein Feuerwehr Haag.

"Ein wunderschönes Fest"

Beer erinnerte an die vielen tollen Programmpunkte und dankte allen Aktiven, auch aus anderen Vereinen. „Es war ein wunderschönes Fest“, fasste er zusammen. Dann sprach er seinen Dank auch an alle anderen Aktiven und Bediensteten aus, sei es in der Schule, im Kindergarten, im Bauhof, im Marktrat, in der Verwaltung oder wo auch immer. Er rief auch wieder wie üblich zum Singen alter bekannter Weihnachtslieder auf und trug ein „seltsames Rezept“ vor.

Dann wurde er wieder amtlich und würdigte zusammen mit seinen Stellvertretern Franz Stockerl und Andreas Immervoll Bedienstete für zehn Jahre im Dienst des Marktes, vor allem im Kindergarten. Er überreichte eine Urkunde und ein Geschenk an Katrin Schymala-Propst, Maria Rabe, Michaele Kiefmann und Rita Grund. Franz Stockerl erinnerte schließlich in einem Rückblick an alles, was in den vergangenen 30 Jahren geschafft wurde und dankte dafür Max Beer als dem „Hauptakteur“.

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