07.08.2018 - 09:41 Uhr
Oberpfalz

Seelenkater und Mondkätzchen - Bilder und Geschichten zum Weltkatzentag

Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal - sagen zumindest Hundeliebhaber. Katzenfans sehen das naturgemäß anders. Es scheint also, als ob man sich entscheiden müsste, ob man regieren oder dienen möchte.

Katzenkinder im Tierheim Amberg,
von Alexander Unger Kontakt Profil

Der 8. August steht im Zeichen der Katze. Es ist internationaler Katzentag. Der "International Fund for Animal Welfare" hat diesen Tag ins Leben gerufen. Die Katze ist schließlich Deutschlands Haustier Nummer Eins. Viele unserer Leser präsentieren zum internationalen Katzentag die Fotos ihrer Katzen. Hier sind ihre Geschichten.

Die schönsten Katzenbilder unserer Leser

Familienmitglied geworden

Franziska Babl aus Pfreimd schreibt: "Martina war schon immer sehr spielerisch. Früher haben wir auf einem Bauernhof gewohnt. Sie hat sich im Alter von 5 Wochen in einem Heuballennetz verfangen. Am Abend bevor wir ins Bett gehen wollten, habe ich gespürt, dass etwas nicht stimmt, ich bin mit meiner Oma in den Stall und da haben wir sie gefunden."

Die Katze heißt Martina. Sie hat ein M auf ihrer Stirn.

Die Katze hatte sich im Netz verfangen und ganz jämmerlich geweint. Franziska Babl: "Wir haben sie befreit. Sie hat es gerade noch überlebt. Seit diesem Tag darf sie mit in die Wohnung und in unserem Bett schlafen. Sie ist ein Familienmitglied geworden. Wir sind jeden Tag dankbar und glücklich sie zu haben. Am 1.08.18 haben wir ihren 11. Geburtstag gefeiert. Martina heißt sie, wegen dem M auf ihrer Stirn."

Erinnerung an Maxi

Maxi hat ihren Platz an der Sonne immer genossen.

Die - nach eigener Einschätzung - Katzenbediensteten Angelika, Johannes, Willi und Nadine berichten über Maxi. Sie wurde 16 Jahre alt. "Leider mussten wir sie vor drei Wochen an den Himmel abgeben." Dieses Bild entstand eine Woche zuvor, da lag sie in Ihrem Körbchen und stand auf und ging vor zu dem Plätzchen mit Sonne und hat so schön in der Sonne "gebadet". Sie blieb dort lange sitzen und man sah ihr an, dass es ihr richtig gut ging und sie dies genossen hat. "Wir vermissen sie wirklich sehr und wir sind froh das wir noch so schöne Fotos wie dieses eines ist von ihr bekommen haben." Maxi wurde in Flossenbürg geboren, wohnte zwischendurch in Windischeschenbach und kam dann wieder zurück nach Flossenbürg und dort im Garten befindet sich ebenfalls ihre Ruhestätte.

Luna folgt auf Schritt und Tritt

Katzentag

Petra Sieder aus Krummenaab hatte schon eine Katze: Nelly, grau getigert. Doch heuer im Frühjahr lag sie plötzlich tot im Garten. Mit nur fünfeinhalb Jahren. So musste wieder eine Katze her. Ein Facebook-Aufruf sollte helfen. "Suche Babykatze, weiblich, Farbe eigentlich egal." Nach einigen Tagen meldete sich eine Frau aus Trebsau. Ihr sei wohl eine junge Katze zugelaufen. Sie nahm sie auf, fütterte sie, wusste aber dass sie diese nicht behalten kann, weil sie schon einen Hund und eine Katze hat. Die kleine Katze wollte sie ins Tierheim bringen. Petra Sieder überlegte nicht lange. Zwei Tage später stand sie vor der Haustür der Trebsauerin. "Ich war sofort in die kleine Maus verliebt", beschreibt Petra Sieder den ersten Kontakt. Da die vorherige Katze an dem Supervollmond gestorben ist, bekam das neue Kätzchen den Namen Luna. Petra Sieder: "Sie folgt mir auf Schritt und Tritt wie ein Hund. Mittlerweile hab ich sie schon ein halbes Jahr und gebe sie nimma her."

"Maumau hat unser Leben bereichert"

Mieter hatten Maumau zurückgelassen. Bei Jutta Kamm fand er ein neues Zuhause.

Mieter ließen Kater Maumau kommentarlos zurück. Er musste offenbar viele Jahre draußen leben, obwohl die Vormieter ebenfalls eine Katze hatten, mit der er sich sehr gut verstand. Jutta Kamm: "Zu dem Zeitpunkt hatte ich selbst einen alten schwerkranken Kater und wir schufen unserem Maumau ein warmes Winterquartier und vor allem Schutz vor Regen." Kater Fips starb zehn Monate später und Maumau zog in die Wohnung. Gerade noch rechtzeitig. Er wog nur noch drei Kilogramm und hatte eine Schilddrüsenüberfunktion. Maumau magerte nach einer Zahn-OP stark ab. Er bettelte um Futter, aber kaum stand das Futter vor ihm, wandte er sich ab. Jutta Kamm: "Auf Zureden der Tierärztin entschieden wir uns schweren Herzens ihn über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen, bevor er noch mehr leiden musste. Maumau hat unser Leben bereichert, war immer fröhlich, hat uns viel erzählt und viel gekuschelt."

Eigentlich wollte Jutta kamm danach keine Katze mehr. "Aber dann entschieden wir uns zwei 16-jährigen Katzen aus dem Tierheim eine Chance zu geben. Sie können Maumau nicht ersetzen, aber sie sollen noch ein schönes Leben bei uns haben. Wir hoffen noch viele schöne Jahre mit ihnen zu haben."

Kampf um den Platz im Bett

Mi Magnus vom Ammerbachtal (3 Jahre alt) und Viktor vom Ammerbachtal (2 Jahre alt) ist jeder Tag einzigartig.

Linda Schwendner aus Kümmersbruck und und ihre Familie besitzen zwei Stubentiger: Magnus vom Ammerbachtal (3 Jahre alt) und Viktor vom Ammerbachtal (2 Jahre alt). "Mit diesem zwei Rabauken ist wirklich jeder Tag einzigartig", berichtet die 16-Jährige. Jeden Abend geht sie zusammen mit den zwei Ragdolls ins Bett. "Sie breiten sich gerne im Bett aus, wodurch die Platzverteilung 80 zu 20 beträgt. Sicherlich jeder kann sich denken wer von uns dreien an der Wand klebt und versucht etwas mehr Platz für sich zu gewinnen...vergeblich." Oftmals stehen alle dann gemeinsam auf, außer der Hunger ist so groß, dass die Katzen bei einem anderen Familienmitglied vor der Türe sitzen und miauen bis endlich irgendjemand aufsteht und ihnen die sehnsüchtig erwartete erste von gefühlten 20 Mahlzeiten am Tag gibt. Sobald Linda die Küche betritt, in der sich die Leckerlis, sowie die 300 Packungen Nassfutter befinden hört man, wie zwei Raketen durch die Wohnung rasen, in der Küche Halt machen und dann schreien. Linda Schwendner: "Und da ich ziemlich oft die Küche betrete gibt es häufig mehr als nur eine Süßigkeit am Tag für die kuschligen Nervensägen, die man einfach lieb haben muss." In der Familie gibt es keine Privatsphäre mehr. Während man duschen geht warten die Katzen vor der Dusche, geschlossene Türen sind ein No-Go, selbst beim Abendessen sitzt Magnus rechts auf der Bank und Viktor links. "Wir möchten die beiden auf keinen Fall mehr missen und freuen uns auf viele weitere lustige Tage voller Katzenhaare."

Spiel mit der Fliegenklatsche

Katzentag

In Anlehnung an die verstorbene Missy sollte es für Thorsten Dagner aus Weiden wieder eine schwarz-weiße Katze sein. Im Weidener Tierheim hieß es gleich "Da hab ich wen für Sie." Sofort staubte Tamara um die Ecke, erkannte offenbar blitzschnell die Situation und versuchte die mitgebrachte Katzentransportbox zu entern. Sie wollte wohl unbedingt raus aus dem Tierheim und farblich passte sie ja bestens auf die Beschreibung. Thorsten Dagner: "Somit lebt sie seit Frühjahr 2016 bei meinen Eltern, denn andere Katzen wurde damals freilich wegen Tamaras Hartnäckigkeit gar nicht mehr begutachtet."

Tamaras Lieblingsplatz ist der Tisch im Wintergarten. Dort liegt sie Sommer wie Winter. Sie ist eine reine Wohnungskatze und betrachtet oft stundenlang von diesem Tisch aus das Geschehen jenseits der Fenster. Oder sie schläft dort in überragender Position. "Zur Zeit ist ihr liebstes Spielzeug die Fliegenklatsche. Damit beschäftigt sie sich ständig und ausführlich. Noch dazu, wenn einer von uns die Klatsche bewegt oder sie wegnehmen will. Dann geht's rund."

"Herz und eine Seele"

Die Tierschutzorganisation "Schutzengel für alle Felle" half, zwei Katzen zusammenzubringen.

Inge Schulz aus Poppenricht berichtet: "Unser weiß-grau getigerter Kater Teddy war nach dem Tod seines Bruders Tiger sehr unglücklich. Durch die Tierschutzorganisation "Schutzengel für alle Felle" konnten wir eine neue Freundin für ihn finden und die beiden sind nun ein Herz und eine Seele."

Zufall bringt Kuschelkater

Ein Zufall brachte Kater Obelix in seine Familie.

Marion und Thomas Waschka aus Fichtelberg berichten über ihren Britisch Kurzhaar Kater: "Obelix ist fünf Monate alt und ein wahnsinniger Kuschelkater - ein absoluter Seelenkater. Wir lieben ihn einfach wahnsinnig." Er gibt sehr viel Liebe, genießt das Kuscheln und sucht sehr viel Nähe. Er kann aber auch ganz anders - wenn er spielt, dann richtig. Da wird gehüpft und durch die Wohnung gefetzt, was das Zeug hält. Durch Zufall sind Marion und Thomas Waschka über eine Kleinanzeige zu Obelix gekommen."Und es war ein absoluter Glücksfall."

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.