Medienkompetenz ist Erziehungssache - Die Polizei findet klare Worte für den Umgang mit Medien. In einer Broschüre informiert sie über den Umgang damit und gibt Tipps. Es gehöre zu den grundlegenden Erziehungsaufgaben, Kinder und Jugendliche zu einer sachgerechten Mediennutzung zu befähigen.
In der Broschüre "Im Netz der Neuen Medien" heißt es: "So wie man Kinder nicht ohne Handlungsanweisungen am Straßenverkehr teilnehmen lässt, müssen sie auf die Möglichkeiten, Gefahren und Regeln der Medienwelt vorbereitet werden. " Doch nur, wer sich selbst auskennt, könne diese Medienkompetenz weitergeben.
Tipps für Eltern
- Interesse an den Handlungen: Sie sollten die Plattformen, auf denen sich Kinder und Jugendliche bewegen, kennen. Zeigen Sie Interesse an deren Aktivitäten, daran was sie dort tun und mit wem sie sich "unterhalten".
- Probleme besprechen: Kinder und Jugendliche nehmen Anfeindungen oft ernst oder persönlich. Sie sind besonders von anzüglichen oder pornografische Darstellungen überfordert. Nehmen sie die Erlebnisse der Kinder und Jugendlichen ernst. Sprechen Sie mit ihnen darüber.
- Bedenkenlos weitergegebene Daten können zu Werbezwecken oder von Fremden genutzt werden, um Kontakt zu den Kindern aufzunehmen.
- Generell gilt für Name, Telefon- und Mobilfunknummer, Adresse, Geburtsdatum, Bildern, Videos, oder Messenger-IDs: Weniger ist mehr.
Sicherheit geht vor, Eltern können ihren Kindern dabei helfen
- Regeln vereinbaren und Surfzeiten festlegen
- Geräte direkt sichern: Auch mobile Geräte bieten Möglichkeiten, den Internetzugriff einzuschränken.
- Technischen Jugendschutz anpassen: Eltern sollten die Einstellungen regelmäßig prüfen und anpassen.
Besonders bei Messengern spielt es eine große Rolle, sich mit den technischen Sicherheitseinstellungen vertraut zu machen und diese einzurichten. Daher gilt:
- Unerwünscht zugesandte Nachrichten unterdrücken
- Unaufgeforderten Kontakte und Anfragen von Unbekannten blockieren
- Dateitransfer, Cam- und Voice-Funktionen ausschalten und Anfragen von Unbekannten ablehnen
- Absender lästiger Nachrichten auf eine Ignore-Liste setzen
- Das Profil so anonym wie möglich halten: Name, Alter, Wohnort, Schule gehen niemanden etwas an
- Keine Bilder einstellen oder verschicken
Tipps für Kinder und Jugendliche
- Eltern, Lehrer, ältere Geschwister können bei den "ersten Schritten im Netz" weiterhelfen
- Misstrauisch sein: Am anderen Ende sitzt vielleicht ein Mensch mit schlechten Absichten
- Kinder sollten sich niemals mit Chatpartnern treffen, Jugendliche höchstens in Begleitung eines Erwachsenen und das Treffen sollte immer an einem „sicheren“ Ort (Eiscafe oder ähnlichem) stattfinden
Broschüre der Polizei-Beratung
Infos der Initiative "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht."
Tipps für ein sicheres Internet für Kinder
Sicherheitseinstellungen für Android-Smartphones und -Tablets















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