Siegritzer Schützen bereiten Weltmeisterin Kerstin Schmidt Neujahrsempfang

Siegritz bei Erbendorf
24.01.2023 - 15:16 Uhr

Bei den Weltmeisterschaften der Sommerbiathleten in Kairo hat Kerstin Schmidt abgeräumt: Sie hat sich zwei Medaillen geholt. Für die Siegritzer Schützen Grund genug, die Erfolge der Sportlerin zu würdigen.

Im Sommerbiathlon ist die Siegritzerin Kerstin Schmidt vom Schützenverein Edelweiß Siegritz das Maß aller Dinge: In der vergangenen Saison wurde sie nicht nur fünfmalige Deutsche Meisterin (Sprint und Massenstart jeweils mit Kleinkaliber/Luftgewehr, zudem im Target Sprint) und Weltcupsiegerin (unter anderem in der Schweiz) – auch bei der Weltmeisterschaft im Oktober in Kairo konnte sie Gold im Mixed Target Sprint und Silber im Einzel Target Sprint erringen.

Dies sollte nun von Seiten des Vereins und Unterstützern entsprechend gewürdigt werden. Nach mehreren Terminkollisionen nach der WM in Kairo einigte man sich schließlich auf einen Neujahrsempfang. Begleitet von Salutschüssen wurde die Athletin in schwarzer Limousine am Schützenheim in Siegritz vorgefahren und vom Vorstand, von Bürgermeister Johannes Reger sowie Freunden und Vereinsmitgliedern in Empfang genommen.

Ehrgeiz und Nervenstärke

In der anschließenden Laudatio im Schützenheim zeigte sich Vorsitzender Bernhard Wenning erfreut, dass so viele gekommen waren, um Kerstin Schmidts Leistungen wertzuschätzen. Laut Wenning braucht es für diese zahlreichen Erfolge der vergangenen Jahre – Kerstin Schmidt betreibt Sommerbiathlon seit 2004 – neben Zuverlässigkeit und Disziplin auch Ehrgeiz und Nervenstärke, um im richtigen Moment die Konzentration hochzuhalten. „Doch genau das ist bei der Kerstin voll und ganz da“, lobte Wenning.

Vor allem in ihrer Paradedisziplin, dem Target Sprint, sei dies besonders wichtig, da aufgrund der relativ kurzen Laufstrecke (3 mal 400 Meter inklusive 2 mal Schießen auf 5 Ziele) schon kleinere Fehler unverzeihlich seien. Etwas resigniert stellt der Vorsitzende aber weiterhin fest, dass Sommerbiathlon immer noch eine Randsportart sei, womit oft auch die Wertschätzung und die mediale Aufmerksamkeit nicht so groß wie bei anderen Sportarten seien.

Bodenständig und zurückhaltend

Neben Wenning meldeten sich auch Bürgermeister Reger, der mit einigen Stadträten vor Ort war, und Franz Brunner, Präsident des Oberpfälzer Schützenbunds, zu Wort. Sie lobten vor allem die Bodenständigkeit der zurückhaltenden Sportlerin. Zudem erinnerte der Bürgermeister an das Umfeld, den Verein und sonstige Unterstützer, die die ganzen Erfolge mit ermöglicht und gefördert haben.

Die Sportlerin selbst zeigt sich für die kommende Saison zuversichtlich. „Zunächst einmal will ich verletzungsfrei bleiben und mich für die WM qualifizieren, das ist klar.“ Die gelernte Bäckerin muss gerne auch mal einige Urlaubstage für ihre Wettkämpfe opfern. Ihr Chef stehe jedoch voll hinter ihr und unterstütze sie soweit wie möglich.

 
 

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