13.11.2019 - 13:32 Uhr
Silberhütte bei BärnauOberpfalz

Gemütlich aufwärmen in Glas und Holz

Über Jahrzehnte hinweg hatten Wintersportler und Wanderer Gelegenheit, sich im Schutzhaus auf der Silberhütte gastronomisch zu versorgen. Seit Längerem ist die Tür verschlossen.

Vorstandsmitglieder des Fördervereins für das Skilanglaufzentrum Silberhütte informierten Walter Winkler (Dritter von rechts) vor Ort über die Entwicklung der Anlage. Ohne die Unterstützung durch den Gast hätte sich vieles nicht realisieren lassen.
von Bernhard NeumannProfil

Vor allem die von auswärts anreisenden Gäste sind enttäuscht. Sie kommen aus Prag, Regensburg oder Nürnberg in das beliebte Sport- und Freizeitzentrum auf der Silberhütte.

Schon die zweite Saison steht die einst so beliebte Gastwirtschaft leer. Die Stadt Bärnau als neuer Eigentümer arbeitet mit Hochdruck an Lösungen. Zur Debatte steht ein Naturverständniszentrum mit Unterkünften und gastronomischer Versorgung.

Die Verantwortlichen des Fördervereins für das Skilanglaufzentrum Silberhütte wollen nicht, dass es die Besucher nun schon im zweiten Winter kalt erwischt. Und das ist wörtlich zu verstehen. Ab sofort gibt es in kleinerem Rahmen die Möglichkeit, sich nach dem Sport, bei einer Wanderung oder auch nur zwischendurch aufzuwärmen. Im Start- und Zielbereich entstand ein Anbau mit rund 50 Plätzen, in dem sich bei warmen Getränken sowie mit Kuchen und belegten Brötchen Energie tanken lässt.

Erneut griff als Hauptsponsor die Firma Witron dem Förderverein unter die Arme und ermöglichte den Bau. Vorsitzender Frank Kiener, der für den Sponsorenbereich zuständige Manfred Gleißner und weitere Vorstandsmitglieder präsentierten Firmeninhaber Walter Winkler am Samstag das "Witron-Stüberl", gebaut mit viel Holz und Glas.

Kiener würdigte ein außergewöhnliches Engagement: "Ohne die Unterstützung der Familie Winkler wäre seit vielen Jahren eine Weiterentwicklung des Sport- und Freizeitzentrums nicht möglich gewesen". Gleißner ergänzte das mit einem Hinweis.

Walter Winkler gehe es bei seinen Beweggründen vor allem darum, Kindern und Jugendlichen ideale Voraussetzungen für Spaß an der Bewegung und an sportlichen Zielen zu schaffen.

Wie gut das gelingt, führten imposante Zahlen vor Augen: Bis zu 3000 Schüler kommen jährlich im Schulsport zum Skilanglauf auf die Silberhütte. Schon jetzt sind für die neue Saison alle Terminmöglichkeiten belegt. Bemerkenswert ist der Anteil der tschechischen Besucher: Er liegt inzwischen bei 30 Prozent. Der von Kiener an Winkler überreichte Silberhütten-Krug war Zeichen der Wertschätzung für die großherzige finanzielle Unterstützung. Und darüber freute sich am Samstag auch Frau Holle: In Nebel und Regentropfen mischten sich urplötzlich auch Schneeflocken.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.