Obwohl es jetzt schon ein paar Tage nicht oder kaum mehr geschneit hat, herrschen im Skilanglaufzentrum (SLZ) auf der Silberhütte immer noch beste Verhältnisse, wie der Blick auf die fünf Webcams am 10. Februar zeigte. Die Loipen für klassischen Stil und Skater sind laut SLZ-Website in sehr gutem Zustand. Ausnahmen sind nur die 9-, 10- und 12-Kilometer Klassikstrecken, die mit Einschränkungen befahrbar sind oder Stellen haben, an denen wegen Verschmutzung oder Hindernissen von der Spur abgewichen werden muss. Beispiel ist die Loipe zur Goldbach-Hütte, die wegen starker Schneebrüche zuletzt nicht mehr gespurt werden konnte, informiert der im Förderkreis für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Manfred Gleißner in einer E-Mail an Oberpfalz-Medien. "Trotz aller Bemühungen war der Abschnitt auf tschechischer Seite kurzfristig nicht freizusägen."
Nichtsdestotrotz: Die Verantwortlichen des Förderkreises um Vorsitzenden Frank Kiener und technischen Leiter Stefan Schnurrer freuen sich über einen Winter, wie es ihn lange nicht mehr gab. "Einmal mehr entpuppte sich die Silberhütte als das Mekka für Skilangläufer. An den letzten Wochenenden nützten jeweils deutlich über 1000 Besucher das vorbildlich präparierte Streckennetz am Grenzkamm zwischen Bayern und Böhmen", schreibt Gleißner. Bereits jeweils in den frühen Vormittagsstunden hätten sich die Parkplätze gefüllt, das grenzüberschreitende Skilanglaufzentrum habe nicht nur Besucher aus der Region und darüber hinaus angezogen. "Ein gutes Drittel der Wintersportler kam, teilweise mit Kind und Kegel, aus Tschechien", weiß Gleißner. Neben dem Streckennetz von gut 40 Kilometern seien Nachtloipe, Skikurse und Laser-Biathlon weitere Attraktionen. Besucher schätzten außerdem die modernen Umkleide- und Aufenthaltsräume direkt an der Loipe sowie die Verköstigung an Wochenenden.
Zulauf an Helfern
Das bescherte dem Verein allerdings mehr Arbeit, räumt Schnurrer im Gespräch mit Oberpfalz-Medien ein. Doch in diesem Fall absolvierten alle das zusätzliche Pensum gerne. Heuer habe es zudem eine junge Mannschaft gegeben, die im Kiosk und beim Skiverleih kräftig mit angepackt habe, berichtet der technische Leiter. "Das ist gut gelaufen, wir wurden besser unterstützt als die letzten Jahre." Diesen Zulauf an Helfern erklärt Schnurrer damit, dass viele Leute, die schon seit längerer Zeit auf der Silberhütte immer wieder Wintersport treiben, dem Förderkreis etwas zurückgeben wollten und sich engagierten, um das Ehrenamt zu unterstützen.
Seit 23. November sei durchgehend Skilanglauf möglich, sagt Schnurrer. Selbst in einer Tauphase Mitte Dezember konnte auf einem beschneiten Loipenabschnitt gefahren werden. Mitte Januar kam dann der Naturschnee, "von dem zehren wir nach wie vor". Aktuell liegen 20 Zentimeter, Beschneien sei deshalb nicht mehr notwendig und wäre auch nur noch bis Ende Februar erlaubt. Eine Prognose, wie lange die Langlaufsaison noch dauern könnte, wagt der technische Leiter höchstens bis Anfang März. "Bei einem schnellen Wärmeeinbruch kann es relativ rasch vorbei sein." Für die Faschingsferien rechnet Schnurrer aber auf jeden Fall noch mit guten Verhältnissen, obwohl es in den kommenden Tagen regnen soll.
Etwa 400 Schüler pro Woche
Genaue Besucherzahlen kann der technische Leiter noch nicht nennen, schließlich läuft die Saison ja noch. Hochbetrieb herrschte jedenfalls im Skiverleih, hier habe es "doppelt so viele Ausleihen gegeben wie vorige Saison". Erst im vergangenen Jahr hatte der Förderkreis das gesamte Sortiment mit Hilfe von Sponsoren für 45.000 Euro erneuert, ergänzt Gleißner. Schulen aus der gesamten Region nutzten das Angebot für den Sportunterricht im Skilanglaufzentrum. "Etwa 400 Schülerinnen und Schüler kommen pro Woche", sagt Schnurrer. Anmeldungen lägen noch bis in den März hinein vor.
Auch wenn die ehrenamtliche Hilfe heuer besser lief als sonst, braucht der Förderkreis weitere Verstärkung. Kiener denkt hier vor allem an Laser-Biathlon, Skiverleih und Kiosk. "Die Last auf viele Schultern zu verteilen, damit wäre dem Verein sehr geholfen." Der Vorsitzende hält auch kommunale Unterstützung für notwendig, die zuletzt stark nachgelassen habe. Vor allem aus den umliegenden Gemeinden, "die ja auch mit dem SLZ werben", komme kaum oder nur sehr geringe Unterstützung, bedauert Kiener auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. "Auch die Landkreise, vor allem Neustadt, und die Stadt Weiden haben die letzten Jahre gar nichts mehr gemacht. Die Kosten werden ja immer höher, und auch Personal fehlt im Winter hinten und vorne, da bräuchte man eventuell auch personelle Unterstützung durch obig Genannte, wie's früher war." Einst waren Gemeindearbeiter fürs SLZ freigestellt worden, erinnert sich der Förderkreis-Chef. "Ehrenamtlich ist das eigentlich nicht mehr zu bewältigen", weist er auf Loipenpflege, Skiverleih und so weiter hin.














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