18.05.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Leitfaden für Pflegebedürftige und deren Angehörige Jeder sollte sie daheim haben

Vorsorgevollmacht, Pflegestufen und mehr: Aktualisierter Leitfaden für Pflegebedürftige und deren Angehörige

Viel Lob für den neuen Pflegeleitfaden gab es von Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Landrat Andreas Meier (stehend, von links). Erstellt haben die Schrift (sitzend, von links) AOK-Pflegeberaterin Gerti Späth und die Gleichstellungsbeauftragten Brigitte Menzel und Monika Langner. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Es gibt Broschüren, die werden gelesen und dann ganz rasch entsorgt. Keinesfalls sollte man dies mit dem neuen Pflege-Leitfaden tun, steht für Landrat Andreas Meier fest. Pflegefälle können von heute auf morgen auftreten, betont der Landrat. Manchmal sei es ein Unfall, manchmal die Folgen eines Gehirnschlags oder einer Operation. "Man ist erst einmal erschlagen", beschreibt er. Wichtig seien in einer solchen Lage, dass man kompetente Ansprechpartner kennt. Und weil sich nicht alle in der digitalen Weltzurecht finden, sei "Gedrucktes" nach wie vor gefragt.

Akribisch sei deshalb von den Vertreterinnen des Bündnisses für Familie Adresse für Adresse von Einrichtungen und Beratungsstellen zusammengetragen worden, die für Pflegebedürftige und deren Angehörige wichtig sind. Wichtige Impulse für die Broschüre hätte auch AOK-Pflegeberaterin Gerti Späth eingebracht. Auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß schätzt den Nutzwert des Pflegeleitfadens. Monika Langner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, berichtet, dass sich im Pflegebereich seit der Erstauflage einer solchen Broschüre im Späth stimmt zu, dass gegenüber der ersten Ausgabe viel Neues aufgenommen worden sei, unter anderem die verschiedenen Wohnformen für Pflegebedürftige und Tagespflegemöglichkeiten.

Über Einzelheiten des Leitfadens informierte Brigitte Menzel, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neustadt/WN. Aufgeführt sind alle Einrichtungen, die im Pflegefall wichtig sind. Licht bringe er auch ins Dickicht vieler Rechtsvorschriften und Verfahrensabläufe. Auch Vorsorgevollmachten werden erklärt, genauso wie die in der Pflegereform neu geregelten Pflegegrade. Beschrieben werden auch Systeme und Abläufe der Pflegebegutachtung sowie, in sehr ausführlicher Form, die Leistungen der Pflegeversicherung. Die Möglichkeiten zur beruflichen Freistellung von Angehörigen im Pflegefall einschließlich Familienpflegezeit gehören ebenfalls zu den Themen. Hospiz- und Palliativversorgung runden den Themenkreis ab. Ab Ende Mai liegt der kostenlose Pflegeleitfaden in den verschiedensten Einrichtungen von Stadt und Landkreis aus. Dazu zählen in Weiden unter anderem Bürgerinformationsbüro, Gleichstellungsstelle, Senioreninformationsstelle im Rathaus und Maria-Seltmann-Haus.

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