12.06.2019 - 11:14 Uhr
Oberpfalz

"Wir sollten investieren"

Das Juwel hat nur noch einen matten Glanz. Damit es wieder erstrahlt, müsste einiges passieren. Und es würde einiges kosten.

Zustimmung fand in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Antrag der CSU-Fraktion, dass der bestehende Arbeitskreis zur Modernisierung der Naturbades Selingau nun endgültig installiert wird. Dieser wurde beauftragt, auf der Grundlage bestehender Konzepte konkrete Gestaltungsvorschläge auszuarbeiten.
von Redaktion ONETZProfil

"Nicht länger warten, auch ohne Förderung etwas in Angriff nehmen", ergänzte Gemeinderat Michael Sticht (CSU) den Antrag seiner Fraktion, dass der bereits gebildete "Arbeitskreis Freibad Selingau" endgültig aktiv werde. Dies fand in der jüngsten Gemeinderatssitzung die uneingeschränkte Zustimmung. So wird der Arbeitskreis baldmöglichst seine Arbeit aufnehmen und Gestaltungsvorschläge ausarbeiten.

Die CSU-Fraktion hatte in ihrem schriftlichen Antrag auf Aktivierung des "Arbeitskreises Naturbad Selingau" auf den Gemeinderatsbeschluss von September vergangenen Jahres verwiesen, wonach bezüglich der Modernisierung des Naturbades einen Arbeitskreis zu bilden ist. Dies jedoch vor dem Hintergrund, dass die Kommune in der Förderung des Freibades bleiben sollte. In der Mai-Sitzung musste das Gremium jedoch zur Kenntnis nehmen, dass die Kommune im Förderprogramm des Bundes zur "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" nicht berücksichtigt wurde. Für Gemeinderat Michael Sticht sollte auch ohne eine Förderung "noch in diesem Jahr etwas in Angriff genommen werden".

Daher zielte der Antrag darauf ab, dass der "Arbeitskreis Selingau" auf der Grundlage bestehender Konzepte nunmehr unverzüglich mit der Ausarbeitung von konkreten Gestaltungsvorschlägen beauftragt wird. Dies fand im Gremium Zustimmung wie auch die personelle Besetzung mit der Erweiterung eines Mitarbeiters der Bauverwaltung in beratender Funktion.

Noch im Juni

Noch in diesen Monat wird dieses Gremium seine Arbeit aufnehmen, die Gewerke auswählen und Angebote einholen, um noch heuer entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Auch Gemeinderat Walter Fischbach (CSU) hielt es für geboten, jetzt den Arbeitskreis zu aktivieren. Es gelte, neue Vorschläge und Ideen aufzugreifen. Mit Blick auf Gestaltungsvorschlägen schlug Bürgermeister Manfred Kratzer vor, auch eine Landestation für E-Autos sowie einen Hot-Spot zu berücksichtigen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Arbeitskreis einen Anlauf zur Modernisierung des Naturbades unternommen, rief AWE-Fraktionssprecher Bernd Kuhbandner in Erinnerung. Vor Ort fand zusammen mit einem Bademeister aus Marktredwitz sowie hinsichtlich der Wasserqualität mit dem Wasserwirtschaftsamt eine Besprechung statt. Allerdings verliefen die Anregungen, Vorschläge und Ergebnisse im Sand. "Wir sollten investieren", forderte Kuhbandner.

Auch wenn es noch keine konkreten Informationen vorliegen, so Gemeinderat Eberhard Söllner (CSU), habe er eine Nachrichtenmeldung im Rundfunk vernommen, dass der Freistaat Bayern Fördermittel zur Sanierung von Freibädern bereitstellen werde. Sobald hierzu Näheres bekannt sei, werde Ebnath auf diesen Zug aufbringen, so die abschließende Reaktion des Gremiums.

Warum und weshalb wurde die Gemeinde Ebnath im Förderprogramm des Bundes zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur nicht berücksichtigt? Trotz Nachfrage bleibt diese Frage bislang unbeantwortet. Nachdem in der Mai-Sitzung der Gemeinderat zur Kenntnis nehmen musste, dass die beantragte Förderung nicht gewährt wird, wurde die Verwaltung beauftragt, eine entsprechende Begründung einzuholen.

Schweigen in der Leitung

Wie jetzt Stefan Roth als Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Neusorg informierte, habe er bei der Förderstelle telefonisch um Auskunft gebeten. Dabei erhielt er als Antwort, Auskünfte würden nur auf schriftliche Anfrage erteilt und ihm wurde zu diesem Zweck eine E-Mail-Adresse mitgeteilt. Trotz Erinnerung lasse die Antwort auf sich warten. Gleichzeitig begründete der Geschäftsstellenleiter, weshalb er dem Gemeinderat vorgeschlagen habe, die vorgesehene Modernisierung mit veranschlagten Kosten in Höhe von 403 000 Euro aus dem in der Februarsitzung festgezurrten Investitionsprogramm bis 2022 herauszunehmen.

Der Gemeinderat hatte für die angestrebte Sanierung und Neugestaltung des Naturbades eine Förderung in Höhe von 181 000 Euro eingeplant. Doch in der Förderliste fehlte der Ortsname Ebnath.

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