09.08.2019 - 22:58 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Späte Rettung gegen Ingolstadt: 1. FC Nürnberg eine Runde weiter im DFB-Pokal dank 1:0

Rettung in der sprichwörtlich letzten Minute: Die Uhr zeigt die 87. Minute, als Nikola Dovedan den 1. FC Nürnberg nach einer mäßigen Leistung im Derby gegen den FC Ingolstadt in die nächste Runde des DFB-Pokals schießt.

Jubel beim Club: Erst in der 87. Minute schafft es der 1. FC Nürnberg durch den Treffer von Nikola Dovedan den FC Ingolstadt zu bezwingen.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

. Der 0:4-Klatsche gegen den HSV am Montag folgte prompt die Reaktion von FCN-Trainer Damir Canadi: Sechs Spieler mussten auf der Bank Platz nehmen - darunter auch Patrick Erras. So rutschten in die Startelf für das bayerisch-fränkische Derby unter anderem die Verteidiger Lukas Mühl und Enrico Valentini sowie Neuzugang Johannes Geis.

3. Liga gegen 2. Liga und ein Auswärtskick, der gefühlt ein Heimspiel für den Club war. Die Voraussetzungen für die Nürnberger hätten nicht besser sein können. Doch als erstes zappelte der Ball nach einem Kopfball von Thomas Keller im Club-Tor (2.). Glück für den FCN: Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Abseitsstellung. Verschreckt? Ideenlos? Den Franken fiel nichts ein. Es blieb Stückwerk, denn spätestens nach drei bis vier Passstationen war das Leder wieder weg. Canadi fluchte und gestikulierte wie wild an der Seitenlinie - ihm ging es zu langsam nach vorn.

Dann zappelte der Ball erneut im Netz - auf der anderen Seite: Doch auch Asger Sörensens Kopfballtor zählte wegen einer Abseitsstellung nicht (22.). Der Club blieb bemüht, die dickeren Möglichkeiten hatten die diszipliniert stehenden Oberbayern. Vor allem der Ex-Nürnberger Stefan Kutschke ließ mit seinem Distanzschuss (31.) die Nürnberger Gesichter kurz blass werden. Der Club kam aggressiver aus der Kabine, traute sich etwas mehr zu. Doch am finalen Pass und Abschluss haperte es noch immer. Die Ingolstädter blieben ebenso am Drücker - in Person von Kutschke, dessen beide Kopfbälle nur knapp übers Tor gingen (60. und 69). Canadis Miene hellte sich nur bedingt auf. Die Nürnberger bemühten sich weiter, doch spätestens beim starken Torwart der Ingolstädter war Schluss oder der FCN verzettelte sich schon an der Strafraumgrenze. Aus der Distanz abzuschließen, wagte sich keiner. Doch dann durfte sich Nikola Dovedan als glücklicher Retter des 1. FC Nürnberg aufs Tableau eintragen. Er brachte den Club eine Runde weiter durch seinen Abstauber in der 87. Minute. Rettung in letzter Minute eben.

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