25.06.2020 - 18:15 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Anschluss oder Generalsanierung?

Für die dringend erforderliche Modernisierung der Kläranlage ergeben sich neue Perspektiven. Deren Aufrüstung und Ausbau ist nicht mehr fördertechnisch alternativlos

Kläranlage Speichersdorf
von Arnold KochProfil

Über neue Alternativen und Fördermöglichkeiten für die Sanierung und Modernisierung der Kläranlage Speichersdorf informierte Bürgermeister Christian Porsch in der Gemeinderatssitzung. Anfang Juni fand ein Gespräch mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes Hof, des Planungsbüros und der Gemeinde statt. Dabei wurden nochmals alle möglichen Varianten der modernen Abwasserbehandlung besprochen.

Für das eigenen Vorhaben eröffneten die Behördenvertreter der Gemeinde eine neue Förderperspektive durch Änderung der Rahmenbedingungen. „Jetzt ist auch der Anschluss an die Kläranlage Kemnath unter gewissen Voraussetzungen förderfähig. Dies war bisher nicht möglich. Sollten sich neue Chancen ergeben die Bürger zu entlasten ohne die Entwicklungsmöglichkeiten der Kommune einzuschränken, werden wir nochmals eine Sondersitzung einberufen und die bisherige Entscheidung überprüfen“, berichtete der Bürgermeister.

Es wurde mit den Planern vereinbart die entsprechenden Baukosten nochmals aufzubereiten. Gemeinderat Hans Schmid (FWG) wies auf die Förderung für die Kemnather Kläranlage in Höhe von 50 Prozent aus dem europäischen EFRE-Programm hin. Dazu erklärte Porsch, dass die Kemnather Maßnahme bereits gebaut wird und die Zeit für eine neue Anschlussentscheidung drängt. Diese muss bis Ende Juli fallen. Die Anforderungen an die beiden Kläranlagen und die Abwässer und deren Behandlung sind jedoch unterschiedlich und nur wenig vergleichbar, da die Schmutzfracht und Anlagengröße stark differiert. Porsch wies auch darauf hin, dass der Bauentwurf und Ausschreibung für die eigene Anlage bereits vollständig fertig ist.

Dritter Bürgermeister Franc Dierl (CSU) begrüßte die Initiative zur Überprüfung neuer Fördermöglichkeiten und Entsorgungsalternativen, auch wenn das Verfahren kurzzeitig gestoppt werden müsste. Die alternativen Kosten sind bekannt, die Förderfähigkeit muss gesichert sein. Wahrscheinlich wird der Gemeinderat nochmals in einer öffentlichen Sondersitzung über diese weitreichende und grundsätzliche Entscheidung beraten und sich dann entweder für die über acht Millionen Euro teure Ertüchtigung der alten Kläranlage oder den Anschluss an die Kemnather Kläranlage entscheiden müssen. Dabei dürfte auch die Höhe der Kostenbeteiligung der Bürger durch einen Verbesserungsbeitrag eine wesentliche Rolle spielen.

Der Gemeinderat wurde per Übersicht über das Alter der eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge und –pumpen informiert. Demnach finden sich die ältesten Tragkraftspritzen bei den Ortswehren Nairitz und Kirchenlaibach(1961) und Guttenthau (1959). Für Guttenthau und Windischenlaibach (1970) ist eine Ersatzbeschaffung bereits beschlossen. Gemeinderätin Melanie Herrmann (CSU) bat die Liste mit den Baujahren der Pumpenanhänger noch zu ergänzen.

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