Update 19.06.2020 - 17:07 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Aufwertung für Ramlesreuth

Bei einer Rundreise durch das gemeindegebiet informierte sich der neu besetzte Bauausschuss in seiner ersten Sitzung über laufende und neue kommunale Baustellen

Bei der Kirche in Ramlesreuth nahm der Bauausschuss den WC- und Sakristeianbau in Augenschein
von Arnold KochProfil

Erster Haltepunkt war das Gerätehaus der Feuerwehr Ramlesreuth. Die Gemeinde kam dort dem Wunsch der Ortswehr nach, den an das Gerätehaus angebauten Kühlraum umzunutzen. Bürgermeister Christian Porsch erläuterte, dass bisher bei Schulungen und Zusammenkünften Toiletten der Nachbarn benutzt werden mussten.

Nachdem das ans Gerätehaus angebaute Kühlhaus der Kühl- und Schlachtgemeinschaft nicht mehr als solches genutzt wurde und als Lager für Festutensilien diente, entstand bei der Wehr die Idee, darin Toiletten einzubauen. Die Gemeinde gab dazu grünes Licht und übernahm die Finanzierung, die Feuerwehr großteils den Umbau. Dabei wurde die defekte Kühlanlage samt Abmauerung rückgebaut und eine Toilettenanlage für Damen und Herren mit barrierefreiem Zugang von außen darin untergebracht. Diese kann nun bei externen Festen in der Ortschaft mitbenutzt werden. Die Bauarbeiten sind bis auf die Elektroinstallation, Maler-, Trockenbau- und kleinere Nebenarbeiten so gut wie abgeschlossen. Der Bauausschuss bestätigte die gelungene Lösung und sinnvolle Umnutzung.

Des Weiteren nahm der Ausschuss den Zufahrtsbereich der Unterstellhalle und des angrenzenden Lebensmittelgeschäftes Ackermann in Augenschein. Dessen Eigentümer möchte seinen Hof und Parkflächen vor dem Geschäft neu asphaltieren. Da auch der Asphalt im Zufahrtsbereich des Gerätehauses Schäden in Form von Rissen und Setzungen aufweist, sollte gleichzeitig auch diese kommunale Verkehrsfläche mit einer neuen Asphaltschicht versehen werden. Die Kosten für beide gleich großen Flächen ermittelte die Bauverwaltung mit rund 10 500 Euro, die jeweils hälftig von der Gemeinde und Ackermann getragen werden.

Vor Ort stellte sich die Frage der Ableitung des Niederschlagswassers von beiden Flächen. Ziel muss es sein, das Regenwasser mittels Rinne oder Abflussmulde dem Sinkkasten an der Straße zuzuführen und schadlos abzuleiten. Das Gremium stimmte der Maßnahme zu.

Die Ramlesreuther Kirche steht im Eigentum und Baulast der Gemeinde. 2017 hatte der Gemeinderat beschlossen, die Sakristei abzureißen und neu zu errichten. Bis zu drei Zentimeter starke Risse zeigten sich damals zwischen der Kirchenaußenmauer und dem in den 1960er Jahren errichteten Sakristeianbau. Der Anbau neigte sich zudem vom Kirchengebäude weg; ein deutliches Zeichen dafür, dass seine Gründung mangelhaft war. Im Inneren waren die Risse so stark, dass dort die Stromleitungen offen lagen.

Der Ausschuss stellte fest, dass der Neubau der Sakristei samt Toilettenanlage gelungen ist. Lediglich die Zugangsschwelle der behindertengerechten Toilette muss noch gehoben werden. Laut Bürgermeister Porsch beschafft die Kirche die Einrichtung.

Vor drei Jahren hatte sich der Bauausschuss die Schäden an der Sakristei näher angeschaut

Gerätehaus der Zeulenreuther Feuerwehr mit zum WC umgebauten alten Kühlhausanbau (rechter Teil).
BA Speichersdorf Park- und Zufahrtsfläche Gerätehaus und Lebensmittelgeschäft Ackermann
Park- und Zufahrtsfläche Gerätehaus und Lebensmittelgeschäft Ackermann
Hintergrund:

Ausschuss hat offenes Ohr für Bauherren

Der Bauausschuss befasste sich mit acht Bauanträgen. Der Eigentümer des Anwesens Frankenberg 38 zeigte den Abriss eines alten und verfallenen Scheunengebäudes am Ortsausgang nahe des Hideaway-Areals an.

Ein Speichersdorfer Ehepaar plant, im Zuge der Genehmigungsfreistellung auf dem Grundstück Flurnummer 364/1 im Kirchsteig ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage und Einliegerwohnung zu errichten. Bürgermeister Christian Porsch erläuterte, dass hierzu der Bebauungsplan „Kirchsteig“ an der Roslaser Straße aufgestellt wurde. Von beiden Vorhaben nahm das Gremium Kenntnis.

Der neue Besitzer des Alten Schlosses in Frankenberg plant den Anbau eines Wohnzimmers an das bestehende Wohnhaus samt Aufstellen eines Gastanks. Der denkmalgeschützte Bereich des Anwesens ist vom Anbau nicht betroffen.

Der Eigentümer eines Anwesens in der Ludwig-Thoma-Straße beantragt, auf der Flurnummer 332/20 ein genehmigungsfreies Nebengebäude außerhalb der festgesetzten Baugrenze zu errichten. Die notwendige isolierte Befreiung erteilte das Gremium einstimmig.

Auf einem Grundstück in der Lainbachstraße möchte der Speichersdorfer Eigentümer das bestehende Wohnhaus um- und ein Carports neu bauen. Auch dafür gab es Zustimmung. Im Geltungsbereich der kürzlich erlassenen Einbeziehungssatzung für den Ort Kodlitz stellen zwei Bauherren angrenzend an das elterliche Anwesen mit Betriebsgebäude Antrag auf Errichtung je eines Wohn- und Bürogebäudes auf einer Teilfläche der Flurnummer 27. Auf dem Grundstück wurde bereits eine Lagerhalle neu errichtet. Gegen beide Bauvorhaben waren schließlich keine Einwände zu hören.

Ein Ehepaar aus Kirchenpingarten will im Baugebiet „Hopfengarten“ auf der Flurnummer 79 über die Genehmigungsfreistellung ein Einfamilienwohnhaus mit Kellergaragen errichten. Die Räte nahmen vom Vorhaben Kenntnis.

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