12.09.2018 - 15:37 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bahn frei für Photovoltaik

Die Gemeinde Speichersdorf setzt weiter auf den Ausbau regenerativer Energie entlang Bahnlinien. Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan soll dafür die Voraussetzungen schaffen.

An die bestehende Photovolaitkanlage sollen sich weitere Teilflächen zur Produktion von Solarenergie anschließen.
von Arnold KochProfil

Die durch den Bund verordnete Energiewende unterstützt die Kommune weiter durch den Ausbau der Photovoltaik auf Freiflächen. Dazu dienen Grundstücke entlang von Hauptverkehrsadern wie Autobahnen und Schienentrassen, die aufgrund der Bundesrahmenplanung privilegiert sind. Bürgermeister Manfred Porsch erinnerte den Gemeinderat an die Sitzung Anfang Juli. Damals hatte die Firma Primus Energie GmbH das geplante Photovoltaikprojekt vorgestellt.

Im Nachgang reduzierte der Antragsteller auf Wunsch der Kommune die überplanten Flächen beidseits der Bahnstrecke von Speichersdorf Richtung Weiden. Die Projektflächen konzentrieren sich jetzt nunmehr auf den Bereich südlich der Schienentrasse. Dem Gemeinderat lag ein von Antragsteller erstellter Vorhabens- und Erschließungsplan für das Gesamtvorhaben vor. Laut Porsch verpflichtet sich der Antragsteller mit dem Durchführungsvertrag auf Basis des Vorhabens- und Erschließungsplans dazu, alle bei der Verwirklichung dieses Projekts entstehende Kosten zu tragen. Der Durchführungsvertrag müsse unmittelbar vor dem Satzungsbeschuss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan abgeschlossen sein.

Dieser umfasst vier Teilflächen südlich der Bahntrasse im Bereich Speichersdorf sowie nördlich und westlich von Plössen. Diese gliedern sich in eine 2,9 Hektar große Fläche unmittelbar an die bestehende Photovoltaikanlage nahe den Bahnunterführung Ganghofer Straße mit 2,2 Megawattpeak (MWp). Südwestlich davon folgen ein Areal mit 1,3 Hektar (750 Kilowattpeak) und eine Freiflächenanlage mit 16,4 Hektar (9,25 MWp). An Letzterer gliedert sich die naturschutzrechtlich geforderte Ausgleichsfläche an. Die geplante Anlage nördlich von Guttenthau entfällt.

Porsch berichtete, dass die Firma Primus GmbH bereits für den Bau der sechs Windkraftanlagen vor Ort verantwortlich zeichnete. Zum Ausbau der Photovoltaik erließ die Gemeinde bereits mehrere vorhabenbezogene Bebauungspläne. Die Einspeisung des gewonnenen Stroms aller Anlagen erfolgt über die neu zu bauende Anbindungsleitung zum Umspannwerk bei Plössen. Insgesamt werden 17,7 Hektar samt Ökoausgleichsflächen verplant.

Alle Flächen werden von den Grundstückseigentümern angepachtet. Der Gemeinderat stimmte dem Aufstellungsbeschluss bei zwei Enthaltungen (persönliche Beteiligung wegen eines Verwandtschaftsverhältnisses) zu.

Weiter berichtete Porsch, dass seit Schulbeginn die Sperrung der Ortseinfahrt in Richtung Kemnath wegen eines Wasserleitungsbaus aufgehoben ist. Der Verkehr läuft damit wieder ohne Umweg. Gemeinderat und Jugendbeauftragter Christian Porsch dankte sich für die Mitarbeit der vielen Helfer und des Bauhofes beim Fest der Kulturen. Eine Wiederholung wird es 2020 geben.

An die bestehende Photovolaitkanlage sollen sich weitere Teilflächen zur Produktion von Solarenergie anschließen.

Entlang der Bahnlinie möchte die Primus Energie GmbH auf vier Teilflächen Solarstrom produzieren.

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