04.02.2020 - 17:14 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bahnhof: Barrierefreiheit in Planung

Die wohl kürzeste Sitzung der ablaufenden Wahlperiode absolvierte der Speichersdorfer Gemeinderat am Montagabend. Gerade einmal 20 Minuten brauchte das Gremium, um die fünf Tagesordnungspunkte abzuhandeln.

An den mittleren Bahnsteigen sollen einmal an der Westseite Aufzüge installiert werden. Weil der Wendelsteg (links) als nicht barrierefrei gilt, könnte er durch einen weiteren Lift ersetzt werden.
von Arnold KochProfil

Zu diesen gehörte ein Antrag des TSV Kirchenlaibach/Speichersdorf auf Zuschuss für die Sanierung des Sportheimes. Laut Zweitem Bürgermeister Rudi Heier, der die Sitzung für den erkrankten Rathauschef Manfred Porsch leitete, muss das in die Jahre gekommene Betriebsgebäude samt Gaststätte dringend saniert und umgebaut werden, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden.

Dem Bauantrag hatte der Gemeinderat bereits in der Dezembersitzung zugestimmt. Es soll das dreigliedrige Dach samt -stuhl und Eindeckung erneuert und in zwei Dachflächen zusammengeführt werden. Geplant ist, die ehemalige Turnhalle zu Umkleiden umzubauen. Die alte Ölheizung wird durch eine Pellets-Anlage ersetzt und der Kamin saniert. Sämtliche Heizleitungen und -körper werden erneuert, ebenso die sanitären Anlagen wie Duschen und WC. Das Gebäude erhält neue Fenster und Elektroinstallation. Das Innere wird instandgesetzt. Das Betriebsgebäude befindet sich auf vereinseigenem Grund.

Für das die Baugrenze des Bebauungsplanes überschreitende Vordach erteilte der Gemeinderat bereits eine Befreiung von den Bebauungsvorschriften. Im Inneren werden auch Nutzungsänderungen, so Ausbau der Sauna, vorgenommen.

Der TSV beziffert laut seinem Antragsschreiben die Baukosten auf 250 000 Euro. Hierfür wird nach den kommunalen Zuschussrichtlinien ein Zuschuss in Höhe von 7,5 Prozent, demnach 18 750 Euro beantragt. Mit den Bauarbeiten soll in diesem Jahr begonnen werden. Das Gremium entsprach einstimmig dem Gesuch, wobei die entstandenen Kosten mittels Rechnungen nachzuweisen sind.

Weiter berichtete Heier von der mit der Bahn AG stattgefundenen Begehung zum barrierefreien Umbau des Bahnhofsgeländes. Laut dem Konzern ist geplant, an den mittleren Bahnsteigen Aufzüge an der Westseite zu installieren. Treppenanlagen werden jeweils an der Ostseite vom Bahnsteg aus errichtet. Derzeit wird noch nach einer technischen Lösung für den Bahnstegwendel gesucht. Die vorhandene vierprozentige Steigung gilt nicht als barrierefrei. Eine Ersatzlösung mittels eines weiteren Aufzugs wird in Erwägung gezogen.

Zum Tagessordnungspunkt "Informationen zur Anfrage der Stadt Neustadt/Kulm auf Errichtung eines Wasserverbundes" erklärte Heier, dass bereits ein Gespräch zwischen dem Gemeindeoberhaupt und Vertretern der Nachbarkommune stattgefunden habe. Umfassende Informationen zum Ergebnis konnten jedoch in der Kürze der Zeit nicht eingeholt werden. Seitens der Stadt laufe eine Kostenermittlung, beide Wässer seien nur mit einer Aufbereitung mischbar.

Zum Hinweis von Günter Vogel (CSU), dass früher bereits von der Stadt Trinkwasser bezogen worden sei, hieß es, dass das damals aus dem Tiefbrunnen in den Senke geförderte Wasser andere Parameter aufweise als das aus dem neuen Tiefbrunnen unterhalb des Rauhen Kulms. Hans Schmid und Gernot Hammon (beide FWG) wiesen darauf hin, dass auch die Baukosten auf Speichersdorfer Versorgungsseite durch Neustadt/Kulm zu ermitteln und zu tragen seien. Probleme zur Mischbarkeit auf Speichersdorfer Seite gebe es nicht, da nur eine Versorgungsrichtung erforderlich sei.

Mit 18750 Euro bezuschusst die Gemeinde die Sanierung des Sportheims des TSV Kirchenlaibach/Speichersdorf.
Gemeinderatssplitter:

Hundekot dorthin, wo er hingehört

Gerd Zetlmeisl (CSU) berichtete von der Jagdversammlung, in der der Jagdpächter sich über freilaufende Hunde beschwerte. Ein entsprechender Hinweis, die Tiere im freien Gelände anzuleinen, kommt im nächsten Gemeindebrief. Franc Dierl (CSU) ergänzte, dass dann auch auf die Hundekotbeutel und Sammelbehälter aufmerksam gemacht werden solle.

Gernot Hammon (FWG) sprach das 125. Gründungsfest der Krieger- und Soldatenkameradschaft Speichersdorf am 4. Juli an. Angedacht war die Übernahme der Schirmherrschaft durch den Bürgermeister. „Am besten ist, wir warten bis nach der möglichen Stichwahl Ende März, dann steht der neue Schirmherr fest“, war schmunzelnd die gemeinsame Antwort.

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