13.01.2020 - 12:41 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bahnhof und Betreuung

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) hatte unter dem Motto "Speichersdorf soll weiter aufblühen" in die Gaststätte Sale & Pepe eingeladen. "Verwalten und gestalten ist unsere Wahldevise", erklärte Vorsitzender Hans Schmid im Gewölbesaal.

Vorsitzender Hans Schmid (stehend) und Bürgermeisterkandidat Thorsten Neugirg (vorne links) stellten Themen des Wahlprogramms vor.
von Arnold KochProfil

"Wir wollen zum Wohl der Kommune Verantwortung übernehmen und mit unserer Bewerberliste und unserem Bürgermeisterkandidaten zeigen, dass wir Verantwortung zum Wohl unserer Bürgerschaft übernehmen wollen und können". fuhr Schmid fort. Die "Freien" hätten ihre Basis in den Kommunen gehabt. Sie sei aber jetzt auch in der Regierungsverantwortung und könnten die Landespolitik mitbestimmen. Dies habe sich bereits unter anderem bei der Abschaffung der Studiengebühren, Wiedereinführung der Meisterpflicht in vielen Handwerksberufen sowie die Wasserstoffstrategie bei der Energiewende gezeigt.

Die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge habe der Ortsverband mit 600 gesammelten Unterschriften unterstützt. Unter anderem die neuen Ortstafeln und Ausrichtung der Kegel-Weltmeisterschaft, erfolgreicher Kampf gegen die Strom-Monstertrassen und Verlegung des Mobilfunkmastes sowie der Einsatz zur Sanierung und Umfunktionierung des Bahnhofes zeigten, dass sich die FWG der Fortentwicklung der Kommune und dem Wohl der Bürger verpflichtet fühle.

Schmid monierte die aktuelle Informationspolitik an das Ratsgremium und forderte die schnellere Umsetzung von -entscheidungen. Ein Beispiel seien hier die seit Jahren geforderten Toiletten und Bushäuschen am Bahnhof.

Der 38-jährige Bürgermeisterkandidat Thorsten Neugirg hält den Ausbau der Kindertagesstätten und der Mittagsbetreuung der Mittelschule samt Raumangebot für dringend erforderlich. Dazu müssten die Schule für das digitale Zeitalter ausgestattet und zur Betreuung mehr Räume zur Verfügung gestellt werden. Neben der Ausweisung von neuen Bauplätzen gelte es, die neuen Familien in die Vereine und das gesellschaftliche Geschehen einzubinden, betonte der dreifache Vater. Das Miteinander von Jung und Älter fördere ein neuer Mehrgenerationenpark, der im Bereich des Schlittenberges und Eislaufbahn nahe der Schule und der Kirchen entstehen solle.

Er wolle Firmen des Handwerks und Mittelstandes stärken, sich für neue einsetzen sowie für Startups Räume zur Verfügung stellen. Alle Kinderspielplätze müssten verbessert und die Jugend ideell sowie finanziell weiter gefördert werden. Der Bahnhof müsse einer neuen Nutzung zugeführt und das Gelände behindertengerecht saniert werden. Weiter forderte er, die Wasserver- und Abwasserentsorgung in kommunaler Hand zu behalten und den öffentlichen Nahverkehr mit dem Knotenpunkt Bahnhof Kirchenlaibach auszubauen.

In der Diskussion wurden die Themen Windräder in der Sichtachse des Rauhen Kulms, Leerstandmanagement, Innenentwicklung und Kernwegebau an der Tauritzmühle angesprochen. Windenergienutzung ja, aber nicht an so exponierten Orten, mehr Förderung bei Altbausanierung, überzogene Immobilienpreise und mangelnde Verkaufsbereitschaft bei Bauflächen im Innerortsbereich waren die Antworten und Kritik der FWG.

Bürgermeisterkandidat Thorsten Neugirg
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