10.03.2020 - 14:00 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bahnhof, Pflege, Barrierefreiheit

Die CSU Speichersdorf hatte zur Gesprächsrunde zum Thema "Soziales Speichersdorf" geladen.

Kaffee, Kuchen und viele Wünsche. Im Schützenhaus hatten am Freitagvormittag die sozialen Einrichtungen der Gemeinde das Sagen. Franc Dierl, vorne links stehend.
von Bernhard KreuzerProfil

Zum Thema "Soziales Speichersdorf" begrüßte Franc Dierl rund 40 Besucher des CSU-Ortsverband. Die Teilnehmer versammelten sich nach dem Besuch der Tagespflegestation der Diakonie im Schützenhaus "Zur Linde". Soziale Absicherung der Menschen sei vom Alter unabhängig und ein Baustein in der Gemeinde, betonte er in seinem Vortrag. Er sah darin eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, die größtenteils ehrenamtlich geleistet wird und deshalb vom Staat zu fördern sei. Die medizinische Betreuung vor Ort sei sicherzustellen. Obwohl kein akuter Ärztemangel bestehe, müssten jetzt die Weichen gestellt und angehende Mediziner dazu bewegt werden, in ihre Heimatgemeinde zu kommen.

Der "Kleine Dienst" feierte am Sonntag sein 25. Jubiläum. Neun freiwillige Mitarbeiter kümmern sich um viele kleine Alltagsgeschäfte der Mitmenschen. Junge Mitarbeiter werden gesucht, betonte Leiterin Rita Riedel. Evi Brunner meldete sich spontan als neue Helferin. Gudrun Brendel-Fischer regte eine Kampagne für ein freiwilliges soziales Schuljahr an. Fünf Ausbildungsplätze bietet das Luise-Elsässer-Haus. Nur eine Bewerbung sei eingegangen, informierte Leiter Gerhard Wolf. Kritisch betrachtete er die generalisierte und nicht mehr fachbezogene Ausbildung der Pflegekräfte. Sein größtes Problem ist die Kurzzeitpflege. Von seinen 64 Mitarbeiterinnen kann sie nicht geleistet werden. Die Diakonie verwies auf fehlende Fahrzeuge, um der ambulanten Betreuung nachkommen zu können.

Dauerthema war der Bahnhof: Behindertenbeauftragter André Bauer bedauerte die fehlende Umsetzung des von ihm vor zwei Jahren entwickelten Konzepts. Die Eingangstür des Rathauses wurde behindertengerecht gestaltet. Beim Schützenhaus vermisste er eine kleine Rampe. Der Zugang zu den Zügen sei ohne fremde Hilfe nicht zu schaffen. Zumindest den wöchentlichen Einsatz eines Busses nach Bayreuth mit absenkbarem Einstieg wünschte er sich. Bauer erinnerte an die bessere Ausleuchtung der wichtigen Verkehrswege bei Nacht für sehbehinderte Menschen. Kritik erntete die DB für die verschlossene Einrichtung: Die Unterführung zu den Gleisen wird zum Pinkeln missbraucht. Dringende Sauberkeit wurde eingehend angemahnt, behindertengerechte Toiletten gefordert.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.