Dem Antrag der Evangelischen Kirchengemeinde Speichersdorf zur geplanten Kirchenrenovierung kam der Gemeinderat in seiner Februarsitzung nach und sagte damals einen Zuschuss in Höhe von 7,5 Prozent der Eigenmittel zu. Bürgermeister Manfred Porsch erläuterte, dass nun ein erneuter Antrag auf Anhebung des Zuschusses vorliegt, da Mehrkosten von rund 140 000 Euro erwartet werden.
Zunächst wird mit der Sanierung des Kirchenturmes samt Glockenstube begonnen. Die Glocken müssen dabei entnommen werden. Die Kirchenverwaltung erhofft sich daraus eine Mehrzuweisung seitens der Landeskirche in Höhe von 50 000 Euro. Porsch erklärte, dass die Gemeinde gemäß ihrer Richtlinien immer 7,5 Prozent der Investitionskosten trägt. Dies gilt auch für diese Kostenmehrung. Nach Fertigstellung der Kirchensanierung hat die Kirchengemeinde sämtliche Kosten mit einem Verwendungsnachweis gegenüber der Kommune nachzuweisen und erhält dafür den 7,5-Prozent-Zuschuss. Die Entscheidung dazu war einstimmig. Porsch ergänzte, dass die Sanierung der Wirbenzer Kirche bald abgeschlossen wird und am ersten Adventsonntag ihre Portale für die Gläubigen wieder öffnen und die offizielle Einweihung stattfinden wird.
Das Gemeindeoberhaupt informierte über die Gemeindeanfrage an das Bahnunternehmen DB-Netz Station und Service in München vom August 2018. Darin wurde auf die drängende Sanierung des mit täglich rund 1000 Kunden frequentierten Bahnhofes hingewiesen. Sowohl die Gemeinde als auch die Nutzer fordern den barrierefreien Ausbau des Bahnhofes mit drei Bahnsteigen. Jetzt antwortete die Bahn AG. Darin heißt es, dass der Bund "Planungsmittel" aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP) zur Verfügung stellt und man mit den Planungen zum barrierefreien Ausbau bereits begonnen hat. Eine Prognose zur Umsetzung und Finanzierung kann noch nicht erfolgen. "Wir wurden vor drei Monaten gebeten, die Planunterlagen für den Bahnsteg der Bahn AG zur Verfügung zu stellen; sie wurden bis heute nicht abgeholt", erklärte Porsch dazu enttäuscht.
"Wir haben den Bahnhof Kirchenlaibach dem Landratsamt Bayreuth als Außenstelle angeboten", berichtete er. Hintergrund dazu ist der wachsende Raumbedarf der Landkreisbehörde. Rund 35 fehlende Büroräume sind in der Diskussion. Eine entsprechende Anfrage schlug bei den Gemeinden auf, ob leerstehende Gebäude dafür zur Verfügung stehen würden. Der Rathauschef meinte, dass dieser Raumbedarf im Bahnhof gedeckt werden kann.
Der Bahnhof wurde nun unter Information der Bahn AG dem Landratsamt als neues Außenstellenquartier angeboten. Der Eigentümer wird gebeten, einen eigenen Antrag dazu zu verfassen. Die Vorteile ÖPNV-Anbindung per Bahn, Parkplätze, Breitbandanschluss, Raumangebot seien offensichtlich. Die DB Bahn AG habe zugesagt, sich mit diesem Gebäude beim Landratsamt zu bewerben. Die Entscheidung fällt Mitte Oktober.
Zum Thema Bekanntgaben erklärte Porsch, dass am Samstag, 20. Oktober, das Herbstkonzert der Musikschule in der Festhalle um 19.30 Uhr stattfindet.
Die Anfrage von Hans Schmidt (FWG) beantwortete Porsch mit dem Versprechen, dass die Versammlung zur Neugestaltung der Ortseingangstafeln bis Anfang November stattfindet. Zu Günter Vogels (CSU) Frage zu Maßnahmen der Flurbereinigung Speichersdorf III verwies Porsch auf die abgeschlossene Ausschreibung der Direktion mit einem bereits vergebenen Gesamtauftragsvolumen von rund zwei Millionen Euro. Kernpunkt sind Wegebaumaßnahmen, die bis Ende 2019 abgeschlossen sein sollen; es ist das bisher größte Projekt dieser Flurbereinigung. Die Maßnahme wird vom Staat mit 80 Prozent bezuschusst. Porsch versprach, den Auftragsumfang in der nächsten Bauausschusssitzung zu erläutern, der vor allem der Erschließung landwirtschaftlicher Grundstücke dient.
Zur Anfrage von Claudia Fischer (SPD) über die künftige Nutzung der ehemaligen Bahnunterkunft wusste das Gemeindeoberhaupt nur, dass die Bahn AG einen ernsthaften Interessenten hat und die Gemeinde um eine seriöse Nutzung bat.




















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