24.11.2019 - 12:26 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bekannte Hits am laufenden Band

Bürgerstiftung Lebensfreude präsentierte am Freitag „A Tribute to ABBA“

Fast wie die Originale – die Band „WATERLOO“ und ihr Programm „A Tribute to ABBA“ auf der Bühne in der Sportarena Speichersdorf
von Holger Stiegler (STG)Profil

Erinnerungen werden wach: Ein unverwechselbarer Melodienrhythmus, genauso unverwechselbar ist die Kleidung. Und doch sind es "nur" Kopien der ABBA-Musiker, die in der Speichersdorfer Sportarena auf der Bühne stehen. Eingeladen hatte die Bürgerstiftung Lebensfreude zu einer musikalischen Zeitreise mit der Formation "Waterloo" und ihrem Programm "A Tribute to ABBA".

Die ganz Eisernen hoffen ja immer noch, auch nach fast 40 Jahren, auf eine ABBA-Reunion auf der Bühne. Seit fast eineinhalb Jahren heißt es nun auch schon Warten auf die angekündigten zwei neuen Songs von Agnetha, Anni-Frid ("Frida"), Benny und Björn. Die Musik gehört ohne Zweifel nicht der Vergangenheit an, denn: Sie lebt, pulsiert, steckt an und begeistert. Und das nicht nur im Original, sondern auch bei der Cover- und Revival-Show am Freitagabend in der ausverkauften Sportarena.

Mit "Waterloo" ging es los

45 Jahre ist her, dass die erst zwei Jahre zuvor gegründete Band den Eurovision Song-Contest mit "Waterloo" im englischen Brighton für sich entscheiden konnte. Ein Sieg, der, im Unterschied zu heute, das Fundament für eine internationale Karriere legte. Es wird - wenn man so will - ein "Best of" von ABBA-Songs, eine Reise durch das insgesamt zehnjährige Wirken des nach wie vor erfolgreichsten schwedischen Exportschlagers in Sachen Musik. Dass dies alles zum Erfolg wird, hängt natürlich in erster Linie an den Künstlern auf der Bühne, die in die Rollen der schwedischen Version der "Fab Four" schlüpfen.

Wie in den Siebzigern

Insgesamt sind es sieben Musiker, die den ABBA-Sound zum Leben erwecken: Besonders die beiden weiblichen Akteure Nora Reder und Helena Lipsky-Hellqvist hauchen den Ohrwürmern Feuer ein: "Knowing me, knowing you", "Super Trouper", "S.O.S.", "Voulez-vous" und natürlich die "Dancing Queen". Einen Abend lang leben der Disco Pop, die Satin-Kostüme und die dazugehörigen Plateauschuhe auf, ein Gefühl der 70er und frühen 80er Jahre macht sich breit in der Halle.

Bekanntlich waren es ja die beiden ABBA-Damen, die den stimmlichen Hauptpart übernahmen - das ist in Speichersdorf nicht anders. Immer wieder haben beide auch Solo-Teile, in denen sie den Ton angeben. Getrübt wird dies alles leider von einem katastrophalen Gesamt-Sound in der ersten Hälfte des Abends. Nach der Pause bekommen die Verantwortlichen am Mischpult die Technik etwas besser in den Griff.

Die Stimmung in der Halle ist dennoch gut: Angesagt sind Mitklatschen, Mitwippen, Mittanzen und Mitsingen. Jeder ABBA-Evergreen wird begeistert bejubelt, die Zeit vergeht wie im Flug. Die Besucher sind äußerst textsicher, altersmäßig ist der Großteil mit der Musik von ABBA aufgewachsen. Doch auch jüngere Fans sind gekommen. "I have a dream", "Mamma mia", "The winner takes it all", "Thank you for the music", "I do, I do I do Ido", es fehlt praktisch kein Klassiker an diesem Abend, ein Ohrwurm jagt den anderen. Zum Schluss gibt es viel Applaus für die Band.

Viele kleine Dinge tun

"Wir können nicht die Weltpolitik und das große Elend in der Welt ändern. Doch wenn Viele viele kleine Dinge tun, dann können wir das Gesicht der Welt verändern", so der Vorsitzende der Bürgerstiftung Lebensfreude, Wolfgang Hübner, in seiner Begrüßung. Deshalb galt der Dank Hübners dem Publikum, das für ein ausverkauftes Haus gesorgt hatte. Denn alle Gäste seien die Vielen, die durch ihren Besuch des ABBA-Abends der Stiftung helfen würden, dass sie anderen helfen und damit für Freude und ein Strahlen in deren Gesicht sorgen könne.

Fast wie die Originale – die Band „WATERLOO“ und ihr Programm „A Tribute to ABBA“ auf der Bühne in der Sportarena Speichersdorf
Besonders die beiden weiblichen Akteure Nora Reder (r.) und Helena Lipsky-Hellqvist hauchen den Ohrwürmern Feuer ein
Besonders die beiden weiblichen Akteure Nora Reder (r.) und Helena Lipsky-Hellqvist hauchen den Ohrwürmern Feuer ein
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.