15.11.2019 - 12:04 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bürgermeister verpflichtet Ortssprecher

Altlasten in vielen Bereichen sind in aller Munde. In der Gemeinde Speichersdorf müssen alte Restmülldeponien zwecks Inhalt detailliert untersucht werden.

Bürgermeister Manfred Porsch (links) verpflichtet Heiko Adelhardt in sein Amt als Ortssprecher der Altgemeinde Plössen.
von Arnold KochProfil

Zu Beginn der Novembersitzung begrüßte Bürgermeister Manfred Porsch den neuen Ortssprecher für den Bereich der ehemaligen Gemeinde Plössen Heiko Adelhardt im Gremium. Er verpflichtete ihn als Mitglied des Gemeinderates zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Funktion.

Anschießend berichtete Porsch, dass für die in den 60er bis 70er Jahren von der Gemeinde betriebenen und danach stillgelegten Hausmülldeponien derzeit historische und Detailuntersuchungen anstehen. Damit soll nun die ehemalige Hausmülldeponie Plössen nördlich von Ramlesreuth erkundet werden, ob vom eingelagerten Material eine Gefahr für Boden und Grundwasser ausgeht. Für die in Privatbesitz befindliche Fläche gab es bereits eine historische und Vorerkundung durch den Freistaat.

Nähere Untersuchung

Dabei wurde festgestellt, dass darin Ablagerungen vorhanden sind, die näher untersucht werden müssen. Dafür ist die Gemeinde zuständig. Hierzu lag dem Gemeinderat ein Vertrag zwischen der Kommune und der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH (GAP) vor.

Porsch erläuterte, dass die Gemeinde über Jahre in einen Fond zur Altlastenbeseitigung eingezahlt habe. Aus diesem Fond finanziert der Freistaat solche Detailuntersuchungen, die Sanierung des Geländes und Entsorgung des vorgefundenen Mülls. Entsprechend des vor zwei Jahren gestellten Zuschussantrags lag dem Gemeinderat nun der Zuschussvertrag zur Detailuntersuchung des Grundstücks zur Zustimmung vor.

Der im Gutachten des Sachverständigenbüros Piewak und Partner vorgeschlagene Untersuchungsumfang ist mit den Fachbehörden abgestimmt und Gegenstand des Förderantrages. Der Gemeinde obliegen dabei die Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Auftragnehmer, notwendige Zustimmungen, Rechnungsprüfung und Bezahlung der Leistungen, Abwicklung der Gewährleistung, Behördenkontakte und Weiterleitung von relevanten Projektinformationen.

Keine Kostenumlage

Die Vergabe hat bis zum 31. Januar 2020 zu erfolgen. Die GAP sorgt für die fachtechnische Unterstützung, Projektmanagement, Plausibilitätsprüfung der Rechnungen und vertragsgemäße Zuschussverwendung. Die veranschlagten Kosten nach der Schätzung samt Marktpreiszuschlag der auszuschreibenden Maßnahme betragen bis zu 42 000 Euro.

Die Höhe des an der Maßnahme zu leistenden Eigenanteils der Gemeinde beträgt bis zu 70 251 Euro. Die Berechnung des Eigenanteils erfolgte auf der Grundlage des Umlagekraftdurchschnitts der Jahre 2015 bis 2017 mit 1,5 Prozent aus 4 783 693 Euro. Es erfolgt keine Kostenumlage an Grundstückseigentümer und Bürger.

Einstimmige Zustimmung

Ob eine Sanierung nötig ist, hängt von der Einschätzung zur Grundwassergefährdung ab. Der Zuschuss wird erst nach Aufbrauchen des gemeindlichen Eigenanteils gewährt. Porsch ergänzte, dass derzeit eine Voruntersuchung des Freistaates für die Hausmülldeponie Haidenaab laufe und bis zu zehn alte Deponien im Gemeindegebiet vorhanden sind. Die Zustimmung zum GAP-Förderantrag war einstimmig.

Ebenfalls einstimmig war die Entscheidung des Gemeinderates zum Förderantrag des ASV Haidenaab/Göppmannsbühl. Dieser plant, seinen 5280 Quadratmeter großen B-Platz mittels Hohlspanlochung zu belüften und anschließend zu besanden. Die Kosten belaufen sich auf 1426 Euro, die mit 7,5 Prozent nach Kostennachweis bezuschusst werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.