06.12.2020 - 13:30 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Corona kann Lust der Speichersdorfer am Wandern nicht bremsen

"Wandern geht immer - auch mit Corona und gerade trotz Corona", meint der Vorsitzende des Speichersdorfer Fichtelgebirgsvereins (FGV), Dieter Kottwitz zum Jahresabschluss des Wanderjahres 2020. Dieses sei ein "etwas anderes" gewesen.

FGV-Vorsitzender Dieter Kottwitz zog Bilanz des Wanderjahres 2020.
von Autor HAIProfil

Bei allen Einschränkungen und Absagen wegen der Coronapandemie hätten sich die Wanderfreunde im knapp 1000 Mitglieder zählenden Speicherdorfer Fichtelgebirgsverein nicht im Geringsten in ihrer Leidenschaft und Freude an der Natur beeinträchtigen lassen, berichtete Dieter Kottwitz. Noch bei der Abschlusswanderung im Dezember 2019 zielten alle Planungen darauf ab, dass die FGV-Wanderabteilung 2020 eigentlich das Vorjahr noch einmal toppen würde. Die drei Wanderführerinnen und sieben Wanderführer hatten 41 Angebote in den Wanderregionen Fichtelgebirge, Fränkische Schweiz und Steinwald, davon 11 Kurzwanderungen, 1 Abendwanderung und 1Mehrtageswanderung auf dem Panoramaweg im Steigerwald, vorgestellt. Jeden zweiten Donnerstag und ab Juli sogar jeden Donnerstag sollte es gemeinsam losgehen.

Den Auftakt 2020 machte der Ortsverein traditionell am zweiten Donnerstag im Januar mit einer 16 Kilometer langen Wanderung nach Frankenberg, wie Kottwitz in seiner Rückschau berichtete. Am 16. Januar traf man sich zu einer Bilderrevue 2019. Am 23. Januar ging es hinauf zur Kösseine. Noch Mitte März waren 34 Teilnehmer mit Wanderführer Alfred Höcht in Sittenbach unterwegs.

"Dann kam Corona", so der 68-jährige FGV-Chef. Zehn Wanderungen mussten aufgrund der Sicherheits- und Hygieneregelungen abgesagt werden. Auch die Mehrtageswanderung (3. bis 6. Mai) auf dem Panoramaweg im Steigerwald und der "Tag des Wanderns" am 14. Mai fielen dem Rotstift zum Opfer. Aufatmen konnten die Wanderfreunde im Juli. Wandern war wieder möglich. Alfred Höcht führte die Gruppe hinauf zum Armesberg. 23 Wanderungen mit 737 Teilnehmer und 285 gemeinsam gewanderte Kilometer waren dennoch möglich, bevor Corona erneut zu einer weiteren Pause im November und damit zum Saisonabschluss bereits im Oktober zwang. Sechs weitere Wanderungen wurden abgesagt. Der Hüttenabend konnte nicht ausgerichtet werden. Das erste Mal in der langen Vereinsgeschichte konnte es keine Saisonabschlusswanderung mit anschließender Weihnachtsfeier geben. "Traurig, aber notwendig", sagte dazu Kottwitz. Die Wandertermine 2021 seien schon festgelegt. "Ob wir fristgerecht starten können, kann uns jedoch noch niemand sagen." Kottwitz versäumte es dabei nicht, sich bei den Wanderführern für die Planung, bei den Wegewarten und -paten für die Pflege der Wegemarkierung und den Gaststätten für die stets freundliche Bewirtung in dieser für alle schwierigen Situation zu bedanken.

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