Speichersdorf
30.04.2019 - 14:46 Uhr

Festhalle für Vereine

Der Bauboom in der Gemeinde geht weiter. Zwölf Bauanträge und ein Vereinsvorhaben behandelte der Bauausschuss. Der Burschenverein Wirbenz plant den Bau einer Veranstaltungshalle. Aus einem bestimmten Grund.

Bei strömendem Regen sind die Mitglieder des Bauausschusses unterwegs. Bild: ak
Bei strömendem Regen sind die Mitglieder des Bauausschusses unterwegs.

Der ständige Auf- und Abbau von Festzelten nerve. Um sich ein Bild zur Standortfrage zu machen, besuchte der Bauausschuss am Montagabend bei strömendem Regen den möglichen Bauort. Dieser befindet sich nahe des Feuerwehrgerätehauses am Ortsausgang von Wirbenz Richtung Kemnath.

Vor Ort erläuterten Bürgermeister Manfred Porsch und die Verantwortlichen der Wirbenzer Vereine, dass die geplante Festhalle zwischen dem Gerätehaus und der Bundesstraße 22 entstehen soll. Geplant ist ein Außenmaß von 36 mal 12 Meter. Porsch merkte an, dass hierfür die Förderrichtlinien der Gemeinde greifen. Der Gemeindezuschuss dafür beträgt zehn Prozent der Investitionskosten.

Kreisbauamt befragen

Bei der Ortseinsicht stellten die Ausschussmitglieder fest, dass der vorhandene Bolzplatz nicht in Anspruch genommen wird. Hingegen ragt die geplante Halle über das Gerätehausgrundstück Richtung Osten hinaus und erstreckt sich zum Teil auf einen angrenzenden Ackerstreifen, der im Besitz der Gemeinde ist. Die Vereinsvertreter erklärten, dass ein vier Meter breiter Streifen zum Weg hin frei bleiben soll. Zum Standort erklärte Porsch, dass damit die Halle in den Außenbereich ragt. Deshalb müsse zunächst das Kreisbauamt befragt werden, ob eine Baugenehmigung möglich oder eine Abrundungssatzung erforderlich ist.

Die geplante Halle würde von allen Wirbenzer Vereinen für Vereinsfeste genutzt und soll großteils in Eigenleistung errichtet werden. Die vorhandenen Wege werden weiter genutzt. Die Kosten der unbeheizten Halle mit Betonboden und Sandwichdach werden auf rund 80 000 Euro geschätzt. Die vorhandenen Baracken würden abgerissen. Die Gemeinde wird die planungsrechtlichen Fragen samt Genehmigungsfähigkeit vorab klären.

Dem Bauausschuss lagen zwölf Bauanträge zur Beschlussfassung vor: Ein Speichersdorfer Bauherr plant den Bau eines eingeschossigen Einfamilienwohnhauses mit Garage in der Bayreuther Straße nahe der Bundesstraße im Genehmigungsfreistellungsverfahren.

Ebenfalls in diesem Verfahren baut ein Speichersdorfer Ehepaar im Baugebiet Hopfengarten ein unterkellertes Einfamilienwohnhaus mit Garage im Bauhausstil. Der Bauausschuss nahm von beiden Bauvorhaben Kenntnis.

Ein Bayreuther Ehepaar plant den Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage auf einem erschlossenen Grundstück im Hopfengarten. Das Bauvorhaben weicht bei der geplanten Geländeauffüllung mit 1,86 Metern Höhe (1 Meter zulässig) und einer Wandhöhe von 3,90 Metern (3 Meter zulässig) an der Grundstücksgrenze von den Bebauungsvorschriften ab. Die Nachbarn sollen benachrichtigt werden. Dem Bauvorhaben samt Befreiungen stimmte das Gremium zu.

Die Bürogemeinschaft Günthner aus Wirbenz möchte in einer Bauvoranfrage geklärt haben, ob der Bau einer Lagerhalle bei Wirbenz nahe der Biogasanlage genehmigungsfähig ist. Die vorhandenen Flächen sind bereits ausgelastet. Die Halle soll parallel zur Straße in einer Größe von 20 mal 12 Meter errichtet werden. Ein Wasser- und Kanalanschluss für das im Außenbereich geplante Lagergebäude ist nicht erforderlich. Die Gemeinde wird das Vorhaben auch im Hinblick auf eventuell notwendige planungsrechtliche Schritte mit dem Kreisbauamt prüfen. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben zu.

Die Räte gaben der beantragten Verlängerung eines durch das Kreisbauamt erlassenen Vorbescheides aus 2015 zum Bau eines Einfamilienhauses eines Wirbenzers im Ort grünes Licht.

Im Genehmigungsfreistellungsverfahren plant eine Familie aus Burg-thann den Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage im Kirchweg in Speichersdorf. Einwände gab es nicht.

Scheune wird Wohnung

Ein Nairitzer möchte im Ortsteil Rosenhof eine Scheune in eine Wohnung umbauen. Porsch erklärte, dass die Nachbarn zugestimmt haben und die Erschließung gesichert ist. Der Eigentümer des bestehenden Wohnhauses in der Richard-Wagner-Straße plant den genehmigungsfreien Ausbau des Dachgeschosses. Der Umnutzung und dem Dachgeschossausbau stimmte der Ausschuss zu.

Eine junge Familie aus Frankenberg plant den Bau eines Wohnhauses mit Garage auf dem noch zu erwerbenden, rund 1200 Quadratmeter großen Gemeindegrundstück am Hirtberg nahe der Kirche.

Die Besitzer des Anwesens Zeulenreuth wollen ihr Wohnhaus mit einem Wintergarten erweitern. Eine Speichersdorfer Familie beantragt die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Carport in Frankenberg. Die beiden Eigentümer des als Wohngebäude genutzten ehemaligen Sparkassengebäudes in der Bayreuther Straße wollen das Dachgeschoss mit einer rund neun Meter langen Dachgaube ausbauen. Allen vier Bauanträgen erteilte der Ausschuss sein Einvernehmen.

Bei strömendem Regen sind die Mitglieder des Bauausschusses unterwegs. Bild: ak
Bei strömendem Regen sind die Mitglieder des Bauausschusses unterwegs.
Bei strömendem Regen sind die Mitglieder des Bauausschusses unterwegs. Bild: ak
Bei strömendem Regen sind die Mitglieder des Bauausschusses unterwegs.
 
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