Bürgermeister Christian Porsch gab in der Februarsitzung des Gemeinderats bekannt, dass bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Wirbenz mit Dominic Tanner aus Wirbenz nach zwölf Jahren ein neuer Erster Kommandant gewählt wurde. Stellvertreter ist Thomas Schindler aus Wirbenz. Kreisbrandrat Hermann Schreck stimmte der Wahl formell zu – verbunden mit der Auflage, binnen eines Jahres die Lehrgänge „Gruppenführer“ und „Leiter einer Feuerwehr“ an der Staatlichen Feuerwehrschule zu besuchen. Die beiden neue Kommandanten bestätigte nun auch der Gemeinderat einstimmig. Porsch ergänzte, dass im März das neue Feuerwehrkonzept in der Haushaltsberatung vorgestellt werde.
Steigender Aufwand
Von einem Novum bei der Feuerwehr Speichersdorf berichtete der Rathauschef: Die Wehr, vertreten durch ihren Ersten Kommandanten Volker Hammon, beantragte, einen weiteren stellvertretenden Kommandanten wählen zu dürfen.
Begründet wird dies mit der steigenden Anzahl an Einsätzen und Übungen sowie mit steigendem Dokumentationsaufwand. Hinzu kämen der zunehmende Kontrollaufwand bei der Prüfung von Einsatzmitteln, vielfältige und immer neue zusätzliche Aufgaben, die steigende Zahl von Sicherheitswachen und der zur Einsatzbereitschaft notwendige hohe Übungsaufwand. Zudem beantragte die Wehr, einen weiteren Zug- und Gruppenführer ausbilden zu lassen.
Porsch erläuterte, dass nach Artikel 8 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes in Ausnahmefällen nach Festlegung der Gemeinde auch zwei Stellvertreter bestellt werden können. In seiner dazu eingeholten Stellungnahme befürwortete Kreisbrandrat Hermann Schreck wegen der Größe der Feuerwehr, deren Einsatzmittel und Sonderaufgaben, deren Ausbildungs- und Übungsbedarf sowie des großen Maschinenparks einen weiteren Stellvertreter.
Das Feuerwehr-Dienstrecht sieht zur Größe und Fahrzeugausstattung der Feuerwehr Speichersdorf eine Jahresaufwandsentschädigung in Höhe von 3123,60 Euro vor. Zudem fallen Lohnersatzkosten für die zu absolvierenden Lehrgänge an. Der Besuch der Staatlichen Feuerwehrschule ist kostenfrei. Die erfolgreich besuchten Lehrgänge „Gruppenführer“ und „Leiter einer Feuerwehr“ sind obligatorisch.
Der Gemeinderat stimmte der Bestellung eines zweiten Stellvertreters samt Übernahme der Ausbildungskosten einhellig zu.
Keine Untätigkeit
Verärgert zeigte sich das Gemeindeoberhaupt über einen Medienbericht zum Thema Dorfplätze in Kirchenlaibach. Hierin sei auf wachsenden Unmut wegen Untätigkeit und Verzögerungen beim Thema Dorftreff in den vergangenen zwei Jahren hingewiesen worden, zudem stünde ein feuerwehrinterner Planungsausschuss seit Langem in den Startlöchern.
Untätigkeit und Verzögerungen durch Verwaltung und Gremium wies Porsch deutlich zurück. Im Jahr 2023 sei beschlossen worden, die Planungen 2024 und den Bau 2025 zu erledigen. Hier liege man gut im Zeitplan. Planungsgespräche und die Ausarbeitung in der Lenkungsgruppe liefen, die Ausschreibungsweise sei geklärt. Zeitnah würden ein Planungsbüro gesucht und die Umsetzung gestartet.
Hans Schmid (FWG) sprach einen anonymen Rundbrief zum Thema Waldschonung an. Porsch bestätigte, dass sich die Gemeinde mit diesem Thema beschäftigt. Er ergänzte, dass der aktuelle Einsatz eines Waldharvesters nichts mit Windkraftanlagen, sondern mit dem Borkenkäfer zu tun habe. Die Wiederaufforstung von Kahlflächen erfolge mit Setzlingen, die dem Klimawandel angepasst sind.















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