Erstmals in ihrer Geschichte tritt die Freie Wählergemeinschaft mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten an. Für das Amt kandidiert Thorsten Neugirg.
„Wir steigen in einen neuen Abschnitt in der Gemeindearbeit ein“, kündigte Vorsitzender Hans Schmidt am Dienstag in der Fliegerschänke an. „Wir wollen miteinander sprechen, offen sein für das zukünftig Kommende, gemeinsam gestalten, Geschaffenes bewahren und Neues gestalten.“ Als Wahlslogan gab er „Verwalten und Gestalten“ aus. Die FWG habe bewiesen, dass ihr Einsatz der Gemeinde und ihrer Bürger galt, dies solle fortgesetzt werden. Er erinnerte unter anderem an die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, Initiative zur Standortverlegung des Mobilfunkmastes außerhalb der Wohnbebauung, neue Ortstafeln und den Einsatz für die Kegelweltmeisterschaft.
Neugirg wolle mit seiner Bewerbung Verantwortung für die Gemeinde übernehmen. Er sei eine große Chance und Wahlalternative im demokratischen Entscheidungsprozess, erklärte Schmidt.
Er habe sich vier Schwerpunkte gesetzt, sagte der Bürgermeisterkandidat bei seiner Vorstellung. So gehe es ihm um die Sicherung des Schulstandortes und um ausreichende Kindergarten- und -krippenplätze mit gutem Betreuungs- und Erziehungsangebot. Ebenso sollen durch Ausweisung neuer Wohngebiete junge Familien angesiedelt und diese ins Gemeinde- und Vereinsleben eingebunden werden. Ein weiterer Punkt sei die Errichtung des Mehrgenerationenparks mit Standort an der Eisbahn als Treffpunkt für Jung und Alt mit Nähe zur Schule und Kirchen. Schließlich sollen mittelständische und Handwerksbetriebe gestärkt und Neuansiedelungen gefördert werden. Mit MUT (Miteinander, Umgestalten, Tun) gehe er, unterstützt von einer starken Kandidatenliste, in seine politische Zukunft, um Neues einzuleiten, schloss Neugirg.
Die Versammlung bestimmte Peter Meyer zum Wahlleiter, Thomas Stock zum Wahlbeauftragten und Gernot Hammon zu dessen Stellvertreter. Die geheime Abstimmung zur Wahl des FWG-Bürgermeisterkandidaten war bei einer Enthaltung einstimmig. Als Wahlmodus für die vorbereitete FWG-Kandidatenliste für den Gemeinderat legte man die gemeinsame Abstimmung durch Blockwahl fest.
Kernpunkte des Wahlprogramms sind laut Schmidt, die Gemeinde zu einer Wohlfühlkommune weiterzuentwickeln, Anliegen der Bürger ernstzunehmen und nach ausgewogenen Lösungen zu suchen. Damit solle ein harmonisches Miteinander zufriedener Generationen erreicht werden. Weitere Ziele seien die Bereitstellung von Gewerbeflächen, Beibehaltung der Wasserversorgung in Gemeindehand, Sicherung der ärztlichen Versorgung, Umnutzung des Bahnhofes, und Förderung der Vereinsarbeit.
FW-Landratskandidat Florian Wiedemann gratulierte dem Ortsverband zur ausgewogenen Liste und zum eigenen Bürgermeisterkandidaten. Der Kreisvorsitzende der FW Bayreuth-Land will die Zusammenarbeit des Landrates, Landratsamtes und der Gemeinden verbessern. Er plädierte, bei allen Belangen immer ohne rechtsaufsichtlichen Druck nach gemeinsamen Lösung zu suchen.
Auch warb Wiedemann für eine intensivere Zusammenarbeit mit allen Kreistagsfraktionen werben. Gute Ideen aus allen Richtungen müssten aufgegriffen, geprüft und im Miteinander angegangen werden.
20 Kandidaten
Der FWG-Liste gehören folgende 20 Kandidaten (nach Listenplatz) an:
Thorsten Neugirg, Hans Schmidt, Gernot Hammon, Tanja Scherm, Peter Lauterbach, Karl-Heinz Sehnke, Stefanie Pühl, Franz Schmidt, Gina Fuchs, Gerhard Kreutzer, Martin Fichtner, Eva-Kristin Schlosser, Christa Streit, Michael Kreutzer, Emma Hammon, Roland Richter, Edeltraud Poisel, Marius Gawel, Klaus Pühl und Thomas Stock. Ersatzkandidaten sind Edmund Bruckner und Silke Dörfler. Die jeweils geheime Abstimmung erfolgte ohne Gegenstimmen.
Der von der Versammlung angenommene Vorschlag des Vorsitzenden Hans Schmidt für die Kreistagsliste beinhaltete folgende Kandidaten: Gernot Hammon, Thorsten Neugirg, Tanja Scherm und Stefanie Pühl. Als Ersatzkandidaten fungieren Martin Fichtner sowie Peter Lauterbach.
Pfadfinder und Fußballtrainer
Thorsten Neugirg ist 38 Jahre als, verheiratet und Vater von 3 Kindern im Alter von 11, 8 und 6 Jahren. Der Ramlesreuther ist seit 2001 bei der Firma Rosenthal als Gruppenleiter im Lohnbüro beschäftigt. Ehrenamtlich engagiert er sich als Fußballtrainer der F-Junioren der SG Kirchenlaibach/Haidenaab, Mitorganisator im Kindergartenförderverein und bei den Pfadfindern.














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