17.09.2020 - 14:38 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Zu Hähnchen Beilagen aus aller Welt

Statt in der Schulküche traf sich die Interkulturelle Kochgruppe um Dolores Longares-Bäumler (Zweite von links) im Garten von Klaus und Daniela Singer. Wegen der Coronakrise war es die erste Zusammenkunft nach über einem halben Jahr.
von Autor HAIProfil

"Ich habe euch alle sehr vermisst", bekannte Dolores Longares-Bäumler vom Caritasverband Bayreuth bei der Begrüßung der Mitglieder der Interkulturellen Kochgruppe. Unter sorgfältiger Berücksichtigung der Hygienebedingungen traf sie sich unter freiem Himmel im Garten von Klaus Singer zu einem Grillabend.

"Schön, dass ihr alle da seid! Es tut gut, euch alle wohlbehalten wieder zu sehen", meinte die Integrationsbeauftragte nach der Zwangspause. Im Februar hatte man sich zuletzt getroffen, als Aya Al Ghazawi aus Syrien als Küchenchefin fungierte. Dann kam Corona und legte alle Aktivitäten lahm. Auch das Kochen war in der Gruppe nicht mehr möglich.

Keiner habe im Traum daran gedacht, dass das Ganze bis heute anhalten würde. Zwar wurde seither über all die Monate per Whatsapp intensiv Kontakt gepflegt. Aber das könne natürlich den persönlichen Kontakt nicht ersetzen, meinte Longares-Bäumler am Rande. Sie bedankte sich deshalb ganz besonders beim Hausherren Klaus Singer und seiner Frau Daniela für die Gastfreundschaft und für den Einsatz als Grillmeister. Trotz so mancher Lockerungen sei aber der monatliche Kochabend im Moment immer noch nicht erlaubt, beschrieb sie die aktuelle Situation. In dieser Situation sei die Idee entstanden, einen Grillabend zu halten.

Wie groß das Interesse an einer Zusammenkunft war, zeigte die Tatsache, dass in Kürze Zusagen kamen, ein gemeinsamer Termin gefunden und binnen Stunden alles organisiert werden konnte. Auch wenn mit Rücksicht auf die muslimischen Teilnehmer nur Geflügelfleisch gegrillt wurde, so sorgte das Prinzip "jeder bringt was mit" für ein reichhaltiges, leckeres und internationales Büfett. Salate, Aufstriche und Nachspeisen aus Syrien, Deutschland, Russland, Kasachstan, Amerika, Honduras und China reihten sich aneinander.

Dass man sich nach fünf Monaten Vakanz sehr viel zu erzählen hatte, zeigte mitunter der Umstand, dass man lange in den Abend hinein zusammen saß. Dabei wurden nicht nur Rezepte ausgetauscht, sondern es wurde auch schon der Blick auf das Bürgerfest der Gemeinde im Jahr 2022 geworfen. Schließlich ging man auseinander in der Hoffnung, dass man sich doch noch in diesem Jahr wieder in der Schulküche treffen könne.

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