Speichersdorf
13.09.2026 - 15:35 Uhr

Jam-Session in der Tauritzmühle bringt Musiker zusammen und hilft Kindern in Not

Miteinander abrocken für einen guten Zweck: Eine Jam-Session brachte in der Tauritzmühle verschiedene Musiker jeden Alters und jeder Stilrichtung zusammen.

Es ging um den musikalischen Austausch, das Ausprobieren und den Spaß, egal ob Anfänger oder Profi. In der Tauritzmühle stieg am Samstag ab 17 Uhr das offene Jam-Session-Revival. Der von Soundcheck Kulmain organisierte Abend einte spontan aufgetretene Musiker und Zuhörer mit Livemusik verschiedener Stilrichtungen.

Die Jam-Session war für Initiator René Schneider aus Witzlasreuth bei Kulmain eine Herzensangelegenheit, die Menschen zusammenbringt, Barrieren abbaut und gleichzeitig Kindern in Not helfen sollte. Der Kellersaal im Nebengebäude der Tauritzmühle wurde zum urigen Odeon und einer Bühne für Musikbegeisterte. Das Projekt verstand sich als Bühne für Talente, erfahrene Bühnenprofis und junggebliebene Musikfreunde mit dem Wunsch, miteinander zu musizieren. Kurz nach 18 Uhr übernahm die Weidener Band „Stefan Sommer & The Southside Ramblers“ den Eröffnungsact.

Von Gospel bis Country

Die drei Bandmitglieder Stefan und Uschi Sommer sowie Wolfgang Polack verbanden American Traditionals, Gospelelemente, Blues, Folk und ältere Rocksongs mit feinen Arrangements und viel Gefühl. Gitarrist und Sänger Stefan Sommer, begleitet von Uschi Sommer mit Percussion und zweiter Stimme, ergänzte Wolfgang Polack mit Kontrabass, Banjo und Mandoline. Ihr zweistündiger Auftritt enthielt auch eigene Lieder bis zu ausgewählten Akustik-Covern. Zum Mitklatschen und Tanzen waren Stücke in bayerischer Mundart, die internationalen Americana-Klänge, irischer Highland-Folk und amerikanische Country-Klassiker bis hin zum "Honky Tonk Blues" von Hank Williams dabei.

Nach einer Pause und dem Umbau der Instrumente gehörten Mikrofon und Anlage allen, die Lust darauf hatten, ganz ohne Berührungsängste oder Leistungsdruck miteinander zu musizieren. „Das Ziel ist es, miteinander zu spielen und zu lernen. Es gibt kein Falsch“, war die Maßgabe für den nachfolgenden Bühnenauftritt. Dabei kamen musikalische Interpretation, ausgedehnte Intros und spontane Einsätze aller Akteure nicht zu kurz. Zu Schlagzeuger Jürgen Raps, den beiden Gitarristen Thomas Langgut und Hans Gruber gesellten sich Andy Pfitzer an der Bassgitarre, Karin Popp mit Querflöte und Lothar Braun am Saxophon.

Sichtlich Spaß am Auftritt

Die Jam-Session Part II startete mit einer Schlagzeugvorgabe, Takt für Takt stiegen die weiteren fünf Musiker spontan in ihren ersten gemeinsamen Auftritt ein. Dieser stand unter dem Motto „Es weiß keiner, was gespielt werden soll“. So entstanden Songkreationen gespickt mit instrumentalen Interpretationen der „Band without a name“, die mit musikalischem Gespür für's Machbare sichtlich Spaß bei ihrem Auftritt hatte und die Zuhörer zum Mitrocken animierte. Schade war eigentlich nur, dass der Tauritzer Kellersaal noch viele Plätze für Jam-Session-Gäste bereitgehalten hätte. Die spärlichen Einnahmen kamen dem SOS-Kinderdorf als Spende zugute.

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