Der Bauausschuss befasste sich in seiner Junisitzung mit eigenen Baumaßnahmen und den Bauwünschen von Bürgern. Insgesamt neun Bauanträge und Bauvoranfragen standen auf der Tagesordnung: Der Besitzer des Anwesens Frankenberg 9 beantragt die denkmalschutzrechtliche Genehmigung zum Umbau des bestehenden Gebäudes. Das Gebäude enthält einen Teil der ehemaligen südlichen Burgmauer aus dem 12. Jahrhundert.
Geplant ist eine umfassende Gebäuderenovierung mit Entkernung ohne Abriss, wobei der denkmalgeschützte Mauerbereich unangetastet bleibt. Der Bauausschuss stimmte der beantragten Genehmigung nach dem Denkmalschutzgesetz mit der Maßgabe zu, dass die alte Burgmauer erhalten bleibt.
Ein Ehepaar aus Selbitz möchte auf dem Anwesen Selbitz 3 ein bestehendes Nebengebäude abreißen und in gleichem Umfang ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude, das zudem als Werkstatt genutzt werden soll, errichten.
Auf dem Anwesen Rosenhof 12 nahe dem Ortsausgang Richtung Neustadt/Kulm plant der Eigentümer, ein zwölf mal vier Meter großes Stallgebäude mit Pferdeboxen zu errichten. Für beide Vorhaben lagen die nachbarschaftlichen Zustimmungen vor. Der Bauausschuss stimmte beiden Bauvorhaben einstimmig zu.
Das Anwesen Wirbenz 9 b soll um einen Dacherker und einen Balkon erweitert werden. Bürgermeister Manfred Porsch erläuterte, dass für den Bauort kein Bebauungsplan bestehe und sich das Vorhaben in die Umgebungsbebauung einfüge. Der Ausschuss gab dazu grünes Licht.
Als Übergangslösung will die Kommune bis zur Fertigstellung der geplanten Erweiterung des Kindergartens Birkenweg eine Containerlösung einrichten. Porsch erklärte, dass bereits ab September eine zweite Kinderkrippengruppe dort einziehen soll, um den Bedarf für weitere zwölf Kleinkinder bis drei Jahre zu decken.
Die fünf Einzelcontainer mit zwei Schlafräumen werden an die vorhandene Tagesstätte angedockt. Die Interimslösung wurde bereits mit der Regierung von Oberfranken und der Bauaufsichtsbehörde besprochen. Dazu werden weitere Parkplätze übergangsweise angelegt. Der Betreiber Evangelische Diakonie wird für die neue Kinderkrippengruppe weiteres Personal einstellen. Dem eigenen Bauantrag stimmte das Gremium vorbehaltlos zu.
Die neuen Eigentümer des Baugrundstückes Hopfengarten 31 im voll erschlossenen Baugebiet Kirchenlaibach Nord-West möchten vor dem eigentlichen Wohnhausneubau eine Doppelgarage darauf errichten. Durch das Überschreiten der nördlichen Baugrenze für das 10,4 mal 8,6 Meter große Nebengebäude ist eine Befreiung von den Bebauungsplanvorschriften notwendig. Diese wurde dem Ehepaar aus Nürnberg einstimmig erteilt.
Die Firma Exklusiv-Immobilienverwaltung GmbH aus Kastl plant, die in ihrem Eigentum stehende Bürofläche im Gebäude Rathausplatz 9 in eine Wohnung umzubauen. Diese war als Diakoniestation genutzt worden. Einwände dazu gab es keine.
Das Gemeindeoberhaupt legte dem Bauausschuss den Bauantrag zur Erweiterung des Kindergartens im Birkenweg um Räume für eine weitere Kinderkrippengruppe zur Zustimmung vor. Porsch stellte die nach der Beratung im Gemeinderat geänderte Planung nochmals vor.
Entgegen der Erstplanung wurde das Dach zum Satteldach über dem Flurbereich geschlossen. Dieser ist nun bis zum Dach offen. Die Fassaden bestimmen bis zum Boden reichende Raumfenster, die als Fluchtweg dienen können. Die Planung blieb ansonsten unverändert. Parkflächen werden vorübergehend in Schotterbauweise angelegt.
Der Containerbau entsteht dazu im Südosten des Grundstückes, der Anbau im Nordwesten. Der Baudurchführungsbeschluss samt Finanzierungsentscheidung wird nach einstimmiger Zustimmung durch den Bauausschuss in der nächsten Gemeinderatssitzung gefasst.
Eine Familie aus Emtmannsdorf plant ihren Traum von einem Einfamilienwohnhaus mit Carport auf dem Baugrundstück im Hopfengarten zu verwirklichen. Die wegemäßige Erschließung soll über einen asphaltierten 3,5 Meter breiten und als öffentliche Wegefläche gewidmeten Weg erfolgen. Für das Bauvorhaben ist wegen des geplanten Walmdaches eine Befreiung von den Bebauungsvorschriften notwendig. In seinem Zustimmungsbeschluss wies der Ausschuss darauf hin, dass die Müllentsorgung direkt am Grundstück nicht möglich ist und Müllbehälter zur breiteren Ortsstraße verbracht werden müssen. Zudem ist die Grundstückszufahrt in ausreichender Breite zu bauen.
Zum Thema Sonstiges fragte Gemeinderat Franc Dierl (CSU) an, wie weit die Grundstücksverhandlungen für ein neues Baugebiet gediehen seien. Der Bürgermeister erklärte dazu, dass diese laufen und mit Ergebnissen samt Überplanung bald zu rechnen sei. Auf dessen Frage zur Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich Eisdiele und Bahnhof in der Bahnhofstraße erklärte Porsch, dass die Schilder in Kürze aufgestellt würden. Seinem Hinweis zum Mähen des Windischenlaibacher Bolzplatzes wird nachgekommen.
Dierl bat, in Kürze einen Termin für einen Arbeitskreis zu Naturschutzthemen zu finden. Porsch wies zu diesem Thema auf die innerörtlichen Blühflächen hin, die das Ortsbild verschönern. Gemeinderat Franz Schmidt (FW) gab den Wunsch von Eltern weiter, die Spielplätze mit neuen Spielgeräte auszustatten. Porsch entgegnete, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren sehr viel in Spielplätze investiert habe. "Bei der Ausstattung kann man es nie allen rechtmachen. Unsere Spielplätze sind top gepflegt und gut ausgestattet. Unser nächster entsteht in dem neuen Baugebiet. Wer einen Wasserspielplatz will, kann diesen an der Tauritzmühle nutzen."
Dem Hinweis von Gemeinderat Gerd Zetlmeisl (CSU), dürre Bäume auf dem Bahngelände zu entfernen, werde nachgegangen. Gleiches gelte für das schief stehende Paint-Flurkreuz, wobei vorher die Zuständigkeit geprüft wird. Der Vorschlag von Gemeinderat Norbert Veigl (CSU), ein Parkverbotsschild in Haidenaabs Ortsmitte am Dorfplatz aufzustellen, wurde aufgenommen. Annke Gräbner (SPD) bat die durch das Entfernen einer Tanne entstandene Stolperstelle an der Wasserentnahmestelle im Friedhof zu beseitigen.














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