12.08.2019 - 09:49 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Von Klopfgeistern in der Unterwelt

Felsenkellerlabyrinth und Wasser-Fisch-Natur - und das in bester, erstmals praktizierter Kooperation zwischen den Fichtelgebirgsortsvereinen Speichersdorf und Nemmersdorf.

51 Kinder der Fichtelgebirgsortsvereine Speichersdorf und Nemmersdorf machten sich gemeinsam auf den Weg nach Schwandorf.
von Autor HAIProfil

Mit der Gründung einer Arbeitsgruppe „Familie“ im Fichtelgebirgs-Hauptverein wurde Neuland betreten. Diese hat den Zweck, junge Menschen für das Vereinsleben zu begeistern. Die Ortsvereine Speichersdorf und Nemmersdorf haben das umgesetzt und eine gemeinsame Fahrt organisiert. Mit dem Ferienprogramm beider Gemeinden und des FGV ging es nach Schwandorf. Organisiert hatten es die Familienwanderführerin Martina Dötsch, die Nemmersdorfer Ortsvereinsvorsitzende Andrea Lutz und ihre Jugendleiterin Kerstin Ossendorf. Mit dem Bus ging es ab der Tauritzmühle mit 51 Teilnehmern Richtung Schwandorf. Das erste Ziel war das dortige Felsenkellerlabyrinth. Gut gewappnet mit Jacken stiegen die Teilnehmer hinab in die 8 Grad kalte Unterwelt. Mit Geschichten von den Klopfgeistern, die hier schon ihr Unwesen getrieben haben sollen, begeisterte die Führerin die Gruppe. Auf einmal erschien eine Gestalt - es war ein Gendarm, der auf der Suche nach diesen Klopfgeistern (Dieben) war. Einer von ihnen hatte sich offensichtlich einmal wieder an den Vorräten im Keller bedient, denn die Bewohner der Stadt hatten hier ihre landwirtschaftlichen Produkte gelagert wie Kartoffeln, Eier und Bier. Diese sollten bekanntlich gekühlt gelagert werden. Kühlschränke gab es früher noch nicht. Im Keller trieb schon einer sein Unwesen und er wurde von der Gruppe auch schon gesichtet. Hannes hieß er und war ein Schulkollege des Gendarms. Hannes gestand der Gruppe, dass er sich ab und zu an den Vorräten der Reichen bediene, denn er sei ja so arm. Dies glaubte der Gendarm der Gruppe aber nicht, obwohl ihm das die Kinder immer wieder sagten. So trieb er weiter sein Unding beim Kramer Dirscherl. Nach einiger Zeit, suchte der Gendarm die Gruppe wieder auf und musste bedauern, dass die Kinder Recht hatten: Hannes war wirklich einer der Klopfgeister. Dieser tauchte auch schon auf und nach einigen heftigen Diskussionen mit dem Gendarm wurde er in Gewahrsam genommen.

Durch die Schauspieleinlagen der Regensburger Stadtmaus waren die gebuchten zwei Stunden im Nu vorbei. Im Anschluss ging es mit dem Bus nach Wackersdorf zu den Rathausstuben. Nachdem sich die Ausflügler gestärkt und etwas entspannt hatten, ging es weiter an den Murner See. Hier war das erste Ziel der „Wasser-Fisch-Natur“-Park. Mit dem Bus ging es zurück zur Tauritzmühle.

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