15.12.2020 - 11:08 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Kreistagssitzung in Speichersdorf: Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale gefordert

Während seiner letzten Sitzung in diesem Jahr setzt der Bayreuther Kreistag einen verkehrspolitisches Signal: Gleich zu Beginn des neuen Jahres soll eine Resolution verabschiedet werden. Ihr Ziel: die Verbesserung des Bahnangebotes für den Raum Bayreuth. Den Anstoß dafür gab CSU-Kreisrat Markus Täuber. Seine Forderung an den Kreistag: „Wir müssen lauter nach außen werden.“ Gemeint sind damit erneute politische Initiativen für eine bessere Bahnanbindung des Landkreises. Zuvor hatte Matthias Trykowski, Leiter des Bahnausbaus in Nordostbayern bei DB Netze, einen Vortrag über die anstehenden Vorhaben gehalten. Wie er sagte, steht die Planung der Elektrifizierung der Strecke von Marktredwitz bis Schnabelwaid kurz vor dem Abschluss. Trykowski wies darauf hin, die Wirtschaftlichkeit der Strecke werde mit einem gerade noch ausreichenden Faktor von nur knapp über eins bewertet. Zum Vergleich: Die Streckenführung über Bayreuth erreiche einen Faktor von 0,5.

Dass die Verfahren so lange dauern, hänge mit den Abläufen der politischen Entscheidungen zusammen. Der Impuls gehe immer vom Verkehrsausschuss des Bundestages aus. Wolle die kommunale Ebene aktiv werden, so müsse sie sich an den Bund wenden.

Mit welchen Zeitspannen sich die Kommunalpolitik vertraut machen muss, verdeutliche der Speichersdorfer Bürgermeister und WG-Kreisrat Christian Porsch. Er schilderte, die Gemeinde Speichersdorf habe 1996 eine Bahnüberführung gebaut. Schon damals hoch genug für die Elektrifizierung der Gleistrasse, die nun kommen soll. „Die Zeit ist reif“, sagte Porsch.

Mehrere Kreisräte wiesen auf die Folgen der schlechten Bahnanbindung für die Bürger hin. Der ganze Wirtschaftsstandort müsse in der Situation erhebliche Wettbewerbsnachteile hinnehmen. Trykowski sprach vor dem Kreistag, weil die CSU-Fraktion das mit einem Antrag angeregt hatte.

Der Bayreuther Landrat Florian Wiedemann gab bekannt, der Kreistag habe in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, dem früheren Landrat Hermann Hübner (CSU) den Titel Altlandrat zu verleihen.

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