17.11.2019 - 16:30 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Kulturscheune Wirbenz hat Chancen

Es gibt neues zum Mobilfunkausbau und der Dorfsanierung für die Pläne der Wirbenzer Vereine

von Arnold KochProfil

Speichersdorf. (ak) Über den aktuellen Stand zum Ausbau des Mobilfunknetzes informierte 1. Bürgermeister Manfred Porsch im Gemeinderat. Nach Mitteilung der Deutschen Telekom Technik GmbH, vormals T-Mobile, ist der Netzausbau entlang von Bahnstrecken durch ständig steigende Kundenzahlen, Sprach- und Datenverkehr, gestiegene Qualitätsansprüche und neue Dienstangebote unumgänglich. Zur Versorgung der Bahntrasse Kirchenlaibach-Marktredwitz ist deshalb ein Lückenschluss im Bereich von Göppmannsbühl durch Errichtung einer Mobilfunkstation mit GSM/UMTS/LTE-Technik zur Beseitigung von Mobilfunklöchern vor allem für den Datenverkehr für Bahnnutzer notwendig. Der Telekom wurde bereits mitgeteilt, dass die Gemeinde das Verrücken des südwestlichen Standortes auf die Anhöhe Richtung Kirchenlaibach vorschlägt. Nach Mitteilung der Telekom müssen eigene Stationen aufgebaut werden, da die Standorte für den Bahnfunk nicht genutzt werden können. Eine weitere Station soll an der Bezirksgrenze zur Oberpfalz an dieser Bahnstrecke auf halber Strecke zwischen Haidenaab und Immenreuth im Waldgebiet errichtet werden. Zur Anfrage von Gemeinderat Hans Schmid (FW) zur Strahlenbelastung für die Bürger, erklärte Porsch, dass diese nach heutiger Kenntnis und deutlichem Unterschreiten von Grenzwerten ausgeschlossen werden kann. In der Diskussion wiesen Gemeinderäte darauf hin, dass in Haidenaab an der Tiefbrunnenpumpstation, Sportgelände und an der neuen Jugendstätte des Kreisjugendrings kein Mobilfunkempfang möglich ist.

Das Gemeindeoberhaupt gab bekannt, dass das Amt für Ländliche Entwicklung dem Antrag der Gemeinde auf Einleitung einer Dorferneuerungsmaßnahme in der Ortschaft Wirbenz geprüft hat. Es soll eine Veranstaltungshalle in Form einer Kulturscheune mit Neugestaltung des Dorf- und Festplatzes errichtet und staatlich gefördert werden. Das Amt stellte fest, dass im Laufe des in 2004 bis 2008 gelaufenen Flurbereinigungsverfahrens mit der gestalterischen Aufwertung von Wirbenz ein äußerst positiver Beitrag für den Ort gelungen war. Durch die Aufgabe der beiden Wirtshäuser stehen aber jetzt keine Veranstaltungsräume mehr für Festlichkeiten im Dorf zur Verfügung. Das Amt erklärte sich nun bereit die Dorfgemeinschaft bei ihren Aktivitäten zu unterstützen. Eine Förderung unter bestimmten Rahmenbedingungen stellte die Behörde in Aussicht. Zunächst muss der Umfang und die Kosten der geplanten Maßnahme mittels eines Vorentwurfs ermittelt und der Umfang der Förderfähigkeit mit dem Amt abgesprochen werden. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn für die Planung wurde erteilt, die mit dem Kreisfachberater des Landkreises abgestimmt werden muss. Träger der Maßnahme ist die Gemeinde, die eine Planung in Auftrag geben wird. Gemeinderat Hans Schmid (FW) erinnerte an eine zugesagte Besichtigungsfahrt zu vergleichbaren Festhallen in der Nachbarschaft.

Gemeinderätin Melanie Herrmann regte an eine Übersicht über Installationsstandorte von Defibrillatoren im Gemeindebereich zu erstellen und diese im Gemeinderundbrief zu veröffentlichen. Dazu ergänzte Gemeinderat Franc Dierl, dass es dazu eine Handy-App gibt, die dazu kostenfrei genutzt werden kann.

Zweiter Bürgermeister Rudi Heier (SPD) übte – wie auch die Gemeinderäte Christian Porsch (UBV) und Hans Schmid (FW) – harsche Kritik an bestimmten Ansichten über die neue KJR-Jugendstätte in Haidenaab. Darin wurde deren Vorgeschichte als ehemaliges Schulhaus beleuchtet, der Abriss bedauert, kritische Einzelmeinungen hervorgehoben und der Neubau als Fremdkörper bezeichnet.

Dies entspreche nicht der allgemeinen Meinung. Ganz im Gegenteil, so die drei Ratsvertreter, die sich davon distanzierten: Die Bürger sind von der Bereicherung des Ortes überzeugt und zusammen mit der Gemeinde für die 3,5-Millionen-Euro-Investition dankbar. Der gute Besuch beim Tag der offenen Tür im KJR-Neubau zeigte vielmehr, dass sich die Bürger sehr wohl mit der neuen Jugendstätte identifizieren und sie als Aufwertung des Ortes sehen. Im Haushalt des Landkreises Bayreuth sind für 2020 im Haushalt 180.000 Euro für die Außenanlagen eingestellt, so KJR-Vorsitzender und Gemeinderat Christian Porsch (UBV).

Gemeinderat Matthias Busch (CSU) fragte den Sachstand zur bislang ungenehmigten Döner-Bude am Schützenhaus nach. Das Gemeindeoberhaupt berichtete vom Gespräch mit dem Budeneigentümer, der aus persönlichen Gründen der Aufforderung zum Rückbau und Stellen eines Bauantrages noch nicht nachkommen konnte. Eventuell sucht der Besitzer einen anderen Standort. Ihm wurde Bedenkzeit eingeräumt.

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