23.09.2021 - 13:52 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Launert-Besuch in Speichersdorf: Zeit für Senioren statt für Bürokratie verwenden

Ein Besuch galt auch der Seniorentagesstätte Senta: (von links) CSU-Ortsvorsitzender Franc Dierl, Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender Matthias Busch, stellvertretender JU-Bundesvorsitzender Markus Täuber, stellvertretende Pflegedienstleiterin Karina Volkmann, Bundestagsabgeordnete Silke Launert und Bürgermeister Christian Porsch.
von Arnold KochProfil

Um aktuelle Problemfelder in der Gemeinde zum Thema Arbeit, Soziales, Familie und Schule ging es bei einer Stippvisite von Bundestagsabgeordneter Silke Launert (CSU). Mit Bürgermeister Christian Porsch, Geschäftsleiter Thorsten Leusenrink, stellvertretendem JU-Bundesvorsitzenden Markus Täuber, CSU-Ortsvorsitzendem Franc Dierl und Gemeinderat Matthias Busch besuchte die Leiterin der Projektgruppe Familie und Frauen der Frauen-Union Bayern zunächst die Firma Rosenthal.

Im Werk mit dem größten Produktausstoß der Firmengruppe sind derzeit 400 Arbeitnehmer beschäftigt. Dort ist die größte Sorge die begonnene CO2-Bepreisung, denn die Brennöfen werden ausschließlich durch Erdgas befeuert. Diese Mehrkosten schlagen sich zunehmend bei den Fixkosten und der Rentabilität nieder. In der 2019 eröffneten Seniorentagesstätte Senta des Diakonievereins informierte stellvertretende Pflegedienstleiterin Karina Volkmann über die Arbeit. Derzeit werden insgesamt 24 Gäste von 12 Mitarbeiterinnen betreut. "Wir betreuen 80 Prozent Demenzkranke. Ihre Familienangehörigen sind froh, dass Senta sie von Montag bis Freitag in der Tagespflege unterstützt." Die Einrichtung verfüge auch über einen Hol- und Bringdienst. Die Mindestbesuchszeit liege bei zwei Tagen. Volkmann kritisierte gegenüber Launert nicht allein die Bezahlung der Pflegekräfte und mangelnde Wertschätzung, sondern vor allem die Bürokratie mit Berichtspflichten, Anträgen zur Pflege und die Generalistik in der Pflegeausbildung. Die dafür aufgewendete Zeit wäre bei den Senioren besser investiert. Zudem wäre eine Physio-Betreuung vor Ort zur Gesunderhaltung der Pflegekräfte durch die Krankenkassen wünschenswert. Zur generalistischen Ausbildung ergänzte Launert, dass dies vor allem durch die Verbände gefordert worden sei.

Porsch verdeutlichte, dass in der Corona-Krise der jetzt verlängerte Rettungsschirm wertvoll gewesen sei, um diese existenzielle Durststrecke zu überwinden. Senta und der Gemeinde sei es wichtig, dass die Senioren in der Mitte des Ortes und damit inmitten der Gesellschaft seien. Deshalb wurden auch die frei werdenden Räume im Schulzentrum dafür genutzt. Porsch betonte, dass die kommunale Unterstützung eine freiwillige Leistung sei. Dies sollte staatlicherseits geändert werden, da Tagespflege zur Daseinsvorsorge gehöre.

Bei den weiteren Stationen ließ sich Launert im Rathaus über die U-18-Wahl in der Kommune informieren. Die Gemeindevertreter zeigten den Sanierungsbedarf bei einem Rundgang durch das Werner-Porsch-Schulzentrum und die Festhalle auf. Der letzte Halt galt dem bereits beschlossenen Ausbau der Ganztags- und Kitabetreuung durch Umbau des alten Schulgebäudes in Kirchenlaibach.

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