17.01.2019 - 13:12 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Leitungsnetze sanierungsbedürftig

Der Sanierungsbedarf kommunaler leitungsgebundener Einrichtungen ist groß und kostenintensiv. Ein neues Förderprogramm soll helfen und entlasten

Die Kläranlage Speichersdorf.
von Arnold KochProfil

Nach der vorausgegangenen Besichtigung der neuen Tagespflegeeinrichtung für Senioren des Diakonievereins (wir berichteten) stand die neue Förderung des Freistaates Bayern zur Sanierung von Trinkwasserversorgungs- und Entwässerungsanlagen als erster Punkt auf der Tagesordnung. "Die neue Richtlinie für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWAS 2018) eröffnet den Gemeinden eine bisher nicht mögliche Bezuschussung für die Sanierung und Erneuerung vorhandener Wasserversorgungs- und Abwasserbehandlungsanlagen", sagte Bürgermeister Manfred Porsch. Grundvoraussetzung zur staatlichen Förderung ist das Überschreiten einer für die Bürger unzumutbaren Belastung bei der Umlage der Sanierungskosten.

Bei deren Vorliegen greift jetzt die Härtefallregelung der RZWAS 2018, die für ein Satzungsgebiet gemeinsam ermittelt wird. Hierbei kann die Wasserversorgungs- und die Abwasseranlage getrennt aber auch gemeinsam betrachtet werden. Gegenüber den bisherigen Schwellenwerten wurden diese zugunsten der Kommunen und Bürger gesenkt und die Zuschussmöglichkeiten auf Verbundleitungen, Kanäle und Sanierungs- und Strukturkonzepte erweitert. Zudem wurden die Förderpauschalen erhöht und die bisherige Deckelung der Maßnahmenkosten aufgehoben. Durch die Senkung der Härtefallschwelle auf 3100 Euro/EZD (Einwohnerzahl mit Berücksichtigung des Demografiefaktors) kommt die Gemeinde höchstwahrscheinlich zu einer Förderung. Porsch erinnerte an den Ratsbeschluss vom Juni, wo bereits mit der schon in 2018 erfolgten Auswechslung der Verbindungsleitung von Speichersdorf zum Hochbehälter Warthübel und der heuer geplanten Leitungserneuerung zwischen Guttenthau und Lettenhof auf einer Länge von 2627 Metern zwei Maßnahmen angemeldet wurden.

Der Freistaat fördert unter anderem die Sanierung von Trinkwasserleitungen mit 120, von Abwasserkanälen mit 180, die Erneuerung von Kanälen mit 360, den Bau von Wasserverbundleitungen mit 80 Euro pro laufendem Meter mit Sätzen zwischen 50 bis 90 Prozent. Die Gemeindeverwaltung hat deshalb ein Maßnahmenpaket für leitungsgebundene Einrichtungen zur Vorabprüfung durch das Wasserwirtschaftsamt geschnürt. Dies beinhaltet in den nächsten Jahren Wasserleitungsauswechslungen in der Danziger und Windischenlaibacher-, Manfred-Strößenreuther-, Weidener-Straße, Lettenhof, Bgm-Kohlsiedlung, Neustädter-, Ganghofer-, Friedhof- und Aubach-Straße, Neubaubereich der Bahnbrücke, Sanierungen der Hochbehälter Warthübel und Frankenberger Höhe, Tiefbrunnen I, II und III und des Pumpwerkes Selbitz.

Im Kanalbereich ist dies die Sanierung der Kläranlage, der Kanäle in der Bayreuther-, Point-, Bahnhof-, Jahn- und Schlesien-Straße sowie zwei Pumpwerksanierungen in Kirchenlaibach. Im Kanalbaubereich hilft die noch laufende Erstellung eines Bestandskatasters im Abwasserbereich. Das Gesamtbauvolumen beträgt 13 295 000 bei einer geschätzten Förderung in Höhe von 6 081 000 Euro. Hintergrund

Die Kläranlage Speichersdorf.
Die Kläranlage Speichersdorf.
Wasserhaus Tiefbrunnen Haidenaab
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Hochbehälter Warthübel
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