22.01.2020 - 16:13 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Mehr Mitglieder dank Neuorientierung

Natur, Gesundheit, Genuss, Sport und Brauchtum. Mit seinem neuen Eventprogramm kann der Fichtelgebirgsverein (FGV) Speichersdorf auf ein erfolgreiches Jahr zurückschauen. Die Mitgliedszahlen sind nicht umsonst wieder im Steigen begriffen.

von Autor HAIProfil

"Die einzelnen Bereiche des Ortsvereins leisten hervorragende Arbeit", lobte Vorsitzender Dieter Kottwitz. Dies belegten die sieben Abteilungsberichte eindrucksvoll. "Wir wollen uns stetig verbessern", so sein Credo. Daher sei offene Kritik erbeten. Kottwitz wünschte sich aber auch, alte Hüte zu überdenken offen zu sein für Neues. Nach rückläufigen Mitgliederzahlen 2015/2016 seien diese seit 2017 auf 931 wieder angestiegen. Mit der Tauritzmühle sei der FGV über die Grenzen hinaus bekannt und beliebt.

Totholzhaufen ein Biberdamm

Dank einer 75-prozentigen Förderung und Spenden kann die Restaurierung des "Natur- und Wassererlebnisses Tauritzmühle" mit seinem Wasserspielplatz umgesetzt werden. Der vorangegangene Ärger über Totholzhaufen im Wasserspielplatz hatte sich als unberechtigt erwiesen. Diese entpuppten sich als ein Biberdamm. "Da war mit Naturmaterialien kreativ gebastelt worden", berichtete Kottwitz stolz. Fortgesetzt werden soll 2020 wieder der Schafkopfkurs.

Durch die Vielzahl an Aktivitäten, durch Zuschüsse und Spenden konnten laut Kassier Andreas Bender die Ausgaben gedeckt werden. Der Anbau zum Haupthaus sei weitgehend aus Eigenmitteln gestemmt worden. Ein Brocken sei weiterhin die Abgabe an den Hauptverein. Seine Angaben bestätigte Kassenprüfer Matthias Busch.

Mit Planung in Verzug

Bürgermeister Manfred Porsch würdigte die Ortsgruppe als dynamisch und mit großer Außenwirkung. Die Mühle sei ein Naherholungsgebiet pur. Die Veranstaltungen seien beliebt und könnten sich sehen lassen. Dank galt für die Mitwirkung im Ferienprogramm. Bezüglich der Planung der Zufahrt zur Tauritzmühle und der Brücke sei das Ingenieurbüro im Verzug, berichtete er. Er hoffte, dass 2020 die Planungen abgeschlossen werden und 2021 und beide dem Verkehr übergeben werden könne.

Wandern

Von 26 Touren mit zehn Wanderführern in 2019 berichtete Kottwitz als Wanderwart. 915 Teilnehmer liefen insgesamt 400 Kilometer. Die 64 Kilometer lange Mehrtageswanderung führte an vier Tagen zum Jurasteig. Heuer sind 41 Touren in den Wanderregionen Fichtelgebirge, Fränkische Schweiz und Steinwald, davon elf Kurzwanderungen (sie werden 2020 wieder aufgegriffen), eine Abend- und eine Mehrtageswanderung (3. bis 6. Mai) auf dem Panoramaweg im Steigerwald geplant. Bereits getroffen hat man sich zu einer Bilderrevue mit den schönsten Impressionen aus 2019 bei Uta Imhof.

Der "Tag des Wanderns" findet am 14. Mai statt. Bei einer Abendwanderung ab 17 Uhr geht es nach Eichlbern. Eine weitere Sternwanderung führt am 6. September zur Siebensternhütte Meierhof. Der Hüttenabend ist am 7. November in Röthenbach vorgesehen, der Jahresabschluss am 3. Dezember im Landgasthof Imhof.

Kottwitz' Dank galt auch den Markierungswarten und Wegepaten der Ortsvereine, die das 4200 Kilometer lange Wegenetz des FGV betreuen. 13 Wegepaten kümmern sich um die 144,3 Kilometer im Bereich des Speichersdorfer Vereins, ergänzte Markierungswart Wolfgang Teufel.

Naturschutz und Hüttenwesen

Von vielen Naturmaßnahmen berichtete Hüttenwart Ingo Sporbert. Die Kiesgrube wurde über die Untere Naturschutzbehörde neu beschildert. Nistkästen wurden überprüft. Der Tauritzmühlenbach litt 2018 und 2019 unter Niedrigwasser, was vor allem den Fischbestand beeinträchtigte. Deshalb wurde der Quelltopf in der Wiese freigelegt. Ein zweiter Quelltopf beim Bibersteg sei das Jahr über schön gelaufen. Viel Arbeit mache es, das Außenherum freizuhalten.

Auf der Tressauer Zufahrt zur Tauritzmühle wurden Bäume gepflanzt. Weitere Pflanzungen wolle man abwarten, bis die Straße gemacht sei. Mäharbeiten standen rund um den Naturlehrpfad an. Trotz der Zerstörung des Naturlehrpfads wurden fünf neue Schilder gesetzt. Nach der dritten Zerstörung des Brückengeländers hat Dieter Kottwitz ein Metallgeländer gefertigt, von Dieter Teufel und Eckhard Sander stammen Sitzgelegenheiten. Sporbert regte an, über den Naturlehrpfad hinaus das ganze FGV-Gebiet in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten der Uni Bayreuth neu zu kartieren und dafür einen Zuschuss zu beantragen.

Kulturabteilung

"Wir mussten uns anders orientieren", schickte Rainer Prischenk voraus. Aufgrund veränderten Freizeitverhaltens und dünner gewordener Personaldecke sei das Indoorangebot um Ourdoorevents erweitert worden. Premiere feierte im Mai die erste Open-Jam-Session im großen Keller der Tauritzmühle. Am 25. April 2020 wird es eine Neuauflage geben. Nach dem ersten Biertasting im November konnte sich Prischenk ab 2020 eine Serie mit Wein-, Gewürze-, Käse- und Schnaps-Tasting vorstellen. Jeweils zum dritten Mal gab es im Mai das Sport-Natur-Event "Outdoor & Fire" und im Januar "Fire & Ice". Prischenk warb für eine Mitwirkung im Team. Das Nebengebäude und der Keller bräuchten Leben. Von Kunst bis Musik seien alle Möglichkeiten offen.

Musikschule

Für Leiter Michael Pöllath berichtete Markus Brückner von 150 Schülern und 9 staatlich anerkannten Lehrern. Das Sommerkonzert im Falkenheim, Vorspiel im Seniorenwohnheim und Nikolausfeier unter Federführung von Lucia Stelzer seien eine Bühne für die Jüngsten und wichtig auch für die Kinder der Musikalischen Früherziehung. Pöllath schlug den Bogen vom Frühlings- und Herbst-, Muttertagkonzert der Senioren der katholischen Pfarrgemeinde bis zum 30. Adventskonzert. Fronleichnam, Volkstrauertag, Weihnachts- und Adventsmarkt haben die Speichersdorfer Musikanten musikalisch gestaltet. In der Aktionswoche mit -tag hatten Interessierte Gelegenheit, am Unterricht teilzunehmen und Kontakt zu den Lehrern aufnehmen. Die Gemeinde trägt das Defizit der Musikschule. Nach der Sanierung konnte diese wieder ins Vereinsheim einziehen. Dank galt Frank Egli als Kassier der Musikschule.

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