10.11.2019 - 16:23 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Mut nötig, um zu helfen

Mit einer Martinsandacht, einem -spiel und einen Laternenzug eröffnete der Kindergarten Breslauer Straße am Freitag den Reigen der Martinsfeiern in der Großgemeinde Speichersdorf.

In der Vorschuleinrichtung führten Nathanael als Bettler und Arian als Heiliger das Martinsspiel auf.
von Autor HAIProfil
Martinszug in Speichersdorf.

Mit einer Martinsandacht, einem -spiel und einen Laternenzug eröffnete der Kindergarten Breslauer Straße am Freitag den Reigen der Martinsfeiern in der Großgemeinde. Wochenlang hatten sich die mittleren und großen Kleinen der Raupen- und Käfergruppe mit den Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen um Kerstin Ruckdeschel und Danja Klein auf die Feier vorbereitet.

Beim Basteln von Laternen mit ihren Eltern durften die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Natürlich sollte der gemütliche Teil nicht zu kurz kommen, so dass auch für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Da das Wetter nicht ganz mitspielte fanden die Andacht und das Martinsspiel im Kindergarten statt. Hier eröffnete der evangelische Posaunenchor unter Leitung von Alfred Kreutzer die Andacht mit dem Lied "Ich geh mit meiner Laterne".

"Wir sind zusammengekommen, weil der heilige Martin auf ganz besondere Weise Licht in die Welt gebracht hat", sagte Pfarrer Hannes Kühn. Nach einem Gedicht der Vorschulkinder forderten die Kleinen der Vorschuleinrichtung gesanglich alle Gäste auf, ein Licht für die Kinder und Jugendlichen dieser Welt, für die Mamas und Papas, für die Kranken und Alten zu sein. Anschließend schlüpften die Kinder in die Rollen des Martinsspiels. Der kleine Nathanael kauerte dabei als Bettler verfroren am Boden und wartete auf den roten wärmenden Umhang des heiligen Martin, der von Arian gespielt wurde.

Kühn betonte in seiner Ansprache, dass es selbst in unserer Wohlstandsgesellschaft nicht wenige Menschen in Not gebe. Dazu brauche Helfen den Mut, von sich etwas abzugeben und auf den anderen zuzugehen. Viele würden leider viel zu oft wegschauen. "Bringen wir wie der heilige Martin den Mut auf und verhelfen wir unseren Mitmenschen zu mitmenschlicher Wärme." Nach Fürbitten der Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen, dem gemeinsamen Vaterunser und dem Segen ging es hinaus auf die Straße. Der Laternenzug führte durch das südliche Neubaugebiet.

Auf ihrem Weg stimmten die Kinder dabei kräftig ein in "Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir." Nach dem Umzug trafen sich alle im Kindergarten zum gemütlichen Beisammensein bei Punsch, Wienern und Bratwürsten.

Martinsspiel
Martinsspiel
Martinsspiel
Martinsspiel

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