Speichersdorf
04.03.2019 - 16:18 Uhr

Neue Bauplätze und E-Ladesäulen

Ein neues Baugebiet eines privaten Investors entsteht in Plössen. Dabei wird auf ein neues Bau- und Wohnkonzept gesetzt.

E-Ladesäule am Raiffeisenbank-Parkplatz Bild: ak
E-Ladesäule am Raiffeisenbank-Parkplatz

Dem Gemeinderat lag der Entwurf des Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan "Am Herrenweiher" in Plössen zur Beratung und Einleitung des Aufstellungsverfahrens vor. Bürgermeister Manfred Porsch erläuterte, dass die Planung des Investors und Grundstückseigentümers Dieter Küfner aus Mainleus bereits mit dem Landratsamt abgestimmt worden ist.

Die Baufläche ist als allgemeines Wohngebiet in drei Bauabschnitte gegliedert. Die ersten beiden Bauabschnitte umfassen 27 Bauparzellen für Einfamilienhäuser mit jeweils zwei Vollgeschossen und Satteldächern mit einer Dachneigung bis 45 oder Flachdächern bis fünf Grad. Die Grundstücksflächen liegen zwischen 391 bis 677 Quadratmeter.

Sechs Tagespflegeplätze

Der dritte Baubereich ist als Wohndorf 21 konzipiert. Darin sollen 18 kleine eingeschossige Wohneinheiten als Quartier für Generationen mit einer Grundstücksgröße von 293 bis 330 Quadratmeter entstehen. Alle Wohngebäude werden alters- und behindertengerecht, innovativ, CO2-neutral mit Verzicht auf fossile Brennstoffe erstellt. Die geplante Wohnfläche liegt bei 50 bis 80 Quadratmetern.

Zwischen dem zweiten Bauabschnitt und dem Wohndorf 21 ist eine Hausgruppe vorgesehen, in der sechs Tagespflegeplätze entstehen können. Des Weiteren stellt sie als Zentraleinheit Anlieferstationen für bestellte Ware mit eigenen Kühl- und Lagermöglichkeiten, Briefkasten, Packstation, E-Car-Sharing-Station zur Verfügung. Fußwege ermöglichen den Zugang zur Sandstraße, zu Naherholungsflächen und zum mindestens vier Meter breiten Grüngürtel entlang des Baches.

In der Diskussion wurde die Verkehrsanbindung der Siedlungsstraße an die Staatsstraße angesprochen. Das Niveau und die Höhe im Einmündungsbereich muss detaillierter dargestellt werden, um eine verkehrssichere und funktionelle Anbindung zu gewährleisten.

Zudem wird bei der Öffentlichkeitsbeteiligung und Behördenanhörung geklärt, ob seitens des Straßenbaulastträgers der Staatsstraße eine Linksabbiegespur oder ein Aufstellbereich gefordert wird. Zudem muss überlegt werden, wie man die Siedlung für Fußgänger und Radfahrer an Speichersdorf anbindet. Der Gemeinderat billigte den Bebauungsplanentwurf und beschloss das Einleiten der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit sowie Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange.

Grundstücke der Gemeinde

Dem Gemeinderat lagen zwei Kooperationsverträge zu Errichtung und Betrieb von zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge vor. Die Ladestationen werden von der N-ERGIE Aktiengesellschaft aus Nürnberg errichtet und betrieben. Die Ladestationen werden auf dem Parkplatz bei der Raiffeisenbank in der Bahnhofstraße und auf dem Rathausgrundstück Weidener Straße errichtet. Die Gemeinde hat die dafür notwendigen Grundstücke zur Verfügung zu stellen und leistet dazu einen Baukostenanteil in Höhe von 4589 und 4783 Euro. Die Verträge wurden von der Aufsichtsbehörde geprüft und Zustimmung erteilt. Der Gemeinderat stimmte beiden Kooperationsverträgen ohne Gegenstimme zu.

Dem Gemeinderat lag ein Bauantrag zur Errichtung einer Abstellhalle mit Lagerfläche und Hackschnitzellager vor. Die Nutzfläche beträgt rund 360 Quadratmeter bei einer Größe von 20 mal 27 Meter. Das Grundstück des Haidenaaber Unternehmers liegt an der Verbindungsstraße Richtung Wirbenz in der Nähe der Festhalle. Bürgermeister Manfred Porsch bemerkte dazu, dass die Zufahrt ungünstig im Einmündungsbereich der Betonstraße geplant ist.

Der Baubereich liegt im Geltungsbereich einer Ortsabrundungssatzung. Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben unter der Auflage zu, die Zufahrt außerhalb des Straßeneinmündungsbereiches zu verlegen.

Info:

Hecke, Bushäuschen, Kampfmittelgutachten

Zum Thema Sonstiges monierte Gemeinderat Gernot Hammon (FWG) den zu starken Rückschnitt der Hecke zwischen Wirbenz und Haidenaab an der Abzweigung Richtung Haidenaab.

Der Bürgermeister erklärte dazu, dass die Pflege dem Landschaftspflegeverband obliegt und mit der Unteren Naturschutzbehörde abgesprochen ist. Die Gemeinde wird aber auf den starken Rückschnitt hinweisen.

Claudia Fischer monierte das weitere Fehlen eines schon länger beschlossenen Bushäuschens am Bahnhof und den noch nicht umgesetzten Erwerb des WC-Gebäudes auf dem Bahngelände. Porsch berichtete, dass die Bahn AG nicht bereit ist, das WC-Gebäude zu verkaufen. Eine Entscheidung über den für das Bushäuschen notwendigen Grunderwerb ist seitens der Bahn AG noch nicht getroffen. Eine erneute Nachfrage steht an.

Er ergänzte, dass der „P+R-Parkplatz“ an der Güterhalle von der Gemeinde erweitert wird. Zudem laufen die Planungen für den Umbau des Bahnhofes samt Bahnsteigzugängen. Derzeit wird ein Kampfmittelgutachten über das Gelände erstellt, da der Bahnhof im Zweiten Weltkrieg bombardiert worden ist. Rudi Kirchberger (UBV) regte an, den Wartesaal im Bahnhofsgebäude anzumieten und als Unterstellmöglichkeit zu nutzen. Porsch erklärte, dass in der vergangenen Zeit der Wartesaal aufgesperrt ist. Eine Entscheidung ist überfällig.

Hans Schmidt (FWG) fragte an, wann das Bushäuschen an der Bundesstraße 22 bei Lettenhof aufgestellt wird. Dieses wird in der 12. Kalenderwoche errichtet.

E-Ladesäule am Rathaus Bild: ak
E-Ladesäule am Rathaus
 
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