03.02.2020 - 16:36 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

"Mit nichts angefangen"

Ungemein rüstig feierte Renate Bär (geborene Manz) 80. Geburtstag. Entsprechend lang war die Liste der Gratulanten.

Bürgermeister Manfred Porsch (von rechts) gratulierte Renate Bär (mit Ehemann Adolf) zum runden Geburtstag.
von Autor HAIProfil

Neben Bürgermeister Manfred Porsch gehörten die Kinder Regine, Edwin, Gerhard, Angelika und Erwin ebenso zur Gratulantenschar wie die Enkel Markus, Ivonne, Matthias, Franziska, Jasmin, Kristin, Daniel und Janine sowie die Urenkel Luka, Nele, Mila und Jonas.

Zufrieden, aber auch dankbar und stolz auf das Erreichte schaute Renate Bär zurück. "Wir haben mit nichts angefangen", erzählt sie. Geboren am 26. Januar 1940 im polnischen Fraustadt (Wschow) wuchs sie mit ihrer Mutter in Lissa (Leszno) auf. Der Vater war vor ihrer Geburt im Krieg gefallen. Am 25. Januar 1945 mussten beide mit einem Pferdefuhrwerk vor den anrückenden russischen Soldaten flüchten.

In Dresden überlebten sie in einem Bunker das Inferno der Alliierten Mitte Februar 1945. Eingepfercht in einem Güterzug nach Kirchenlaibach kam die Jubilarin in einem alten Personenzug in die damals selbstständige Gemeinde Guttenthau. Hier fand sie eine erste Bleibe auf dem Anwesen Graf in Rosenhof. In Wirbenz ist Bär zur Schule gegangen, in Kemnath besuchte sie dann die Mittelschule und arbeitete als Schreibkraft in einem Großtanklager in Bayreuth. Von 1968 bis 2000 war sie bei Rosenthal beschäftigt.

Beim Guttenthauer Kirwatanz 1956 lernte sie den 22-jährigen Huf- und Landwirtschaftsschmied Adolf Bär aus Frankenberg kennen. Nach der standesamtlichen Trauung im Rathaus der ehemaligen Gemeinde Windischenlaibach gaben sich beide am 15. Februar 1958 vor dem Wirbenzer Pfarrer Huber in der Speichersdorfer Christuskirche das Jawort. Mit der Geburt von Tochter Regine mit 18 Jahren widmete sich die Jubilarin der Kindererziehung. In der Neustädter Straße bezog die Familie das erste gemeinsame Zuhause, 1966/67 verwirklichte sie ihren Traum vom eigenen Heim.

Besonders dankbar ist Bär, dass sie vor größeren Schicksalsschlägen verschont geblieben ist. Mit ihrem Mann Adolf unternimmt sie E-Bike-Touren und beteiligt sich an Terminen und Ausflügen des VdK, Kulturvereins und der Raiffeisenbank. Neben dem Garten gehören Rätsel, Sudokus sowie im Fernsehen Rate-, aber auch Sportsendungen zu ihren Leidenschaften. Als Fußballfan ihrer Kinder ist sie seit 28 Jahren beim TSV Kirchenlaibach dabei. 45 Jahre gehört sie den Siedlern, 46 Jahre dem Fichtelgebirgsverein an.

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