10.10.2021 - 10:51 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Pfarrer Hannes Kühn führt Speichersdorfer Diakonieverein

Der neuformierte Vorstand des Diakonievereins mit Christa Streit, Yvonne Böhmer, Christa Moller, Carola Pfau, Harald Kettel, Hannes Kühn, Werner Schlöger und Heidi Lauterbach (von rechts). Es gratulierte Zweiter Bürgermeister Rudi Heier.
von Autor HAIProfil

Corona hat die 64 Mitarbeiter des Diakonievereins an die physischen und psychischen Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Doch im Team haben sie die schwierigsten Herausforderungen gemeistert. So lautete die Bilanz der vergangenen zwei Jahre in der Jahreshauptversammlung des Diakonievereins mit seinen 256 Mitgliedern in der Sportarena.

"Nach den turbulenten eineinhalb Jahren geht es hoffentlich in etwas ruhigeren Bahnen weiter. Es kann nur noch besser werden", wünschte sich die kommissarische Vorsitzende Carola Pfau. Sie hatte in den vergangenen Monaten nach dem Ausscheiden von Pfarrer Dirk Grafe die Vereinsgeschäfte geführt.

Corona habe teils dramatisch zwei Jahre die Arbeit im Verein wie in den Einrichtungen dominiert. Die Diakoniestation habe es geschafft weiterzuarbeiten. Nur für die Hauswirtschaft sei Kurzarbeit nötig gewesen. Die Kitas und Tagespflege hatten mit Schließung, dann Öffnung unter strengsten Auflagen sowie mit Quarantäne zu kämpfen. 2020 wurde zudem der Erweiterungsbau der Kindertagestätte Birkenweg begonnen. Der Umzug ist für Dezember geplant. Dank Mitgliedsbeiträgen und Spenden konnte der Verein ein Auto für die Diakonie mitfinanzieren und eine neue Homepage in Auftrag geben.

"Ich kann nur bestätigen, dass der Verein satzungsgemäß gearbeitet hat", so Wirtschaftsprüferin Gerda Vogt. Sie berichtete von wachsenden Leistungen und Überschüssen in der Jahresrechnung der Kindertagesstätten, Diakoniestation und Tagespflege.

Bei den Neuwahlen für die kommende vierjährige Amtsperiode waren das Amt des Vorsitzenden sowie eine Reihe von Positionen neu zu besetzen. So liegen künftig die Aufgaben des Vorsitzenden in den Händen von Pfarrer Hannes Kühn. Seine Stellvertreterin ist Carola Pfau. Yvonne Böhmer löste Schriftführerin Heidi Lauterbach ab. Nach über 20 Jahren stellten sich Ursula Steiner, Daniela Singer und Irmgard Landgraf nicht mehr zur Wahl. Die Beisitzerriege bilden künftig Anneke Elefant, Werner Schlöger, Harald Kettel, Christa Moller und Heidi Lauterbach. Kassenprüfer sind Christa Streit und Konrad Hübner.

Zweiter Bürgermeister Rudi Heier dankte für die aufopferungsvolle Arbeit. Die Gemeinde habe sich gerne für die Tagespflege engagiert.

Diakoniestation

21 Mitarbeiter betreuen 125 Klienten in der Pflege, Hauswirtschaft und bei Essen auf Rädern. Täglich neue Anweisungen und Beschlüsse, Sicherheits- und Hygieneregeln wegen Corona, Gefährdungsbeurteilung, Notfallplan und Dokumentationen haben über all die Monate an die Grenzen der Belastbarkeit, zu Enttäuschung und Tränen geführt, berichtete Leiterin Jasmin Giordan. Dennoch sei stets die nötigste Versorgung gewährleistet gewesen. Lediglich die Angehörigen-Nachmittage mussten coronabedingt ausfallen. Ein kurzfristiger Aufnahmestopp in der hauswirtschaftlichen Versorgung und Pflege vor einigen Wochen sei dem Personalmangel geschuldet gewesen. Aktuell seien alle Mitarbeiter geimpft und trügen Masken und werden dreimal wöchentlich getestet. Die Hygienemaßnahmen werden nach wie vor eingehalten.

Tagespflege

Derzeit besuchen 24 Gäste die Senta, so stellvertretende Leiterin Carina Volkmann. Von Spenden seien Terrassenmöbel für die Tagesgäste angeschafft worden. Für ausreichend Sonnenschutz sorge inzwischen ein großer Sonnenschirm. Auf der Wunschliste steht noch ein Gartenhaus für Möbel und Gartengeräte. Weitere Sachspenden waren eine neue Kühl-/Gefrierkombi und ein Heimtrainer. Im März 2020 kam dann Corona und die Senta musste für zwei Monate schließen. Danach standen wegen der Abstandsregelung nur 11 von ursprünglich 18 Plätzen täglich zur Verfügung. Ein zehnseitiges Hygienekonzept sowie aufwendige Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen mussten täglich umgesetzt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sind fast alle Mitarbeiter und Gäste geimpft. Seit zwei Monaten kommen nun auch die ehrenamtlichen Helfer wieder in die Einrichtung.

Kindertagesstätten

Wie sehr Corona die Arbeit in den Kindertagesstätten Birkenweg und Breslauer Straße auf den Kopf stellte, schilderten die Leiterinnen Kerstin Ruckdeschel und Daniela Veigl. Es wurden Rahmenhygienepläne und Schutzkonzepte erstellt sowie CO2-Melder für die Gruppen angeschafft. Für Zeiten der Schließung wurden unter Einbeziehung der Eltern für zu Hause Aktionen und Experimente entwickelt, kreative und abwechslungsreiche Aufgaben erstellt. Neben Gruppenelternabenden sind für das Kindergartenjahr 2021/2022 wieder viele Feste geplant.

Daniela Singer, Ursula Steiner und Irmgard Landgraf (von links) wurden von Carola Pfau (rechts) mit Blumen verabschiedet. Über 20 Jahre haben sie die Geschicke des Diakonievereins mitbestimmt.

 

 

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