05.04.2019 - 10:24 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Plattform für Bürger

Zehn Jahre besteht die Frauen-Union (FU) in Speichersdorf. Daher gehörte zur Jahreshauptversammlung neben einer Feier und Neuwahlen (wir berichteten) auch die Ehrung von Gründungsmitgliedern.

Die neue Ortsvorsitzende Melanie Herrmann (rechts) und Kreisvorsitzende Sabine Habbla (Zweite von links) gratulieren den Damen der ersten Stunde: Verena Micklisch-Stahl, Katharina Biermeyer, Mathilde Olischer, Simone Walter, Emmi Horn, Lore Heindl, Alexandra Pfau, Elisabeth Veigl, Helga Vogel, Barbara Dierl und Tanja Hertel (von links).
von Autor HAIProfil

Am 15. Dezember 2008 sei ein langgehegter Wunsch des CSU-Ortsverbandes in Erfüllung, erklärte scheidende FU-Vorsitzende Verena Micklisch-Stahl in ihrer Festrede. Mit Barbara Dierl und Simone Walter hatte sie die Initiative ergriffen und mit zwölf Gründungsmitgliedern den Ortsverband aus der Taufe gehoben worden. Von Anfang sind dabei Katharina Biermeyer, Barbara Dierl, Lore Heindl, Tanja Hertel, Emmi Horn, Verena Micklisch-Stahl, Mathilde Olischer, Alexandra Pfau, Elisabeth Veigl, Helga Vogel und Simone Walter. Von Micklisch-Stahl, ihre Nachfolgerin Melanie Herrmann, Bezirksvorsitzender Gudrun Brendel-Fischer und Kreisvorsitzender erhielten sie dafür Auszeichnungen.

"Wir waren damals richtig stolz, konnten wir doch endlich unser Vorhaben realisieren, eine eigenständige Frauen-Organisation aufzubauen, die bereit war, sich sozial und bürgernah zu engagieren, familiengerechte Interessen einzubringen und umzusetzen", sagte Micklisch-Stahl. Für alle Altersgruppen und deren Interessen seien aktuelle Themen aufgegriffen und gemeinsam ehrgeizige Ziele realisiert worden. Als Beispiele nannte sie die Ausschilderung und einheitliche Namensgebung der Sportarena, Bezuschussung der Entsorgung von Windeln und Hygieneartikeln für junge Familien und Pflegebedürftige und Bereitstellung von kostenloser Restmüllsäcken. Als größten Erfolg wertete sie, dass nach acht Jahren am gefährlichen Fußgängerüberweg vom Oberen und Unteren Markt zum Einkaufszentrum an der B 22 nun eine Ampelanlage in der Weidener Straße komme.

Aufgegriffen worden seien ebenso die Sicherheit bei Senioren mit der Polizeipuppenbühne Weiden, Drogenprävention und Erste Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern, Schönheiten des Fichtelgebirges und das Naturwunder Rauher Kulm. Dazu kamen Vorträge über Brustkrebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Homöopathie bei Frauenleiden und gesund leben mit Wildkräutern der Heimat. Die rege Beteiligung zeige, dass innerhalb in der Gesellschaft Informationsbedarf bestehe.

Darüber hinaus wurde ein Ferienbetreuungsprogramm für die Kleinsten der Gemeinde organisiert. Neun Adventsfahrten führten zu Weihnachstmärkten in Schlossanlagen. Bei den Weihnachts-, Oster- und Ägidiusmärkten ist selbst gemachter Likör verkauft worden. Organisiert hat die FU das Scheunenfest, Waldweihnachten, Ausflugsfahrten und Weinabenden sowie interne "Jeder-bringt-was-mit-Abende".

Die FU stelle sich Bürgern als "Plattform" zur Verfügung, betonte Micklisch-Stahl. Es sei hilfreicher, wenn eine Organisation oder Gemeinschaft auftrete, um Veränderungen anzuregen und vorzunehmen. "Das ist uns in den zurückliegenden zehn Jahren ganz gut gelungen."

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