09.01.2020 - 17:42 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Quereinstieg als Chance sehen

Mit einer Gegenstimme und 14 Befürwortern bestimmte die Speichersdorfer SPD Markus Neubauer zum Bürgermeisterkandidaten. Damit können die Wahlberechtigten aus vier Bewerbern ihren Favoriten auf den Chefsessel im Rathaus herauspicken.

Der 50-jährige Diplom-Volkswirt Markus Neubauer bewirbt sich für die Speichersdorfer Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl am Sonntag, 15. März um das Bürgermeisteramt. Seine Nominierung war von einem leicht holprigen Start begleitet.
von Redaktion ONETZProfil

Mit der Entscheidung der Genossen für den 50-jährigen Diplom-Volkswirt Markus Neubauer aus dem Ortsteil steigt die Wahrscheinlichkeit mit einer Stichwahl um das Bürgermeisteramt am Sonntag, 29. März. Der langjährige SPD-Gemeinderat Helmut Raps hatte allerdings in der Nominierungsversammlung der Fliegerschänke Strößenreuther die Meinung vertreten, dass der SPD-Ortsverein auf einen Bürgermeisterkandidaten verzichten sollte. Es sei eine aussichtslose Kandidatur. Nach seiner Einschätzung könne der SPD-Bewerber seinen Gegenkandidaten gegenüber nicht Paroli bieten. Raps betonte, dass seine ablehnende Haltung nichts mit der Person Neubauers zu tun habe.

Für Klaus-Jürgen Koch galt es in der zum Teil emotional geführten Diskussion, "die Sache ruhig und sachlich anzugehen". Es sei unfair, den SPD-Bewerber schon von vornherein als chancenlos darzustellen. "Wir sollten es den Bürgern überlassen, wen sie als Bürgermeister haben wollen", erklärte Ortsvorsitzender Rudi Heier. Auch Klaus Singer hielt es für besser, "wenn wir alle an einen Strang ziehen".

Wie Neubauer in seiner Vorstellung unterstrich, habe er durch sein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth kommunalpolitische Grundlagen erworben. Dies gelte auch für sein umfangreiches Wissen im kaufmännischen und personaltechnischen Bereich im Hinblick auf seine Selbstständigkeit und gegenwärtige Tätigkeit. Für ihn seien somit alle Voraussetzungen erfüllt, um als Bürgermeister eine Gemeinde wie Speichersdorf erfolgreich führen zu können. Als Quereinsteiger sei er zwar kommunalpolitisch noch unerfahren, jedoch nicht beratungsresistent, sondern lernwillig und -fähig. Diese Eigenschaft sei ein Vorteil und die große Chance für einen wirklichen Neuanfang in der Gemeinde. Zudem sei er in keinem Netzwerk gefangen und unterliege keinen parteipolitischen Zwängen, sondern er folge seinem Gewissen.

Bestehendes bewahren und gleichzeitig die Zukunft dynamisch gestalten, habe sich der Bürgermeisterkandidat auf seine Fahnen geschrieben. Dabei setze er auf Transparenz und Offenheit, um gemeinsam den notwendigen Aufbruch zu einem sozialen Speichersdorf zu starten. Er halte nichts von leeren Versprechungen, sondern stehe zu dem, was er sage.

Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren, Gewerbe, Ortsteile und gesellschaftliches Leben seien ein paar Punkte, die ihm am Herzen liegen.

Zur Person:

Sozialer Einsatz, wo er nötig ist

Markus Neubauer ist verheiratet und Vater von vier Kindern im Alter von 8 bis 16 Jahren. Am Graf-Münster-Gymnasium hat er sein Abitur abgelegt, seinen 15-monatigen Wehrdienst leitete er in Neunburg vorm Wald ab. Anschließend studierte er Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth und schloss das Studium als Diplom-Volkswirt ab. Als Dienstleistungsunternehmer im Handelbereich hatte er Verantwortung für durchschnittlich 200 Mitarbeiter. Nachdem jedoch Beruf und Familie nicht mehr zu vereinbaren waren, ist er aus einem erfolgreichen Unternehmen ausgestiegen. Neubauer ist nun seit etwa acht Jahren als kaufmännischer- und Personalleiter bei einem international tätigen Medizintechnikhersteller in Auerbach beschäftigt. Ehrenamtlich ist er für die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Regensburg im Prüfungsausschuss tätig. Zudem engagierte er sich sozial auch dort, wo er "gebraucht wird". (br)

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