Im Kreise einer großen Gratulantenschar feierte Rudolf Lux, bis 2005 Inhaber eines Metzgereibetriebes mit Ladengeschäft und angegliederter Gaststätte in der Bahnhofstraße, sein 80. Wiegenfest. Überraschende Geburtstagsglückwünsche erreichten ihn telefonisch von einem langjährigen FDP-Weggefährten aus Moskau.
Der Jubilar erblickte als ältestes von sieben Kindern des Ehepaares Rudolf und Elisabeth Lux in Lautscheid, Kreis Gablonz (Sudetenland), das Licht der Welt. Seine Eltern betrieben dort bis 1945 eine gemietete Metzgerei mit Gaststätte. In den Wirren am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Familie drei Jahre lang in ein Lager verbannt, ehe sie ab 1948 in Eschenbach eine neue Bleibe und das Familienoberhaupt bei seinem Bruder Arbeit fand.
1954 übernahm der Vater des Jubilars die einstige Metzgerei Ruhland in der Danziger Straße in Speichersdorf und einige Jahre später auf Rentenbasis den Metzgereibetrieb mit angegliederter Gaststätte in der Bahnhofstraße. Nachdem Rudolf Lux 1952 in Grafenwöhr das Metzgerhandwerk erlernt hatte, stieg er 14 Jahre später in den Betrieb seines Vaters ein und führte diesen mit Erfolg bis zur Erreichung der Altersgrenze 2005. Die Metzgerei des Jubilars, mit bis zu sieben Filialen in früheren Jahren, war über Jahrzehnte auch Ausbildungsbetrieb, zudem auch Arbeitgeber für etwa 25 Beschäftigte. Über viele Jahre war Rudolf Lux auch Obermeister der Metzgerinnung Bayreuth-Land.
1960 heiratete der Jubilar in der Sankt-Ägidius-Kirche in Kirchenlaibach die in Fellbach (bei Stuttgart) geborenen Irmgard Müller. Sohn Martin vervollständigte das Glück. Die Ehefrau des Jubilars starb vor knapp zwei Jahren. In die Gratulantenschar hatte sich auch Bürgermeister Manfred Porsch eingereiht. Der Rathauschef brachte zum Ausdruck, dass die Metzgerei Rudolf Lux die Kommune mitgeprägt habe. Die besondere Wertschätzung fanden in der Bevölkerung die ausgezeichneten Wurst- und Fleischwaren. Porsch würdigte zudem das große Engagement des Jubilars in vielen Vereinen der Kommune.
So überbrachten Peter Honsowitz und Christine Lubig-Schmidt für den Siedlerbund, Elfi Bauer, Karin Brilla und Centa Hößl als Abordnung des Vereins der Musikfreunde und Josef Mittelmeyer als Vorsitzender und dessen Stellvertreter Rudolf Richter für den Kulturverein ihre Glückwünsche. Ebenso gratulierte Hubert Brendel als Vorsitzender der Reservistenkameradschaft ihrem seit über 50 Jahren treuen Mitglied und Unteroffizier der Reserve sowie Professor Dr. Hermann Hiery, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Bayreuth-Land.
Geburtstagsglückwünsche der besonderen Art überbrachte die Sudentendeutsche Landsmannschaft, der der Jubilar seit 2005 der Ortsgruppe Weidenberg angehört. Passend zu seinem Lebensinhalt als Metzger trug Rudolf Kiesewetter von der Ortsgruppe Fichtelberg der Sudetendeutschen Landsmannschaft die Geschichte von der "Räucherworscht" in Nordböhmischer Mundart vor.













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