08.06.2021 - 11:47 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Mit Sack und Greifzange zum Müllsammeln entlang der Speichersdorfer Wanderwege

Auf positive Resonanz stieß der von Martina Dötsch (Sechste von links) organisierte „Clean Up Day“ entlang des von der FGV-Ortsgruppe betreutes Wanderwegenetzes. Dazu hatte sich auch der Vorsitzende der FGV-Ortsgruppe, Dieter Kottwitz (rechts), eingefunden.
von Hubert BrendelProfil

Einen "Clean Up Day", und dies eher zufällig am Internationalen Tag der Umwelt, hatte Martina Dötsch, Jugendwartin in der Ortsgruppe im Fichtelgebirgsverein (FGV) initiiert. Mit etwa einem Dutzend Teilnehmer fand die Aktion großes Interesse. Dabei galt es, entlang des von der Ortsgruppe betreuten, knapp 84 Kilometer langen Wanderwegenetzes achtlos weggeworfenen Unrat zu sammeln.

Die Organisatorin des "Putztages" und zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin (ZNL) fand dabei eine breite Unterstützung bei Mitarbeiterinnen des Naturparks Fichtelgebirge, Gebietsbetreuerin Stefanie Jessolat und Naturparkrangerin Isabell Niclas. Wolfgang Teufel als Wege- und Markierungswart der FGV-Ortsgruppe hatte Karten von den acht Rundwanderwegen ausgedruckt, die zur besseren Orientierung an die eifrigen Müllsammler ausgeben wurden. Auch die Gemeinde Speichersdorf unterstützte die Veranstaltung und übernahm die Abholung und Entsorgung der mit Unrat gefüllten Müllsäcke.

Ausgangspunkt der Rama-Dama-Aktion war an der Wanderschutzhütte Tauritzmühle mit einem vom Naturpark Fichtelgebirge aufgebauten Informationsstand, wo auch Verpflegung für die Teilnehmer zur Verfügung stand. Darüber hinaus wurden, aus Hygienegründen, Gummihandschuhe sowie Müllgreifzangen und Müllsäcke verteilt.

Der "Clean Up Day" fand nicht nur bei Einzelpersonen Interesse, sondern auch bei Familien samt ihren Sprösslingen, wie die dreijährige Larissa oder die sechsjährigen Benedikt, Teresa oder Marius.

Bei der mehrstündigen Säuberungsaktion wurde Unrat entdeckt, der nicht unbedingt Wanderern zuzuordnen ist. Dazu gehörte eine Schranke und ein Stück bereits zugewucherter Schutzzaun. Dennoch galt es, mit der Müllgreifzange jeglichen Unrat aufzusammeln, ob Masken, Getränkedosen, achtlos in die Natur geworfene Überreste oder Zigarettenstummel. Nichtsdestotrotz zog Organisatorin Martina Dötsch zum Schluss der Müllsammelaktion ein positives Fazit und gab zu verstehen, "die Menschen auf den Wanderwegen werden umweltbewusster". Dies ist auch das Ziel der von der FGV-Ortsgruppe ins Leben gerufen Initiative "Spurlos wandern - Müll vermeiden".

Diese Aktion wurde vor wenigen Wochen von Vorsitzendem Dieter Kottwitz, Fanc Dierl als einer seiner Stellvertreter und Bürgermeister Christian Porsch vorgestellt. Zwar steht dabei das von der Ortsgruppe betreute fast 84 Kilometer lange Wanderwegenetz im Vordergrund, doch auch zum Müllsammeln im gesamten Gemeindegebiet wird mit dieser Initiative aufgerufen.

Vorsitzender Kottwitz zollte sowohl der Organisatorin, ihren Unterstützern, aber auch den kleinen und großen Teilnehmer Lob und Anerkennung für die Rama-Dama-Aktion. Schließlich gab es für alle als "kleine Belohnung" noch schmackhafte Bratwürste, die Uwe und Tanja Schäffler von der Wanderschutzhütte Tauritzmühle spendierten.

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