Speichersdorf
27.11.2024 - 13:37 Uhr
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Speichersdorf geht barrierefreien Ausbau des Bahnsteigs in Haidenaab an

Die Deutsche Bahn AG weigert sich, den Bahnhaltepunkt Haidenaab barrierefrei auszubauen. Nun sieht sich die Gemeinde Speichersdorf gefordert.

Bereits 2021 befasste sich der Gemeinderat Speichersdorf mit den Planungen zur Erneuerung der Außenbahnsteige am Haltepunkt Haidenaab/Göppmannsbühl durch die Deutsche Bahn Station & Service AG (DB). Geplant ist ein Bahnsteig mit einer Länge von 120 Metern und einer Kantenlänge von 55 Zentimetern, mit der Option auf Erhöhung auf 76 Zentimeter über Schienenoberkante.

Die Zuwegung soll zum Gleis 1 von Göppmannsbühl kommend über einen geneigten Gehweg erfolgen. Auf der Haidenaaber Seite sieht die Planung den Zugang mittels einer Treppe vor. Demnach ist ein barrierefreier Zugang von Seiten der DB nicht vorgesehen.

Mehrere Gespräche

„Ich habe bei mehreren Planungsgesprächen mit den DB-Verantwortlichen auf die Bedeutung der barrierefreien Zuwegung zum öffentlichen Personennahverkehr per Bahn hingewiesen", sagte Bürgermeister Christian Porsch. Gerade mit Blick auf die vollständig barrierefrei ausgebaute Jugendstätte des Kreisjugendrings Bayreuth in Haidenaab sei es wichtig, dass der Haltepunkt komplett barrierefrei ausgebaut sein muss, um auch für junge Menschen mit Behinderung ohne fremde Hilfe erreichbar zu sein. Zudem werde die Frequentierung nach Ausweisung des neuen Baugebietes im Ort weiter steigen. "Die barrierefreie Erschließung wird jedoch durch die DB erst bei einer Fahrgastzahl von 1000 Personen realisiert. An dieser Haltung hat sich nichts geändert“, berichtete Porsch weiter.

Die Sanierung des Haltepunktes durch die DB sei grundsätzlich zu befürworten, jedoch sei ein barrierefreier Zugang unabdingbar. Das Gremium hatte bereits 2021 beschlossen, an der barrierefreien Zuwegung festzuhalten. Für den u-förmig geneigten Gehweg wurden damals 50.000 Euro für die Planung und 220.000 Euro für den Bau errechnet, wenn die Gemeinde den Gehweg eigenverantwortlich ausbaut. Der barrierefreie Rampenweg wird nach den DB-Richtlinien in einer Breite von 1,80 Metern gebaut.

Geteilte Kosten

Nun wurde nach Gesprächen mit der DB die Planung der Rampe konkretisiert und die Kosten überrechnet. Nun stehen 16.479 Euro für die Planung und 130.740 Euro für den Rampenbau im Raum. Porsch ergänzte, dass es sinnvoll ist, die Baustelle mit der DB abzuwickeln, damit hohe Kosten für Arbeitsschutz und Sicherungspersonal vermieden werden können. Zudem könnten die Kosten für die Baustelleneinrichtung geteilt werden. Die Regierung von Oberfranken habe mitgeteilt, dass die Maßnahme grundsätzlich förderfähig und mit einer Förderung von 50 bis 85 Prozent zu rechnen ist.

Der Gemeinderat beschloss die Errichtung der Rampe im Zuge der Sanierung der Außenbahnsteige im Jahr 2025 mit entsprechender staatlicher Förderung aus dem kommunalen Sonderbauprogramm. Die Baumaßnahme wurde nach Mitteilung der DB bereits an die Bauunternehmung Markgraf vergeben. Die Baumaßnahme wird im Frühjahr 2025 starten.

Baxi

Weiter informierte der Rathauschef über die Ausweitung des Baxi-Fahrbetriebes auf Teile der Gemeinde Speichersdorf. Das Baxi fährt nach individueller telefonischer Anforderung der Fahrgäste mindestens eine Stunde vor Abfahrt vom Bahnhof Kirchenlaibach bis nach Eschenbach (KI-Zentrum Speinshart) und zurück. Der feste Fahrplan ist im Internet einzusehen und den Zugabfahrtszeiten angepasst. Die neue Baxi-Linie bedient die Orte Guttenthau, Plössen. Ramlesreuth, Nairitz, Kodlitz und Windischenlaibach; sie endet und beginnt am Bahnhof Kirchenlaibach.

Atommüllendlager

Der Bürgermeister informierte, dass der Gemeindebereich Speichersdorf aus der Vorerkundung zur Standortsuche für ein Atommüllendlager mangels geologischer Eignung ausgeschieden und nicht Gegenstand weiterer Untersuchungen ist.

Weihnachtsfeier für Senioren, Wahlen

Porsch rief alle Seniorinnen und Senioren auf, sich für die gemeindliche Seniorenweihnachtsfeier am Sonntag, 8. Dezember, ab 14 Uhr (Einlass ab 13 Uhr) anzumelden. Der ASV Haidenaab hat sich bereiterklärt, die Bewirtung in der Sportarena zu übernehmen. Die Gemeinde bereitet sich bereits auf die bevorstehende Neuwahl des Bundestages am Sonntag, 23. Februar, vor. Bewährte und neue Wahlhelfer sollen sich für dieses Ehrenamt zur Verfügung stellen.

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