28.07.2020 - 12:48 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Speichersdorfer Absolventen sollen ihre Talente einsetzen

Alle 21 Schüler der neunten Klasse der Werner-Porsch-Mittelschule Speichersdorf haben den Schulabschluss geschafft. 18 Jugendliche haben den Qualifizierenden Hauptschulabschluss in der Tasche. Auch ihre Zukunft haben sie bereits geregelt.

Die erfolgreichen Absolventen der Werner-Porsch-Mittelschule mit den Jahrgangsbesten Jana Bauer, Emily Popp Cemre Ülker, Projektprüfungsbesten Benjamin Schott, Emily Popp und Lisa Geier, Rektorin Hedwig Forster, Klassenleiter und Konrektor Christian Hanauer, Elternbeiratsvorsitzender Heike Geier und Rathauschef Christian Porsch (vorne von rechts).
von Autor HAIProfil

Jana Bauer (1,8), Emily Popp (2,0) und Cemre Ülker (2,1) sind die Besten des Abschlussjahrgangs der Werner-Porsch-Mittelschule. Sie haben ebenfalls wie ihre Mitschüler einen Ausbildungsplatz oder sie gehen auf eine weiterführende Schule. In diesen neuen Lebensabschnitt wurden sie in einer coronagerechten Entlassfeier in der Festhalle verabschiedet.

Gedicht auf die Lehrer

Für eine Gesangseinlage sorgten Rektorin Hedwig Forster am Klavier und Konrektor Christian Hanauer als Gesangssolist mit dem Klassiker "Mein kleiner grüner Kaktus" von den Comedian Harmonists. Nicht weniger humoristisch war die Abschlussrede von Benjamin Schott. Er hatte für seine Bilanz über die Lehrer der Abschlussklasse Johann Wolfgang von Goethes Gedicht "Erlkönig" zum "Schulkönig" umgeschrieben. Den Reden war eine Andacht unter dem Thema "Leichtes Gepäck" mit Robert Schultes und Nannette Schrenk-Lamche vorausgegangen. Nach dem gleichnamigen Lied von "Silbermond" verbanden sie Gegenstände aus einem Rucksack mit entsprechenden Glückwünschen für den weiteren Lebensweg. So symbolisierte das Handy, dass sie miteinander in Kontakt bleiben sollten. "Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun", zitierte Rektorin Forster schließlich Goethe. Sie beglückwünschte die Schüler zu ihren Leistungen, dankte Klassenleiter Christian Hanauer und den Lehrkräften für ihren Einsatz und wünschte alles Gute für den weiteren Lebensweg.

In den zwei Jahren gemeinsamen Weges seien Stärken und Schwächen beider Seiten offenbar geworden, meinte Hanauer. Doch vor allem sei man zusammengewachsen, fast wie die Familie. Hanauer hoffte, dass die Schulzeit ein stabiles Boot gewesen sei, das immer wieder auf den richtigen Kurs gekommen sei und jegliches Schlingern abgefangen werden konnte.

Neben den erschwerten Lernbedingungen durch Corona mit Lockdown, Homeschooling und Zoom-Meetings erinnerte Elternbeiratsvorsitzende Heike Geier auch daran, dass die Eltern ihren Teil zum erfolgreichen Schulabschluss beigetragen haben. Jeder Mensch sei einzigartig und verfüge über Talente und Fähigkeiten. Den Jugendlichen möge es gelingen, diese weiterzuentwickeln und zur Geltung zu bringen. Als Zeichen des Dankes gab es eine riesige Tüte Naschereien.

Alle Wege offen

Laut Bürgermeister Christian Posch stehen den Absolventen mit dem Abschluss alle Wege offen, ob im M-Zweig in Kemnath, an einer weiterführenden Schule oder in einer Ausbildung. Es gelte jetzt, Vertrautes loszulassen und mit Hoffnung und Zuversicht an die weitere Lebensplanung heranzugehen.

Für die Jahrgangsbesten gab es Gutscheine vom Elternbeirat, von der Schule und Gemeinde. Die Besten in der Projektprüfung, Benjamin Schott, Emily Popp und Lisa Geier, erhielten Kinogutscheine von der Schule und je ein Kochbuch von Porsch als Starthilfe für ein selbstständiges Leben. Die Schüler überraschten ihren Klassenleiter Hanauer ebenfalls mit einem Geschenk.

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